Das Wichtigste auf einen Blick:
- Eine Dockingstation macht aus einem schlanken Notebook mit wenigen Ports einen vollwertigen Desktop-Ersatz
- Thunderbolt-4-Docks ermöglichen mehrere 4K-Monitore, LAN, Laden und USB über ein einziges Kabel
- Kompakte USB-C-Hubs für weniger als 50 Euro lösen die häufigsten Anschluss-Engpässe zuverlässig
- USB-C ist kein einheitlicher Standard: nicht jeder USB-C-Port unterstützt Thunderbolt oder Displayausgabe
- Kompatibilitätsprobleme bei Multi-Monitor-Setups je nach Laptop-Modell und Betriebssystem
Je mehr Peripheriegeräte man nutzt und je schlanker die Notebooks werden, desto wichtiger wird ein USB-Hub oder eine Dockingstation. Wer nur ein paar USB-A-Geräte anschließen möchte, kommt mit einem einfachen Hub aus. Wer dagegen mehrere Monitore, externe Festplatten, Netzwerk und Ladebuchse an einem einzigen Kabel zusammenfassen will, braucht eine vollwertige Dockingstation. Die Wahl des richtigen Geräts hängt dabei weniger vom Preis als von den eigenen Anschlüssen und Anforderungen ab.
Hub oder Dockingstation: Was brauche ich?
Beide Gerätetypen erweitern die Anschlussmöglichkeiten eines Computers, unterscheiden sich aber erheblich in Umfang und Einsatzgebiet:- USB-Hub: Vervielfacht vorhandene USB-Anschlüsse. Günstig, kompakt, ideal für unterwegs oder wenn man nur wenige zusätzliche USB-A- oder USB-C-Ports benötigt. Keine oder geringe Ladefunktion. Für externe Festplatten empfiehlt sich externe Stromversorgung.
- USB-C-Hub (mobil): Kompakter Multiport-Adapter für USB-C-Anschlüsse. Bringt HDMI, USB-A, SD-Karte und Ladefunktion auf Reisen mit. Preisbereich: 30 bis 80 Euro. Standard für Nutzer von schlanken Notebooks und MacBooks.
- Dockingstation (stationär): Umfangreicher Anschluss-Hub für den Schreibtisch. Ein einziges Thunderbolt- oder USB-C-Kabel verbindet Laptop mit Stromversorgung (bis 100 W), mehreren Monitoren, LAN, Audio und USB-Geräten gleichzeitig. Preisbereich: 80 bis 400 Euro je nach Standard und Ausstattung.
USB-Hubs mit externer Stromversorgung können mehrere anspruchsvolle Geräte wie externe Festplatten gleichzeitig betreiben. (Bildquelle: raidsonic.de)
Die wichtigsten USB- und Thunderbolt-Standards im Überblick
USB ist nicht gleich USB. Wer einen Hub oder eine Dockingstation kauft, sollte die wichtigsten Standards kennen:- USB 2.0: Max. 480 Mbit/s. Für Maus, Tastatur und gelegentliche kleine Dateitransfers ausreichend. Für externe Festplatten oder regelmäßige Datenübertragungen nicht geeignet. Nur noch in sehr günstigen Einstiegsgeräten verbaut.
- USB 3.2 Gen 1 (früher USB 3.0): 5 Gbit/s. Standard für die meisten USB-A-Hubs heute. Für externe Festplatten und USB-Sticks ausreichend schnell.
- USB 3.2 Gen 2: 10 Gbit/s. Für schnelle NVMe-SSDs in externen Gehäusen und moderne Dockingstationen empfehlenswert.
- USB 3.2 Gen 2×2: 20 Gbit/s. Noch selten, aber in hochwertigen Docks vorhanden.
- USB4 / Thunderbolt 3 und 4: 40 Gbit/s. Ermöglicht Anschluss mehrerer 4K-Monitore, schnelle externe SSDs und Laptop-Laden über ein einziges Kabel. Standard bei aktuellen Dockingstationen für schlanke Notebooks und MacBooks. Thunderbolt-3/4-Docks sind abwärtskompatibel mit USB-C-Geräten.
- Thunderbolt 5: Bis zu 120 Gbit/s (mit Display Bandwidth Boost). Unterstützt bis zu drei 4K-Monitore bei 144 Hz oder ein 8K-Display. Ladeleistung bis 240 W. Thunderbolt-5-Docks kommen ab Ende 2025 auf den Markt; Thunderbolt 4 bleibt aktuell der etablierte Hochleistungsstandard.
Auf die Stromversorgung kommt es an
Das unterschätzte Kaufkriterium bei USB-Hubs ist die Stromversorgung. Pro USB-Anschluss stehen je nach Standard folgende Maximalleistungen zur Verfügung: USB 2.0 liefert 2,5 Watt, USB 3.x liefert 4,5 Watt und mit USB Power Delivery sind 7,5 Watt pro Port möglich. Werden mehrere Geräte gleichzeitig betrieben, teilt sich der verfügbare Strom auf alle Anschlüsse auf. Ein Bus-powered Hub (ohne externes Netzteil), der selbst über einen USB-3-Anschluss gespeist wird und vier Ports hat, liefert rechnerisch nur noch 375 mA pro Anschluss – zu wenig für externe Festplatten, die typischerweise 600 bis 900 mA benötigen.Faustregel: Wer externe Festplatten oder andere stromhungrige Geräte betreiben möchte, braucht einen Hub oder eine Dockingstation mit eigenem Netzteil. Gute Dockingstationen liefern heute 60 bis 100 Watt über das Dock-Kabel an den Laptop zurück und behalten gleichzeitig ausreichend Strom für alle angeschlossenen Peripheriegeräte.
Schwenkbare USB-Ports ermöglichen auch sperrigen Sticks und Empfängern Platz ohne Beeinträchtigung der Nachbarports. (Bildquelle: amazon.de)
Was testen Fachmagazine bei USB-Hubs und Dockingstationen?
Datentransferraten sind heute kaum noch ein Differenzierungsmerkmal – aktuelle Geräte eines Standards liefern annähernd identische Werte. Tester konzentrieren sich daher auf:- Tatsächliche Ladeleistung je Port unter Last aller Anschlüsse
- Stabilität der Monitorverbindungen (insbesondere bei Multi-Monitor-Setups)
- Wärmeentwicklung bei Volllast
- Kompatibilität mit verschiedenen Hosts (Windows, macOS, Linux)
- Verarbeitungsqualität und Kabellänge des Upstream-Kabels
Kaufempfehlung: Das passende Gerät nach Anwendungsfall
- Unterwegs, wenig Gepäck: Kompakter USB-C-Multiport-Hub mit HDMI, USB-A und Ladefunktion. UGREEN, Anker und Satechi bieten solide Modelle ab ca. 30 Euro.
- Homeoffice, ein Monitor, Laptop laden: USB-C-Dockingstation mit Netzteil, mind. 65 W Ladeleistung, HDMI 2.0/2.1, USB-A und LAN. Ab ca. 80 bis 150 Euro. Empfehlung: Asus Sim Pro Dock 2, Anker 777 Thunderbolt Dock.
- Professioneller Schreibtisch, zwei oder mehr Monitore: Thunderbolt-4-Dockingstation mit min. 100 W Laptop-Ladeleistung. Caldigit TS4, Belkin Thunderbolt 4 Dock oder OWC Thunderbolt 4 Hub. Preisbereich ca. 200 bis 350 Euro.
- Zukunftssicher mit Thunderbolt 5: Modelle wie Club3D CSV-2563 (Thunderbolt 5) sind ab Ende 2025 verfügbar und empfehlen sich für neue MacBook Pro M4/M5 oder Windows-Laptops mit Thunderbolt-5-Anschluss.





















