Fotos wie im Studio zu Hause aufnehmen

Wer zuhause Bilder wie im Fotostudio aufnehmen möchte, findet zahlreiche Hilfsmittel, die eine professionelle Beleuchtung ermöglichen. Was für eine grundlegende Ausstattung benötigt wird und wie man auch mit kleinem finanziellem Aufwand professionelle Ergebnisse erzielt, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Die Lichtquelle: Studioblitz, Aufsteckblitz oder Dauerlicht?

Um eine passende Lichtsituation zu schaffen, die sich kreativ einsetzen und steuern lässt, gibt es verschiedene Sorten von Leuchtmitteln. Jede hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile und eignet sich für bestimmte Szenarien besonders gut.

Studioblitze - hohe Leistung für ausgedehnte Sessions

Stärken
  1. Hohe Lichtleistung
  2. Professionelle Funktionen
Schwächen
  1. Recht groß
  2. Meistens auf externe Stromquelle angewiesen
  3. Weniger flexibel positionierbar
  4. Hoher Preis

Professionelle Studio-Fotografen setzen in der Regel auf Studioblitze, die mit einer externen Stromquelle arbeiten und mit einem Lichtformer wie einer Softbox, einem Schirm oder einem Beauty-Dish kombiniert werden. Durch die Kombination mehrerer solcher Blitze und Former lassen sich unterschiedlichste Lichtsituationen schaffen. Der große Vorteil von Studioblitzen liegt in ihrer hohen Leistung. Dafür sind sie aber recht voluminös, schwer und nicht gerade billig.

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Aufsteckblitze - kompakte und günstige Alternative zum Studioblitz

Stärken
  1. Kompakt und transportabel
  2. Vielseitig einsetzbar
  3. Günstige Modelle verfügbar
Schwächen
  1. Meistens auf Akkus angewiesen
  2. Weniger leistungsstark als Studioblitze

Aufsteck- beziehungsweise Systemblitze eignen sich ebenfalls für den Einsatz im Studio. Denn genau wie Studioblitze können sie mit diversen Lichtformern kombiniert werden. Sie bieten zwar nicht die hohe Leistung von Studioblitzen und die Bedienung kann auf einem Lichtstativ etwas fummelig ausfallen, insbesondere die manuellen Versionen ohne automatische Belichtungsmessung (TTL) sind jedoch schon sehr günstig zu bekommen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sie recht leicht und kompakt sind und so auch unterwegs in den unterschiedlichsten Situationen eingesetzt werden können.

Godox TT685
TT685
  • Sehr gut 1,2
Neewer TT560
TT560
  • Sehr gut 1,3
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Dauerlicht - nicht nur für Videos zu gebrauchen

Stärken
  1. Ausleuchtung direkt sichtbar
  2. Für Videos geeignet
  3. Farbtemperatur häufig regulierbar
  4. unterschiedlichste Formen und Größen verfügbar
Schwächen
  1. Weniger Leistungsstark als Blitzgeräte
  2. Bewegungen können nicht „eingefroren“ werden

Dauerlicht erfreut sich gerade in Form von LED-Panels immer größerer Beliebtheit. Der Vorteil besteht darin, dass der Effekt, den das Licht produziert, jederzeit sichtbar ist und nicht erst auf dem fertigen Bild, wenn der Blitz gefeuert hat. So lassen sich die richtige Position, Ausrichtung und Intensität schnell und intuitiv finden. LED-Panels bieten zudem häufig die Möglichkeit, die Farbtemperatur per Regler zu justieren. Modelle werden in unterschiedlichsten Größen, Formen und Lichtstärken angeboten. Bei Vloggern und Youtubern besonders beliebt sind Ringleuchten, die eine kreisförmige Reflexion auf den Augen hinterlassen.

Neewer LED308C
LED308C
  • Gut 1,7
Manfrotto CROMA2
CROMA2
  • Sehr gut 1,0
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Softboxen: Weiches Licht

Um harte Schatten zu vermeiden, benötigen Sie einen Diffusor, der das Licht der Lichtquelle zerstreut. In vielen Fällen bietet sich dafür eine Softbox an, wobei es sich um eine Art Schirm handelt, der mit einem lichtdurchlässigen Tuch bespannt ist. Modelle für den Einstieg, die mit einem Aufsteckblitz kombiniert werden können, gibt es bereits für unter 50 Euro. Teilweise ist in den Angeboten schon ein Lichtstativ enthalten, auf dem Sie die Softbox und den Blitz anbringen können.

SMDV Diffuser-60
Diffuser-60
  • Sehr gut 1,0
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Schnell zur Hand und vielseitig: Reflektoren

Für jeden Fotografen, der gezielt mit Licht arbeiten möchte, gehört ein Reflektor zur Grundausstattung. Besonders praktische sind sogenannte 5-1-Reflektoren, die sowohl eine weiße, eine silberne, eine goldene als auch eine schwarze Fläche bieten und auch als Diffusoren genutzt werden können. Es gibt sie in verschiedenen Größen und da sie zusammengefaltet nur wenig Platz einnehmen und wenig wiegen, lassen sie sich auch unterwegs gut nutzen.

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Beispiel-Setup für unter 200 Euro

Die Einrichtung des eigenen Foto-Studios muss kein Vermögen kosten. Hier ein Beispiel, wie das Equipemt für ein Fotostudio für insgesamt rund 200 Euro zusammengestellt sein könnte (Kamera nicht inklusive). Als Beleuchtung kommen zwei Aufsteckblitze zum Einsatz, einer als Führungslicht und einer als Fülllicht oder Aufheller für den Hintergrund. Die Blitze können dabei entweder per Funkverbindung oder mit dem integriertem Blitz ihrer Kamera (Slave-Funktion) ausgelöst werden. Einfache Funkauslöser für Blitzgeräte sind für rund 25 Euro verfügbar.

Blitz 1

Speedlite YN-565EXII
  • Gut 1,7
  • 1 Test
  • 204 Meinungen
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Blitz 2

TT560
  • Sehr gut 1,3
  • 0 Tests
  • 6474 Meinungen
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Um ein weiches Führungslicht zu erhalten, eignet sich eine Softbox. Der Hersteller Neewer bietet Modelle für unter 30 Euro an, die mit einer Halterung für Aufsteckblitze ausgestattet sind.

Photo Studio Softbox 60 x 60 cm
  • Sehr gut 1,5
  • 0 Tests
  • 893 Meinungen
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Für einen sicheren Stand des Führungslichts sorgt ein Lichtstativ. Auch hier gibt es Modelle, die schon für weniger als 30 Euro angeboten werden.

WT-806 Lampenstativ
  • Sehr gut 1,5
  • 0 Tests
  • 1455 Meinungen
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Als Aufheller oder Diffusor für den zweiten Blitz kann ein 5-in-1-Reflektor herangezogen werden. Hier wird man schon für unter 20 Euro fündig.

5 in 1 Faltreflektoren Set
  • Sehr gut 1,2
  • 2 Tests
  • 976 Meinungen
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Und was ist mit dem Hintergrund?

Auch hierfür gibt es professionelle Lösungen mit unterschiedlichen Aufdrucken, Mustern und Verläufen. Oftmals tut es aber auch ein helles oder dunkles Laken.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann auch Tageslicht in der Studiofotografie genutzt werden?

Prinzipiell ja, große Fenster können an hellen aber bewölkten Tagen ein sehr schönes, diffuses Licht erzeugen. Problematisch wird es aber, wenn das Licht zu direkt durchs Fenster scheint, oder sich die Lichtverhältnisse draußen schnell ändern. Dann macht es Sinn, das Tageslicht für die Aufnahmen abzuschirmen.