Einschätzung unserer Autoren
Garmin nüvi-fone
Und es existiert doch...
Das Gamin-Asus nüvifone G60 soll das Beste aus den beiden Welten Smartphone und Navigationsgerät in sich vereinen. Das nüvifone wird dazu ein auf Linux basierendes Betriebssystem verwenden und Quadband-GSM sowie Triband UMTS mit HSDPA unterstützen. Die Konnektivität wird des Weiteren durch ein WLAN-Modul, Bluetooth und Mini-USB 2.0 unterstützt. Die Navigationssoftware von Garmin kann ein 3,55 Zoll großes Display nutzen, das die ungewöhnliche WQVGA-Auflösung von 272 x 480 Pixeln verwendet. Natürlich ist auch ein GPS-Modul vorhanden, die 3-Megapixel-Kamera bietet einen Autofokus und Geo-Tagging.
Angenehm groß ist der interne Speicher des nüvifones mit 4 Gigabyte Platz, der dank microSD-Speicherkartenslot um bis zu 16 Gigabyte erweitert werden kann. Überraschend klein ist hingegen der Akku, der nur 1.100 mAh Nennladung bieten soll. Für ein Smartphone mit solch großem Touchscreen-Display könnte das etwas wenig sein. Überhaupt muss sich das nüvifone den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein. Andere HighEnd-Modelle mit Touchscreen setzen bei dieser Displaygröße längst auf hochauflösende WVGA-Grafik, der Datenbeschleuniger HSDPA ist beim nüvifone zudem auf 3,6 MBit/s beschränkt – wo andere Smartphones längst 7,2 und teilweise sogar 14,4 MBit/s ermöglichen.
Allerdings sollte man mit einem endgültigen Urteil noch abwarten – bislang sind dies alles nur die aktuellen Gerüchte rund ums lang erwartete nüvifone. Endgültig wissen wir es erst, wenn das Handy endlich im Handel erhältlich ist. Doch sollten sich die Daten bewahrheiten, wird es auf dem Markt schwierig für das nüvifone. Denn vor anderthalb Jahren wäre all dies eine erstklassige Ausstattung gewesen. Jetzt dagegen findet sich das Mobiltelefon in der Gesellschaft dutzender ähnlich ausgestatteter Modelle wieder, die ebenfalls auf hochwertige Navigationssoftware zurückgreifen können. Das nüvifone wäre so nur noch ein GPS-Smartphone unter vielen.
Garmin nüviphone
Kommt noch später...
Damit wurde das Garmin-Asus nüvifone G60 ein weiteres Mal verschoben – ob das Handy überhaupt noch jemals erscheinen wird? Schließlich wurde es bereits im Januar 2008 vorgestellt und sollte im Herbst des gleichen Jahres zu bekommen sein. Damals hieß das Handy noch nüvifone ohne den Zusatz G60. Lange Zeit blieb es dann still um das Gerät, und die Gerüchte prophezeiten bereits mehrfach eine Verschiebung des Starttermins. Mitte 2008 wurde der Marktstart auch offiziell nach hinten verschoben.
Doch offensichtlich konnte man selbst diesen nicht mehr einhalten. Doch so langsam stellt sich die Frage, wer so ein Gerät noch braucht? Als das nüvifone vor bald anderthalb Jahren angekündigt wurde, da war es aufgrund der Verbindung eines Navigationsgerätes mit Touchscreen-Bedienung und Mobiltelefonie ein echter Geheimtipp. Mittlerweile jedoch kann so ziemlich jedes Smartphone mit GPS professionelle Navi-Software nutzen, und Touchscreen-Handys gibt es wie Sand am Meer...
Garmin nüvi-fone
Mit dem Navi das Auto wiederfinden
Denn wird das GPS-Phone aus der mitgelieferten Autohalterung entnommen, merkt es sich automatisch die aktuelle Position. Bei der Rückkehr kann man so sein Auto auch auf dem größten Parkplatz der Welt wiederfinden... Zusätzlich ermöglicht die Funktion die Ausgabe der exakten Positionsdaten und Adressen umliegender Krankenhäuser, Polizeistationen und Tankstellen. Darüber hinaus bietet das nüvifone G60 eine Applikationssammlung namens Connected Services, die Verkehrsinformationen, Wetterdaten, Party-Termine oder Flugzeiten liefern kann. Dank der Anwendung Ciao! kann sich der Nutzer zudem mit sozialen Netzwerken verknüpfen und den jeweiligen Standort seiner Freunde auf Karten anzeigen lassen. Ach ja, Karten: Die wird das nüvifone G60 natürlich auch besitzen. Es enthält Garmins aktuelle Navigationssoftware mit Kartenmaterial für Ost- und Westeuropa sowie Nordamerika.
Anders als das neu vorgestellte nüvifone M20 sieht man dem G60 die Verwandtschaft zu den Navigationsgeräten der Herstellers auch deutlicher an. Das 3,55 Zoll große Display dürfte sich erheblich besser für die Nutzung als Navi eignen. Schade nur, dass das nüvifone G60 mit einer Auflösung von 272 x 480 Pixeln angesichts dieses großen Displays erstaunlich schwachbrüstig auftritt und zudem erneut verschoben wurde: Jetzt wird das zweite Quartal 2009 als Starttermin genannt. Wenn Garmin so weitermacht, werden bald auch die letzten nüvifone-Interessenten notgedrungen andere Handys mit GPS-Funktionen gekauft haben...
Garmin nüviphone
Endlich offizielle Präsentation auf dem MWC 2009
Gleichsam sank die Begeisterung der Beobachter und machte zunehmend Skepsis Platz: Würde das Garmin nüvifone so spät überhaupt noch potenzielle Kunden und die Presse begeistern können? Schließlich war ein Touchscreen-Smartphone mit GPS-Empfänger Anfang 2008 noch eine kleine Sensation – mittlerweile aber gibt es solche Handys von vielen Herstellern. Doch Mitte Februar 2009 werden wir wissen, ob das nüvifone überhaupt noch von Interesse ist: Dann soll es als Garmin-Asus nüvifone G60 offiziell präsentiert werden. Die Markteinführung ist anschließend für die erste Jahreshälfte 2009 geplant.
Und was denken Sie vom nüvifone? Kann es auf dem hart umkämpften Markt Mitte 2009 überhaupt noch Lorbeeren ernten?
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Wird das Nüvifone ein Android-Handy?
Diese Tatsache lässt nun die Gerüchteküche im Internet kochen: Würde Garmin beim Nüvifone auf Android setzen, gäbe es zum Einen einen plausiblen Grund für die doch deutliche Verschiebung des Veröffentlichungstermins. Zum Anderen würde das Smartphone dadurch mit einem Schlag wieder interessanter für den Endkunden – denn damit hätte das Nüvifone wieder ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Zumindest unter den für die mobile Navigation spezialisierten Handys. Jetzt sollte Garmin nur zügig sein und den Termin nicht noch weiter nach hinten verschieben – denn 2009 wird auch das Jahr vieler anderer Android-Smartphones. Daher könnte dieser Vorteil schnell verpuffen, wenn man sich zu viel Zeit ließe.
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Garmin verschiebt das Nüvifone auf 2009
Nun also erst irgendwann im ersten Halbjahr 2009. Garmin gerät damit zunehmend in eine böse Klemme. Denn das Smartphone mit dem großen Touchscreen hätte Mitte 2008 aufgrund des integrierten GPS-Empfängers und der Profi-Navigationssoftware von Garmin sicher am Markt einschlagen können. Doch Anfang 2009 werden schwergewichtige Konkurrenten erscheinen: Unter anderem das T-Mobile G1 und der HTC Touch HD. Die neue Generation an Touchscreen-Handys kann alles, was das Nüvifone auch kann – von der Navi-Software vielleicht einmal abgesehen. Es steht zu befürchten, dass Garmin seine wichtigste Waffe leichtfertig aus der Hand gegeben hat: Den zeitlichen Vorsprung.






