Für wen eignet sich das Produkt?
Die Suche nach einem handlichen UKW-Radio können scharf kalkulierende Interessenten zufrieden abschließen, wenn sie sich näher mit dem Dynavox FMP3 Bass Boost befassen. Von den Abmessungen und vom Gewicht her entspricht es einem kleineren, aber etwas pummeligen Smartphone. Jeden Extra-Millimeter darf man loben, denn erst ein Mindestmaß an Resonanzraum erlaubt es dem Kistchen, manches Klangwunder zu vollbringen. Insbesondere der Bass setzt sich mit seiner wohligen Präsenz scheinbar locker über die Grenzen des hörphysiologisch Möglichen hinweg. Im Büro, Garten oder am Strand ist ein Mini-Rundfunkempfänger die schnelle Lösung für Live-Sportreportagen und die unkomplizierte Entertainment-Alternative zum Streamen. Der 800mAh-Lithium-Ionen-Akku hält im besten Fall einen ganzen Arbeitstag durch, aufladen lässt er sich über das beigelegte USB-Kabel. Was nicht beiliegt ist ein passender Netzadapter, aber den bekommt man mittlerweile überall. Bis dahin zieht man die Energie einfach am USB-Port eines Computers.
Stärken und SchwächenWäre das Gerät auch noch ein Design-Knaller - man könnte es nicht aushalten. Dass es aussieht wie eine Resteverwertung von Bauteilen aus den 1970er Jahren ist zum Vorteil des Kunden, denn entsprechend bescheiden positioniert der Hersteller das Ding im Marktumfeld. Der UKW-Empfang und die Trennschärfe sind vergleichsweise super, das Suchen und Speichern von Sendern klappt reibungsloser als bei anderen Radios dieser Klasse. Vorsichtshalber hat man gleich noch einen MP3-Player reingepackt. Der kümmert sich auf Wunsch um das Abspielen von Dateien, die auf MicroSD-Karten und USB-Sticks gespeichert sind - für beides sind entsprechende Schnittstellen integriert. Über den Lautsprecher kann man sogar externe, analoge Audioquellen abspielen, dafür gibt es einen eigenen 3.5mm-AUX-Anschluss. Einen weiteren der gleichen Dimension findet man als Kopfhörerausgang vor, der natürlich ebenso die Verbindung zu einer HiFi-Anlage oder Aktiv-Box herstellen könnte.
Preis-Leistungs-VerhältnisSelbstverständlich gibt es bei der Konkurrenz noch andere Mini-Radios mit verhältnismäßig riesigem Klang, aber für diesen Kurs? Amazon möchte nicht mal 20 Euro berechnen, zuzüglich Versand - das ist knapp über geschenkt. Noch ein bisschen kleiner ist der AGPtek R08, zu investieren wären nur ein paar Euro mehr. Eine Luxus-Variante wie der Sony XDR-P1DBP erfordert das Vierfache, dafür kann man dann zusätzlich DAB+ empfangen und sich wecken lassen.



























