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Typ: Jethelm
Werk­stoff: Poly­car­bo­nat
Inte­grierte Son­nen­blende: Ja
Ver­schluss: Rat­schen­ver­schluss
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Nexo Multi Jet im Test der Fachmagazine

  • „ausreichend“ (50 von 100 Punkten)

    Platz 7 von 7

    „Irreführend: Der Multi Jet ist kein echter Multihelm, dazu fehlt ihm die Zertifizierung. Immerhin sicherer als ein ‚nackter‘ Jet, aber für längere Touren taugt der billig gemachte Helm nicht.“

Einschätzung unserer Autoren

Nexo MultiJet

Irre­füh­ren­der Pro­dukt­name

Gibt es eine Daseinsberechtigung für so genannte Multihelme? Diese Frage hat unter Experten beinahe philosophische Tiefe. Diese Alleskönner schützen nur im geschlossenen Modus, frei und luftig ohne Kinnteil fährt es sich deutlich riskanter. Beim Nexo Multi Jet stellt sich die Frage in verschärfter Form. Denn der Produktname deutet zwar auf seine Multieigenschaften als Intergral- und Jethelm hin, für die er indes nicht zertifiziert ist. Ein Grund für die Motorrad (14/2013), den Helm nur mit einem „ausreichend“ ins Rennen zu schicken.

Trotz Produktbezeichnung kein Multihelm

Nur mit einer doppelten P/J-Homologation hätte der Nexo Multi Jet seinen Namen auch verdient. Dann wäre der Helm mit dem abnehmbaren Kinnteil sowohl als vollschützender Integralhelm als auch als offener Jethelm amtlich zugelassen. Das Kürzel P/J steht für Integral/Jet und führte bei einem Helmvergleich von 7 Multihelmen der Motorrad zur Erkenntnis, dass nur wenige Helmbauer sich mit ihren Multihelmen gerne auf den Prüfstand heben lassen. Ganz einfach deshalb, weil die ECE-Prüfung zu einem Zeitpunkt ratifiziert wurde, als es diesen Helmtyp noch gar nicht gab - ein Dilemma, das viele Hersteller offenbar in Nervosität versetzt.

Auch als Jethelm nicht empfehlenswert

Beim Nexo Multi Jet scheint die Nervosität auch aus einem anderen Grund berechtigt. Denn trotz seiner Bezeichnung ist er ein reiner Jethelm und hinsichtlich seiner Schutzfunktion im Vergleich zu offiziell P/J-homologierten Helmen entsprechend schlecht aufgestellt. Doch damit nicht genug: Auch in der Jethelm-Liga rankt er nur unter „ferner liefen“. Die Motorrad schreibt ihm zwar mehr Sicherheit zu als einem nackten Jethelm, „aber für längere Touren taugt der billig gemachte Helm nicht“ (Motorrad 14/2013). So oder so: Schlecht beraten ist also, wer ihn als Multi kauft, denn technisch ist er hiermit schlicht überfordert.

Punktabzüge bei Akustik und Aerodynamik

Passform und Futterhaptik gehen allerdings in Ordnung; auch das geringe Gewicht von nur 1.300 Gramm schont Hals- und Nackenmuskulatur. Ein weiteres Plus sahen die Prüfer im gut positionierten Kinnriemen und der einfachen Kinnteilmontage. Doch in der Rubrik Akustik und Aerodynamik musste er ordentlich Federn lassen. Bereits ab Tempo 60 werde es unter der Helmschale recht laut, hinzu kommen Zittern, Vibrieren und unangenehme Zugluft. Beschlagneigung und Nasenkontakt mit der Sonnenblende sprechen ebenfalls gegen den „billig gemachten“ Helm. Immerhin: Ein „ausreichend“ für einen vermeintlichen Multihelm, der sicherer als ein nackter Jet ist – das Ganze für kanpp 100 EUR (Amazon).

Aus unserem Magazin

Datenblatt zu Nexo Multi Jet

Erhältliche Größen
  • XS
  • S
  • M
  • L
  • XL
Allgemeines
Typ Jethelm
Werkstoff Polycarbonat
Größe & Gewicht
Gewicht 1400 g
Ausstattung & Eigenschaften
Innenfutter herausnehmbar/waschbar vorhanden
Integrierte Sonnenblende vorhanden
Verschluss Ratschenverschluss
Visier im Lieferumfang Klarsicht-Visier
Weitere Produktinformationen: Hybridhelm

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