Das Wichtigste auf einen Blick:
- Geeignet für Geräte mit niedrigem bis mittlerem Energiebedarf
- In nahezu jeder Drogerie, jedem Supermarkt oder Elektronikmarkt erhältlich
- Erhältlich in den Größen AA, AAA, C, D, 9V und weiteren Formaten
- Für die Umwelt weniger vorteilhaft als wiederaufladbare Akkus
Egal ob Laptop, Smartphone oder Digitalkamera – elektronische Geräte für den Alltag mit hohem Energiebedarf beziehen ihre Kraft in der Regel aus einem Akku. Doch wann sind stattdessen klassische Batterien ohne Wiederauflademöglichkeit die bessere Wahl? Und wie unterscheiden sie sich hinsichtlich Größe, Leistung sowie Kosten?
Die Duracell Plus Power AA sind Alkaline-Batterien im Mignon-Format mit langer Haltbarkeit von bis zu 10 Jahren – zuverlässig für Alltagsgeräte wie Fernbedienungen, Taschenlampen und Spielzeug. (Bildquelle: amazon.de)
Batterietypen im Überblick: Alkali-Mangan gegen Kohle-Zink
Alkali-Mangan-Batterien zählen zu den am weitesten verbreiteten Typen und werden häufig in Geräten eingesetzt, die mit wenig Energie auskommen und nur gelegentlich verwendet werden, wie etwa Taschenlampen oder Waagen. Im Handel sind sie meist in den Formaten AA (Mignon) und AAA (Micro) erhältlich. Im Vergleich zu herkömmlichen Kohle-Zink-Batterien fallen sie teurer aus, bieten jedoch spürbare Vorteile, die ihren Preis gerechtfertigen. Sie besitzen eine höhere Kapazität und zeichnen sich durch eine geringere Selbstentladung aus, wodurch sich die anfänglich höheren Kosten schnell relativieren. Effektiv gerechnet kosten Alkali-Mangan-Zellen pro abgegebener Amperestunde etwa nur halb so viel wie Zink-Kohle-Batterien.Ein weiterer Pluspunkt der Alkali-Mangan-Batterien ist, dass ihre Spannung bei teilentladenem Zustand langsamer absinkt. Dadurch liefern sie auch bei geringer Ladung noch zuverlässig Strom. In Sachen Hochstrombelastbarkeit schneiden sie deutlich besser ab als Zink-Kohle-Batterien: Blitzlampen oder Alarmanlagen benötigen kurzfristig hohe Stromstärken, welche Zink-Kohle-Zellen schnell in einen kritischen Spannungsbereich bringen.
Sicherheit und Langlebigkeit
Außerdem punkten Alkali-Mangan-Batterien durch eine geringere Auslauffrequenz und höhere Sicherheit. Ähnlich robust sind moderne Lithium-Eisensulfid-Batterien, die neben großer Beständigkeit mit Lagerzeiten von 10 bis 15 Jahren beeindrucken. Diese Zellen eignen sich ausgezeichnet für Hochstromanwendungen, sind jedoch auch mit einem höheren Preis verbunden. Reine Lithium-Batterien bieten zwar vergleichbare Haltbarkeit, sind jedoch vor allem für langwierige und konstante Stromabgaben bei niedriger Leistung ideal, wie in Energiezählern oder Uhren. Testergebnisse belegen, dass Lithium-Batterien bei mittleren bis hohen Lasten etwa ein Drittel mehr Kapazität als vergleichbare Alkaline-Zellen bereitstellen und auch bei Kälte fast keine Leistungseinbußen zeigen.Panasonic und die Nickel-Oxyhydroxid-Technik
Besonders interessant sind die Nickel-Oxyhydroxid-Batterien des Herstellers Panasonic. Sie bieten eine konstantere Leistungsabgabe im Vergleich zu Alkali-Mangan-Zellen und verfügen zudem über eine bis zu doppelt so hohe Lebensdauer. Ergänzend besitzen sie eine hervorragende Hochstromfähigkeit, womit sie viele Vorteile der bisherigen Batteriearten kombinieren. Ein Nachteil ist jedoch die erhöhte Zellspannung von 1,7 Volt statt der üblichen 1,5 Volt. Diese höhere Spannung kann bei Geräten ohne Spannungsregler Schäden verursachen. Daher sollte vor dem Einsatz genau geprüft werden, ob das Gerät dafür geeignet ist.
Die Energizer Ultimate Lithium AA sind Lithium-Batterien mit 3.000 mAh Kapazität und bis zu 25 Jahren Lagerfähigkeit – besonders geeignet für energieintensive Geräte und den Einsatz bei extremen Temperaturen. (Bildquelle: amazon.de)
Wann sind Einwegbatterien sinnvoll und wann lieber Akkus?
Geräte mit hohem und regelmäßigem Strombedarf, wie kabellose Mäuse, Spielzeug oder Gamepads, profitieren meist von wiederaufladbaren NiMH-Akkus: Diese sind bis zu 500 bis 1.000 Mal wieder aufladbar und ersetzen somit hunderte Einwegbatterien. Für Anwendungen mit geringem oder unregelmäßigem Stromverbrauch – beispielsweise Fernbedienungen, Wecker, Rauchmelder oder Wetterstationen – sind Einwegbatterien die bessere Wahl, da Alkaline-Zellen ihre Ladung deutlich länger halten als Akkus. Zudem ist zu bedenken, dass laut Umweltbundesamt bei der Herstellung einer Einwegbatterie 40- bis 500-mal mehr Energie verbraucht wird als von ihr während der Nutzungsdauer abgegeben wird.Tipp: Verwenden Sie Einwegbatterien vorzugsweise für Geräte mit geringem Stromverbrauch. Häufig eingesetzte Verbraucher rentieren sich wirtschaftlich und ökologisch schnell mit NiMH-Akkus – schon nach wenigen Ladezyklen.


