Magen- / Darm-Medikamente Mittel für den sensiblen Verdauungstrakt
Der Verdauungstrakt, beginnend bei Mund und Magen über den Dünn- bis hin zum Dickdarm, ist wesentlich empfindlicher, als die meisten Menschen sich selbst eingestehen wollen. Vielerlei Faktoren können die Funktionalität dieses bis zu 12 Meter langen Schlauches beeinträchtigen. Egal, ob die Störung durch chemische, physikalische, organische oder psychische Ursachen hervorgerufen wird, die Reaktion kommt fast immer sofort und meist heftig. Die häufigste Irritation entsteht durch eine Übersäuerung des Magens – das Sodbrennen.
„Süß zieht Säure" sagt der Volksmund und liegt dabei nicht falsch – andere Reizstoffe wie Coffein, Alkohol, Sauer-Produkte, psychische Belastungen und blanker Stress sorgen ebenfalls für eine erhöhte Säureproduktion. Die im Magen enthaltende Salzsäure dient unter anderem des Desinfektion, greift aber andere Schleimhäute wie die der Speiseröhre aggressiv an. Hier helfen Antazida zur Neutralisierung der überschüssigen Magensäure, die das unangenehme Sodbrennen verursacht. Sollte die Einnahme dauerhaft erforderlich sein, ist eine genaue Untersuchung durch den Arzt und gegebenenfalls eine komplette Änderung der Lebens- und Essgewohnheiten erforderlich.
Bei Durchfallerkrankungen, die sich durch eine beschleunigte Peristaltik des Darms bemerkbar machen, gibt es verschiedene Medikamente, die zu einer Beruhigung führen. So sorgt das Medikament Immodium für eine stark verlangsamte Bewegung des Darms und sorgt für eine entsprechende Beruhigung. Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit leiden eher unter dem Gegenteil und müssen aufquellende Ballaststoffe zu sich nehmen, um den Darm überhaupt zu einer Tätigkeit anzuregen. Unangenehme Begleiterscheinung ist die Überblähung. Mehr Bewegung und entsprechende Ernährung schaffen hier schnelle Abhilfe.
Häufiges Erbrechen unterschiedlicher Herkunft wie z.B. die Reise- oder Seekrankheit wird vorwiegend mit zentral (im Gehirn) wirkenden Arzneien bekämpft.






















