Planschbecken

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    • ÖKO-TEST

    • Ausgabe: 7/2014
    • Erschienen: 06/2014
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    Planschschrecken

    Testbericht über 16 Planschbecken für Kinder

    Anbieter von Planschbecken aus weichem Kunststoff sind offensichtlich unfähig, schadstofffreie Kinderprodukte zu verkaufen. ... Testumfeld: Gegenstand des Vergleichs waren 16 Planschbecken. Diese erreichten Bewertungen von „sehr gut“ bis „ungenügend“. Ausschlaggebend für die Beurteilung waren die Testergebnisse der Inhaltsstoffprüfung sowie der weiteren Mängel.

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Ratgeber zu Kinder-Planschbecken

Immer noch die Weichmacher

PlanschbeckenKindern war es vermutlich schon immer eher gleichgültig, ob sich ihr Planschwasser in einer Schüssel, einem Eimer oder Planschbecken befand - Hauptsache, es kühlt und macht Spaß. Mit Ausnahme von wenigen Landbewohnern wird sich jedoch heute kaum noch ein Kind in der guten alten Zinkbadewanne draußen im Freien erfrischen – obwohl daran gar nichts verkehrt wäre. Denn betrachtet man sich die Testhistorie von Kinderplanschbecken, lässt die Evolution vor allem eines schmerzlich vermissen: Den Verzicht auf schädliche Inhaltsstoffe.

Der weiche Kunststoff ist häufig belastet

Denn die Anbieter von Planschbecken in heutiger Form – aufblasbar, schön weich und nach Gebrauch klein zusammenfaltbar – schaffen es offenbar nicht, das Planschvergnügen für die Gesundheit der Kleinen völlig gefahrenlos zu gestalten. Denn die unschöne Kehrseite des Weichplastiks sind Schadstoffe, die den an sich spröden Kunststoff PVC elastisch machen sollen. Schon in den Jahren 2002 und 2006 und drei Jahre später erneut war das Magazin Ökotest den sogenannten Phthalaten auf der Spur, die Hart-PVC in eine geschmeidige Form bringen sollten. Manche dieser Weichmacher sind aber zugleich als Auslöser für ein ganzes Spektrum von Gesundheitsstörungen bekannt. Einiger Vertreter wirken wie ein Hormon und gefährden die Fortpflanzungsfähigkeit, und erst seit 2005 existieren strenge gesetzliche Regelungen für Babyartikel und Spielzeug, das die Kleinen in den Mund nehmen können. Doch leider sind erhöhte Phthalatgehalte in Planschbecken aus Weich-PVC noch immer nachweisbar – sogar in den meisten der von Ökotest untersuchten Produkten (Ausabe 7/2014).

Viele agieren mit Ersatzweichmachern

Viele nahmhafte Hersteller weichen inzwischen auf Ersatzweichmacher wie DEHT und DINCH aus, die nach derzeitigem Forschungsstand tatsächlich keinen Einfluss auf die Hormonproduktion im Körper haben sollen – doch wie Experten vermuten, sind die Risiken ohne Langzeitstudien kaum seriös einzuschätzen. Wer sicher gehen will, setzt sein Kind daher entweder in ein Hartplastikprodukt wie eine Wassermuschel oder in einen der wenigen weichmacherfreien Mini-Pools etwa der Marke Roylbeach (TPU-Planschbecken 100 PVC Frei) oder Wehnke (Planschbecken WFF). Viele andere Planschbecken enthalten zwar nicht mehr die gefürchteten Phthalat-Weichmacher, setzen aber auf die noch nicht ausreichend erforschten Ersatzweichmacher. Man hat beinahe das Gefühl, es nur falsch machen zu können, wenn einfach nur eine Erfrischung zwischendurch gesucht wird. Andererseits: Ein Planschbecken ist kein Beißring. Wer darauf achtet, dass sich der Nachwuchs nicht an den Folienteilen festnuckelt, kann eine Menge zum gefahrlosen Planschvernügen beisteuern. Das ist anstrengend, lohnt sich aber. Denn das Planschen in der Sommerhitze ist etwas, das fast jeder Erwachsene als kostbare Kindheitserinnerung abgespeichert hat.

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