Stärken
Schwächen
Foto: Vaude
Trekkingrucksäcke müssen ein großes Volumen fassen – Zelt, Schlafsack, Campingkocher und Kleidung für mehrtägige Touren müssen alle einen Platz finden. Das alles wiegt viel, kann aber mit dem richtigen Modell erstaunlich komfortabel getragen werden.
Trekkingrucksäcke für Touren mit Zelt und Schlafsack haben ein typisches Fassungsvermögen von 60 bis 80 Litern. Viele Modelle lassen sich durch das Deckelfach um weitere 10 bis 20 Liter erweitern. Für Expeditionen gibt es Modelle bis über 80 Liter.
Da Trekkingrucksäcke wesentlich mehr leisten müssen als etwa Tagesrucksäcke, sind sie speziell ausgestattet. Unterschieden wird zwischen Außengestellmodellen und Innengestellmodellen. Heute dominieren Rucksäcke mit Innengestellen: Sie sind leichter und weniger sperrig. Als Gestell dienen ein oder zwei Aluminiumschienen, ergänzt durch eine Rückenplatte aus Kunststoff oder – bei Topmodellen – aus Karbon. Letzteres reduziert das Eigengewicht spürbar, schlägt sich aber entsprechend im Preis nieder.
Beim Beladen hat man die Wahl zwischen Toplader, Frontlader und Kofferrucksack. Toplader sind die klassische Form: robust, weniger anfällig für Schäden, aber beim Suchen eines Gegenstands am Boden etwas umständlich. Frontlader öffnen sich vorn vollständig per Reißverschluss – das erleichtert das Einpacken, birgt aber das Risiko, dass der Inhalt durcheinandergerät. Kofferrucksäcke haben oft nur die Beladungsmöglichkeit von vorn. Tipps zum richtigen Packen des Rucksacks gibt es hier.
Das wichtigste Qualitätsmerkmal eines Trekkingrucksacks ist das Tragesystem: Schulterträger, Hüftgurt, Brustgurt und Rückenplatte müssen zusammenpassen und sich individuell einstellen lassen. Der Hüftgurt übernimmt dabei den Hauptteil des Gewichts und sollte auf dem Beckenkamm sitzen – nicht auf der Hüfte. Wer das falsch trägt, belastet unnötig Schultern und Wirbelsäule. Viele Hersteller bieten separate Modelle für Damen und Herren an, da unterschiedliche Körperproportionen ein angepasstes Tragesystem verlangen.
Trekkingrucksäcke im Test: Was Fachmagazine empfehlen
Die Stiftung Warentest hat bislang keinen eigenständigen Test für große Trekkingrucksäcke durchgeführt. Verlässliche Orientierung bieten stattdessen Fachmagazine wie outdoor, Bergsteiger und internationale Portale wie Outdoorgearlab. In aktuellen Tests 2024/2025 überzeugen vor allem Modelle von Osprey und Deuter regelmäßig durch Tragekomfort und ausgereiftes Tragesystem. Das outdoor-Magazin (02/26) vergab für den Deuter Access 55 einen Kauftipp – besonders für sein niedriges Gewicht und die gute Lastübertragung. Das Bergsteiger-Magazin lobte zuletzt den Ortovox Traverse 30 als komfortablen Tourenrucksack mit hervorragendem Sitz.Käuferinnen und Käufer berichten auf Plattformen wie Bergfreunde.de und Globetrotter vor allem über die Bedeutung der richtigen Rückenlängeneinstellung – wer diese einmalig falsch kalibriert, trägt unbequem, egal wie gut der Rucksack ist. Eine fachmännische Anpassung im Outdoor-Fachhandel ist bei Trekkingrucksäcken daher dringend empfehlenswert.






