Versagt ohne Isofix und enttäuscht mit hohen Schadstoffwerten
Stärken
guter Seitenaufprallschutz und mit Isofix guter Frontalaufprallschutz
kann sowohl vorwärts als auch rückwärts ins Auto eingebaut werden
sehr einfacher und schneller Einbau ins Fahrzeug
sehr gut bei Sitzumbau und Größenanpassung
Schwächen
mangelhafter Schutz beim Frontalaufprall bei Verwendung mit Autogurt
hoher Schadstoffgehalt
Anschnallen etwas aufwendiger
Textilbezug ist schwer vom Sitz zu entfernen und kann nur von Hand gewaschen werden
Sicherheit
Unfallschutz & Gurt
Schwach: Beim simulierten Frontalaufprall wird das Modell aus seiner Basis gerissen. Das erklärt sein mangelhaftes Abschneiden im Test. Bessere Ergebnisse erzielt er bei Verwendung mit Isofix. Zumindest im Prüfbetrieb tritt dieses Totalversagen dann nicht auf.
Komfort
Polster
Während Fachgutachter die Polsterung der Babyschale als dünn und die Beinauflage als unkomfortabel werten, geben die Käufer an, dass ihre Kinder sich sehr wohl darin fühlen. Im Zweifelsfall sind die kleinen Mitfahrer die besseren Tester im Hinblick auf die Bequemlichkeit.
Verstellfunktion
Das Fazit für Sitzumbau und Größenanpassung fällt gut aus. Allerdings können die Allerkleinsten ohne den Neugeborenen-Einsatz nicht mit dem Hosenträgergurt gesichert werden. Der Lieferumfang sieht aber nicht in allen Fällen eine Neugeborenen-Einlage vor.
Platzangebot
Das Platzangebot reicht aus, damit der Nachwuchs sich in der Babyschale auch wohl fühlen kann. Schade aber: Die Schale selbst nimmt mit ihrer Basis und dem Stützfuß relativ viel Platz im Fahrzeug ein.
Handhabung
Ein- & Ausbau
Einbau wie Ausbau funktionieren schnell und einfach.
Anschnallen
Das Kind lässt sich hier nur durchschnittlich gut anschnallen. Nutzer geben unterschiedliche Probleme an. Stiftung Warentest fasst die Probleme mit der Note Befriedigend zusammen. Mich würde es im Alltag stören, wenn ich mein Kind nicht ohne jegliche Umstände anschnallen könnte.
Reinigung
Schlecht kommt der Kindersitz bei allen weg, die zwischendurch den Textilbezug abnehmen und waschen wollen. Denn dieser lässt sich erstens nur schwer vom Sitz entfernen. Zweitens ist der Bezug nur von Hand waschbar. Beide Umstände sind für mich Ausschlusskriterien bei der Wahl eines Kindersitzes.
Materialqualität
Verarbeitung
Die Babyschale ist gut verarbeitet, doch sie enthält gesundheitsschädliche Chemikalien in höherer Konzentration. Stiftung Warentest straft das Modell dafür mit einem Ausreichend ab. Ich finde: zu Recht.
von Julia G.
15.01.2013
Varioguard
Flexibel in oder entgegen der Fahrtrichtung verwendbar
Mit einem erstaunlich flexiblen Einbausystem überzeugt der Hauck Varioguard, ein Kombinations-Kindersitz für Kinder ab der Geburt bis zu 18 Kilogramm. Zum einen kann er zusammen mit einer Isobase mittels Dreipunktgurt im Auto gesichert werden. Und zum anderen auch mit den Isofix-Verankerungspunkten des Fahrzeugs – in diesem Falle sogar entgegen der Fahrtrichtung und bis zu drei Jahren.
Passt auch in ältere Fahrzeuge
Schon ab der Geburt kann der Varioguard anstelle einer klassichen Babyschale genutzt werden. Zu diesem Zweck lässt er sich entgegen der Fahrtrichtung auf der Isofixbase montieren. Dank seiner ausgesprochen hohen Flexibilität lässt er sich auch von älteren Fahrzeugen nicht aus dem Konzept bringen, die nicht für Isofix vorbereitet sind. In diesem Falle wird der Normgruppen 0/I-Kindersitz schlicht mit dem Auto-Standardgurt gesichert. Ein Sitzverkleinerer wiederum soll Neugeborenen eine natürliche Schlafposition ermöglichen. Ab dem Sitzalter wahlweise vorwärts oder rückwärts Ab dem Sitzalter des Kindes wiederum, etwa dem neunten Lebensmonat also, setzt er seine Stärken vollends ein: Entweder wird das Kind weiterhin in Rückwärtsposition befördert oder wahlweise in Fahrtrichtung. Damit liegt er ganz auf der Linie vieler Experten, die den rückwärts gerichteten Transport für eine möglichst lange Zeit empfehlen. Denn auch nach dem Herauswachsen aus der Babyschale ist der empfindliche Nackenbereich noch immer nicht ausreichend entwickelt, um der Aufprallenergie standzuhalten. Die gesamte Zugspannung wirkt auf Wirbelsäule und Nacken. Isobase auch mit Autogurt fixierbar Die Isobase wiederum verfügt über einen Stützfuß, der für zusätzlichen Halt sorgt und die Vorwärtsrotation des Sitzes im Falle eines Frontalcrahs verhindert. Befindet sich im Fahrzeug keine Isofixanbindung, kann die Base per Dreipunktgurt arretiert werden. Wird das Kind in Fahrtrichtung transportiert, kann der Sitz in fünf Positionen verstellt werden. Solchermaßen variabel zeigt er sich auch in der Position der Kopfstütze, sodass von einer guten Absorption der Aufprallenergie im Falle eines Frontal- oder Seitencrahs ausgegangen werden kann.
Erfahrungsberichte oder Tests der Fachmagazine liegen derzeit noch nicht vor. Wer sich für den Varioguard entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man auf den flexiblen Transport des Kindes per Babyschale außerhalb des Fahrzeugs verzichten muss. Wer auf der Basis der recht ordentlichen Eckdaten bereits jetzt einen Versuch unternehmen möchte, findet den Varioguard in diversen Online-Shops (etwa Amazon) für rund 250 EUR.