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Einschätzung unserer Redaktion zum Produkt Project Primary

Für wen eignet sich das Produkt?

Mit dem Pro-Ject Primary möchte die österreichische Marke ein maßgebliches Hindernis für neue und wiedergewonnene Fans der hohen Vinyl-Abspiel-Kunst aus dem Weg räumen: Die komplizierte Inbetriebnahme. Plattenspieler sind nämlich sensible Werkzeuge - fast egal, wie man sie konstruiert. Ein vor Erschütterungen einigermaßen geschützter Aufstellort ist sowieso Pflicht. Dann fängt die Arbeit jedoch erst an. Gerade bei audiophilen Prachtstücken muss häufig einiges montiert und justiert werden. Im Unterschied dazu will dieser bildhübsche Riemenantriebler trotz seiner beachtlichen Klang-Qualitäten als Plug&Play-Lösung durchgehen. Und tatsächlich, es funktioniert - im Ansatz jedenfalls.

Stärken und Schwächen

Leider springt der Apparat eben nicht anschlussfertig aus dem Karton. Für technikferne Plattenliebhaber sind das schlichte Beseitigen der Transportsicherungen und anfängliche Zusammensetzen durchaus eine Herausforderung. Was nur erwähnenswert ist, weil hier ja alles unglaublich einfach sein soll. Wirklich voreingestellt sind die für das Rillen-Abtasten zuständigen Elemente rund um den Tonarm und den mitgelieferten MM-Tonabnehmer Ortofon OM5e. So passen etwa der Auflagedruck und Anti-Skating-Mechanismus perfekt ab Werk. Zwar bringt das auf Anhieb viel von dem akustischen Charme rüber, der analogen Hörerlebnissen generell zu einer Renaissance verholfen hat. Allerdings muss dem vormontierten Tonabnehmer-System quasi ewige Treue schwören, wer es nicht doch noch mit Einstell-Komplikationen zu tun bekommen will. Zudem muss, wie bei sämtlichen Modellen des Herstellers, für den Wechsel der Abspielgeschwindigkeit der Riemen händisch umgelegt werden, wofür wiederholt ein bisschen manuelles Geschick abzurufen ist. Als besser verkraftbar stellt sich die Abwesenheit eines eingebauten Vorverstärkers dar, obwohl dies am Zielgerät einen speziellen Phono-Eingang oder externen Adapter erforderlich macht - aber vom Kunden als Zugeständnis an den Analog-Purismus aufgefasst werden kann.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Eigentlich ist eine klare Kaufempfehlung fällig, meist wird das Ding fantastisch laufen. Zum Augenschmaus für Minimalismus-Connaisseure kommt der in Relation zum Amazon-Kurs von knapp 200 Euro absolut überzeugende Sound-Charakter. Lediglich das Basisversprechen - auspacken, anschließen, loslegen - ist mit Vorsicht zu genießen: Analoge Plattendreher sind und bleiben heikle HiFi-Gerätschaften. Vergleichbar gelungene Modelle gibt es für ähnliche Beträge wohl nur in weniger schön, besonders hässlich ist der technisch exzellente Lenco L-3808 aber ebenfalls nicht.

von Richard Winter

Fachredakteur im Ressort Audio, Video und Foto – bei Testberichte.de seit 2019.

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Kundenmeinungen (119) zu Pro-Ject Primary

4,3 Sterne

119 Meinungen in 1 Quelle

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Datenblatt zu Pro-Ject Primary

Technik
Betriebsart Manuellinfo
Antrieb Riemen
Typ HiFi-Plattenspieler
Eigenschaften
Digitalisierung fehlt
78 U/min fehlt
Akku-/Batteriebetrieb fehlt
Externes Netzteil vorhanden
Konnektivität
Cinch vorhanden
USB fehlt
XLR fehlt
Bluetooth fehlt
WLAN fehlt
Klinke fehlt
Kopfhörer fehlt
Kartenleser fehlt
Ausstattung
Phonovorstufe fehlt
Eingebaute Lautsprecher fehlt
Abdeckhaube fehlt
Digitalisierungssoftware fehlt
Tonabnehmersystem mitgeliefert vorhanden
Auto-Stopp fehlt
Abmessungen & Gewicht
Breite 42 cm
Tiefe 33 cm
Höhe 11,2 cm
Gewicht 4 kg
Weitere Daten
Kassettendeck fehlt

Weiterführende Informationen zum Thema Project Primary können Sie direkt beim Hersteller unter project-audio.com finden.

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