Das Wichtigste auf einen Blick:
- Fünf klassische Skate-Typen plus Freeskate/Urban als etablierte sechste Kategorie
- Rollengröße und Rollenhärte als zentrale Kaufkriterien
- Fitness-Skates als beliebteste Kategorie für Einsteiger und Freizeitsport
- Spezialisierte Typen für Tricks, Geschwindigkeit, Hockey und Gelände
Wer Inline-Skates kaufen möchte, steht vor einer großen Auswahl. Es gibt eine nahezu unüberschaubare Vielfalt an Modellen in unterschiedlichsten Farben, Größen und Preisklassen. Um die Entscheidung zu erleichtern, sollte man zuerst herausfinden, welchem Fahrertyp man zuzuordnen ist. Denn im Grunde lassen sich Skater in sechs Hauptkategorien einteilen, die jeweils Skates in diversen Preisklassen umfassen.
Die beste Wahl für Einsteiger
Die größte Nutzergruppe stellen die
Fitness-Skates dar. Auch bekannt als Fun-, Freizeit- oder Recreational-Skates, sind sie vor allem bei Anfängern sehr beliebt. Sie zeichnen sich durch hohen Tragekomfort und eine leicht zu beherrschende Fahrweise aus. Die Preisspanne variiert stark, je nachdem wie Ausstattung, Komfort und Verarbeitung gestaltet sind. Anders als bei spezialisierten Skates liegt hier der Fokus primär auf einer bequemen Passform. Hochwertige Kugellager sind zwar nett, werden im Freizeitbereich meist nicht als wichtig empfunden. Entscheidend ist, dass der Schuh stets gut sitzt.
Die optimale Rollengröße: Größer bedeutet schneller
Neben der Passform ist auch die Größe der Rollen ein wesentliches Kriterium beim Kauf von Inline-Skates. Kleinere Rollen sind wendiger und beschleunigen leichter, während größere Rollen höhere Geschwindigkeiten ermöglichen und Unebenheiten besser dämpfen.
Anfänger sollten lieber kleinere Rollen wählen, da diese stabiler wirken. Erwachsene steigen am besten mit Rollen um 80 mm ein und können bei zunehmender Erfahrung auf größere Durchmesser bis hin zu 100 oder 110 mm wechseln. Kinder sind je nach Alter eher mit 60–70 mm großen Rollen gut beraten.
Rollenhärte: Härtere Rollen fahren schneller
Inline-Skate-Rollen bestehen aus Kunststoff- und Elastomer-Mischungen und unterscheiden sich durch den Härtegrad, gemessen in Durometer (Abk. A). Je härter die Rollen, desto geringer der Fahrkomfort und die Haftung – besonders auf nassem oder sehr glattem Asphalt. Im Gegenzug ermöglichen sie durch geringeren Rollwiderstand höhere Geschwindigkeiten.
Bei Allround-Skates liegen die Rollenhärten meist zwischen 78A und 84A. Für Einsteiger sind weichere Rollen zu empfehlen.
Skates für anspruchsvolle Fahrweisen
Aggressive-Skates sind gezielt für sportliche und raue Fahrstile konzipiert. Sie eignen sich bestens für Halfpipe, Miniramp und verschiedenste urbane Hindernisse. Sie verfügen über kleine, besonders harte Rollen und bieten nach Sprüngen einen sicheren Stand. Zudem sind sie oft mit Grindblöcken ausgestattet und besitzen einen größeren Abstand zwischen zweiter und dritter Rolle, um das seitliche Gleiten auf Geländern – das sogenannte Grinden – zu erlauben.
Wenn Geschwindigkeit an erster Stelle steht
Dagegen fällt die maximale Geschwindigkeit bei Aggressive-Skates niedriger aus, und lange Strecken erfordern mehr Kraftaufwand. Das komplette Gegenteil bilden die
Speed-Skates. Mit besonders großen Rollen ab 100 mm und einem niedrigen Schuh sind sie ausgesprochen schnell. Moderne Speed-Skates sind heute häufig als Triskates mit drei Rollen erhältlich, die noch größere Durchmesser von bis zu 125 mm erlauben und dabei besonders rolleffizient sind. Klassische Vier-Rollen-Setups sind ebenfalls weiterhin verbreitet. Alle Speed-Skate-Varianten kommen ohne Stopper aus, wirken gerade am Anfang weniger stabil und sind deshalb perfekt, um große Distanzen schnell zurückzulegen – im städtischen Verkehr sind sie wegen fehlender Stoppermöglichkeiten aber weniger geeignet.
Wendig in der Stadt: Freeskate- und Urban-Skates
Eine heute fest etablierte Kategorie, die im ursprünglichen Fünf-Typen-Schema noch fehlte, sind Freeskate- und Urban-Skates. Sie vereinen einen steifen, stützenden Hartschuh mit einer kurzen Schiene und Rollen zwischen 76 und 90 mm. Damit sind sie besonders wendig und ermöglichen präzises Fahren in urbanen Umgebungen, auf engen Wegen sowie das Erlernen von Tricks und Slalom-Figuren. Freeskates gelten als vielseitige Allrounder für Fortgeschrittene und werden von Stadtskaterinnen und -skatern ebenso genutzt wie von Slalom-Enthusiasten. Im Gegensatz zu Fitness-Skates verfügen sie meist über keinen Stopper.
Der Kompromiss für fortgeschrittene Fahrer
Hockey-Skates kommen meist ebenfalls ohne Stopper aus. Sie ähneln äußerlich den normalen Fitness-Skates, sind aber durch ihre hohe Belastbarkeit schneller und wendiger. Sie gelten als leistungsstarke Fitness-Skates, spielen jedoch vor allem im Inline-Hockey ihre Stärken aus. Für die Freizeit sind sie wegen fehlendem Stopper und ihrem vergleichsweise hohen Preis weniger sinnvoll.
Skaten auf unebenem Terrain
Etwas außerhalb des Mainstreams stehen Offroad-Skates. Diese Kategorie ermöglicht das Fahren abseits befestigter, sandfreier und ebener Flächen. Dank besonders großer, oft aufblasbarer Rollen lässt sich mit ihnen auch über Parkwege und Rasenflächen rollen. Für Einsteiger eignen sich diese Modelle wegen ihres besonderen Fahrgefühls aber weniger, da es stark von anderen Typen abweicht. Alle zuvor genannten Skatetypen sind übrigens sowohl in speziellen Varianten für
Herren als auch
Damen erhältlich.