Nach langer Abstinenz hat der eigentlich mehr für seine Freiarm- und Haushalts-Nähmaschinen bekannte Hersteller Singer den Wiedereinstieg in ein lukratives Marktsegment beschlossen. Ab sofort bietet das Unternehmen nämlich wieder Staubsauger an. Der SVCT3311 markiert daher gewissermaßen den Einstieg in den Wiedereinstieg, denn das Modell ist der kleinste und kompakteste Staubsauger im Sortiment. Ausgelegt für kleinere Wohnflächen sowie in Sachen Anschaffungskosten im zweistelligen Bereich, bietet er sich für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte oder als Zweitgerät, etwa für die Ferienwohnung, an.
Beutellos und relativ sparsam an der Steckdose
Der Singer setzt die Zyklon-Technologie ein, trennt also mittels der Fliehkraft den Dreck von der eingesaugten Luft. Aller Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um ein Single-Zyklon-Modell. Das bedeutet, nur die „gröberen“ Partikel werden auf diese Weise abgeschieden, für den Feinstaub sind zusätzliche Filter zuständig, die dementsprechend auch regelmäßig und vor allem sorgfältig gereinigt werden müssen. Zu hoffen bleibt hier, dass die Filter mehrmals verwendet werden können. Die Abluft wiederum ist nahezu frei von Inhaltsstoffen, die Allergien auslösen können, dafür sorgt nämlich ein HEPA-Filter der Kategorie 10 – nur wer sehr stark unter Allergien leidet, sollte auf einen HEPA-12 oder 13-Filter achten. An der Steckdose wiederum gibt sich der Singer recht genügsam. Er genehmigt sich maximal 1.600 Watt. Äußerst erfreulich: Die Saugkraft lässt sich regeln, und zwar über einen Drehregler, also elektronisch, und nicht nur über den Nebenluftregler am Griff. Viele einfache Zyklon-Staubsauger stellen diese Option nämlich leider nicht zur Verfügung mit der Folge, dass selbst bei leichter Verschmutzung immer mit Höchstleistung gesaugt werden muss. Gewohnt dürftig für diesen Staubsaugertyp fällt schließlich das Volumen des Staubbehälters aus, es beläuft sich auf 1 Liter. Kaum ein Modell jedoch bietet mehr, vor allem nicht in der Kompaktklasse. Denn obwohl der Hersteller bislang keine näheren Angaben über die Abmessungen gemacht hat, belegt das Produktfoto, dass der Singer eindeutig in diese Kategorie fällt. Dafür spricht nicht zuletzt der kleine Aktionsradius, den das fünf Meter lange Kabel erlaubt. Staubsauger für größere Wohnflächen, also 100 Quadratmeter und mehr, sind in diesem Punkt wesentlich großzügiger.Fazit
Schon 1929 hat Singer die ersten Staubsauger produziert, das Segment jedoch später fallengelassen und sich auf klassische Haushalts-Nähmaschinen konzentriert. Ihnen folgten vor zwei Jahren Bügeleisen, nun also Staubsauger – der Bereich „Home Essentials“ ist eben lukrativ. Er ist aber auch hart umkämpft, weswegen es für Einsteiger wie Singer sicher nicht leicht sein wird, sich am Markt zu positionieren. Die eigenen Erfahrungen in diesem Bereich liegen zu weit zurück, als dass der Hersteller sich auf sie berufen könnte. Alles hängt daher davon ab, wie gut sich die Modelle in den ersten Praxistests schlagen werden, eine Einschätzung vorab fällt sehr schwer. In den Handel wird der Staubsauger in Kürze kommen. Angesetzt sind zum Verkaufsstart 99 EUR.




























