Einschätzung unserer Autoren
Asus Eee Pad Transformer Prime (64 GB)
Im Test: WLAN-Probleme (fast) behoben
Vor allem zu Beginn der Vermarktung sorgten die WLAN-Probleme für ein massives Image-Problem. Von einem nur halb fertigen und übereilt auf den Markt geworfenen Produkt war die Rede. Und zahllose Kunden berichteten in Foren enttäuscht bis wütend, dass sie ihr Prime wieder zurückgegeben hätten. Der Fehler selbst war schnell gefunden: Das Metallgehäuse des Tablets sieht nämlich nicht nur wunderschön elegant aus, es dämpft auch deutlich die Signalstärke des integrierten WLAN-Chips.
Firmware-Update brachte Besserung...
Doch Asus versprach: Ein Firmware-Update werde trotzdem Besserung bringen. Mittlerweile sind die ersten Chargen mit dem Update an die Kundschaft verteilt worden und die Frage ist natürlich: Wie sieht der WLAN-Empfang jetzt aus? Testberichte.de hat sich auf ganz herkömmlichen Wege über Amazon (599,-) ein Transformer Prime besorgt und einen eigenen Test durchgeführt. Die anfänglichen Befürchtungen haben sich dabei zum Glück nicht bestätigt: Das Tablet bekam anders als ein früheres Testgerät mühelos Kontakt zu den WLAN-Netzen der Umgebung.
Sowohl im Firmennetz als auch im einfachen Heimnetzwerk über eine klassische FRITZ!-Box funktionierte der Internetzugang nunmehr, unterwegs auf der Straße fand das Prime nahezu überall eine ganze Reihe von Netzen. Die Herstellung der Verbindung ist unkompliziert: Einfach das Netz ausgewählt, das Passwort eingegeben – und die Verbindung steht. Der Scan geschieht automatisch, sowie das WLAN-Menü geöffnet wird. Einmal durchgeführt, steht die Verbindung künftig noch schneller: Das Tastaturdock besitzt eine praktische Schnelltaste für den Aufbau und das Abschalten der WLAN-Verbindung.
... aber kein perfektes Signal
Doch auch wenn die größten Verbindungsprobleme behoben wurden: Perfekt ist die WLAN-Verbindung sicherlich nicht. Im Vergleich zu einem parallel getesteten Sony Xperia S zeigt das Prime manchmal einen Balken Empfangsqualität weniger als das Smartphone. Und das kann im Zweifel eben darüber entscheiden, ob ein YouTube-Video noch ruckelfrei lädt oder eben nicht. Unserer Erfahrung nach liegt die kritische Grenze dafür bei zwei Balken Empfangsstärke – dann kann zwar noch ordentlich gesurft werden, YouTube-Videos laden aber kaum noch.
Und um noch zwei Anwendungsbeispiele zu nennen: Zwei Balken Empfangsstärke und magere 6 bis 19 MBit/s Datenrate im WLAN-Netz zeigt das Prime beispielsweise dann, wenn zwischen FRITZ!-Box und Tablet zwei Wände liegen: eine dünne mit 20 bis 30 Zentimetern Stärke (reiner Stein) und eine tragende Wand mit 60 Zentimetern Stärke (Stahl-bewehrt). Dann ist das Laden von Videos nahezu unmöglich oder zumindest ein Vorgang von mehreren Minuten. Liegt dagegen nur die dünne Wand dazwischen, geht das Signal auf drei bis vier Balken (Vollausschlag) hoch und das Arbeiten ist wieder komplett problemfrei bei 56 bis 72 MBit/s möglich.
Fazit: Die aktuell ausgelieferten Transformer Prime sollten die meisten Anwender zufrieden stellen. Die WLAN-Verbindung funktioniert - ein ordentliches Netz vorausgesetzt - deutlich besser als die teils harsche Kritik im Netz Glauben machen will. Wer jedoch ohnehin in seinem Haus mit einem schwachen WLAN-Netz kämpft, sollte sich vielleicht überlegen, wie er dieses zunächst aufrüstet.
Asus Eee Pad Transformer Prime (32 GB)
Nicht mehr zu Weihnachten 2011
Denn wie der Hersteller noch einmal auf seiner deutschen Facebook-Seite bestätigt hat, bleibt es hierzulande beim Starttermin Ende Dezember / Anfang Januar. Damit ist Acer Spekulationen entgegen getreten, wonach einige Händler angeblich noch vor Weihnachten mit ersten Chargen des Super-Tablets gerechnet hatten. Diese Versprechungen haben sich nun als ein wenig vollmundig erwiesen. Dabei ist auch festzuhalten: Acer selbst ist nichts vorzuwerfen. Das Unternehmen hatte von Anfang an von einem Marktstart zum Jahreswechsel gesprochen.
Auch, wenn nun die Hoffnungen zahlloser deutscher Android-Fans zerschlagen wurden, ist der verspätete Start vielleicht nicht einmal von großem Nachteil. Denn aktuellen Gerüchten zufolge kämpft Acer noch mit einem unerwartet schwachen WLAN-Empfang seines Tablets. So bleibt die Hoffnung, dass das Problem bis dahin noch erkannt und behoben werden kann – eventuell mit Hilfe eines dann bereits beim Verkauf eingespielten Software-Updates. Ferner soll bereits im Januar 2012 begonnen werden, das Gerät mit Android 4.0 auszustatten. Deutsche Käufer könnten also zu den ersten gehören, die nicht erst eigenhändig upgraden müssen, sondern ab Werk von Android 4.0 profitieren.
Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist schließlich in mehrerer Hinsicht ein Novum: Als erstes Tablet soll es Android 4.0 einsetzen, als erstes auch den Quad-Core-Chipsatz von Nvidia bieten. Dieser arbeitet mit vier Prozessorkernen á 1,3 GHz Taktrate, die um einen Hilfskern mit 500 MHz ergänzt werden. Werden keine aufwendigen Rechenoperationen durchgeführt, schlummern die vier Hauptkerne und nur der Nebenkern arbeitet. Dies soll einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch erzeugen.
Weitere Ausstattungsmerkmale des Prime sind 1 Gigabyte Arbeitsspeicher, ein 10,1 Zoll großes Display mit 1.280 x 800 Pixeln Auflösung und Gorillaglas-Schutz, eine 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Licht, eine 1,2-Megapixel-Kamera für die Videotelefonie sowie HDMI, WLAN nach 802.11 b/g/n und eine 3,5mm-Klinke. Zentrales Verkaufsargument ist ferner in der 32-Gigabyte-Version das mit ausgelieferte Laptop-Dock, welches als ansteckbare QWERTZ-Tastatur und Zusatzakku fungiert. Auf diese Weise wird aus dem Tablet-PC mit einem Steckvorgang ein kleines Notebook.
Asus Transformer TF201
Bietet eine fast durchweg brachiale Ausstattung
Das Transformer Prime bietet aber auch darüber hinaus hervorragende Technik. Der 10,1 Zoll große Touchscreen besitzt eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und wird durch kratzfestes Gorillaglas geschützt. Das Display soll sich bei Sonneneinstrahlung vergleichsweise gut ablesen lassen. Auf der Rückseite gibt es eine 8 Megapixel starke Digitalkamera mit Autofokus und LED-Licht, auf der Vorderseite eine 1,2-Megapixel-Kamera für Videotelefonate. Ergänzt wird dies um Bluetooth, HDMI und eine 3,5mm-Klinke. Datentransfers erfolgen per WLAN nach 802.11 b/g/n, UMTS wird zumindest in der ersten Variante nicht unterstützt. Es könnte aber gut sein, dass eine 3G-Variante noch nachgereicht wird.
Tatsache ist in jedem Fall, dass es wie beim Vorgänger ein sogenanntes Mobile Dock geben wird: Eine ansteckbare Tastatur, welche das Tablet in ein Netbook verwandelt. Das Dock besitzt einen USB-Anschluss und einen microSD-Speicherkartensteckplatz. Ferner befindet sich auch im Dock ein Akku, der die Gesamtlaufzeit von sonst rund zwölf Stunden auf insgesamt 18 Stunden erhöht. Als Betriebssystem kommt zunächst Android 3.2 zum Einsatz. Ein Update auf die neueste Version Android 4.0 will Asus anbieten, der Zeitplan dafür wurde jedoch nicht bekannt.
Einziger Wermutstropfen angesichts dieser brachialen Ausstattung: Ausgerechnet beim Arbeitsspeicher hat sich Asus vergleichsweise knauserig gezeigt. Mit 1 Gigabyte ist das Tablet zwar prinzipiell gut gerüstet – anders als beim Prozessor wurde hier aber nicht für die Zukunft vorgesorgt. Und das ist es auch, was vereinzelt (und berechtigt) Kritik hervorruft: Eine enorme Prozessorleistung mag verlockend fürs Marketing sein, wirklich benötigt wird sie bei 99,9 Prozent der Android-Apps aber nicht. Viel wichtiger ist das RAM für einen reibungslosen Betrieb auch mehrerer, speicherfressender Apps parallel. 2 Gigabyte hätten es hier ruhig sein dürfen – wenn man schon beim Chipsatz dermaßen aufs Gaspedal drückt.
Trotzdem bleibt der Tablet-PC natürlich ein absolutes Topmodell, das sein Geld im Vergleich zur aktuell erhältlichen Konkurrenz sicherlich wert ist. Es wird in Deutschland in allen Varianten 600 Euro kosten: Als 64-Gigabyte-Modell oder als 32-Gigabyte-Modell mit der Docking-Tastatur.
Asus Transformer TF 201
Quad-Core-Prozessor bestätigt
Aber nicht nur der verwendete Chipsatz lässt aufhorchen. Das Asus Eee Pad Transformer Prime wird auch bei den restlichen Eckdaten ordentlich an der Leistungsschraube drehen. So soll beispielsweise der laut Fotos 3.380 mAh starke Akku (25 Wh) für eine Laufzeit von enormen acht Stunden sorgen. Das klingt für ein Tablet mit 10,1 Zoll Bilddiagonale und dieser Hardware-Ausstattung fast unglaubwürdig. Andere Tablets benötigen 5.000 bis 6.000 mAh für solche Laufzeiten.
Eventuell ist der verwendete Chipsatz aber auch unglaublich sparsam gegenüber bisher verwendeten Prozessoren. Alternativ könnte es sich um einen Dual-Akku handeln, bei dem schlichtweg zweimal 3.380 mAh Nennladung bereitstehen. So oder so: Acht Stunden Laufzeit sind ein echtes Kaufargument für das neue Eee Pad. Hinzu kommt, dass auch der Nachfolger des ersten Eee Pad Transformer wieder mit einer ansteckbaren Tastatur ausgerüstet werden kann, welche dank integriertem Zusatzakku die Laufzeit noch einmal verdoppelt.
Weitere bekannte Eckdaten sind ein GPS-Empfänger, die Unterstützung von WLAN und Bluetooth sowie die Verwendung des Betriebssystems Android 3.2 Honeycomb. Ursprünglich war sogar mit der nagelneuen Version Android 4.0 Ice Cream Sandwich gerechnet worden, doch wird dieses Update nun wohl erst nachgeliefert werden. Wann das Tablet im Handel erhältlich ist und zu welchem Preis, das will Asus noch bekannt geben.
Asus Eee Pad Transformer 2
Erstes Tablet mit Nvidia Tegra 3?
Somit dürfte es sich um den Nachfolger des Asus Eee Pad Transformer handeln, das unter der Modellnummer TF101 firmiert. Aufgetaucht sind die Benchmark-Ergebnisse auf der Website „GLBenchmark“, und die Ergebnisse können sich dabei mehr als sehen lassen. So erreichte der geheime Prototyp im Test „Egypt Offscreen 720p“ 53 Bilder je Sekunde. Uneingeweihten, die sich darunter nichts vorstellen können, hilft vielleicht der Benchmark des aktuellen Acer Iconia Tab A500 als Vergleich: Das hat im gleichen Test nämlich nur 21 Bilder pro Sekunde geschafft.
Dieses und weitere Ergebnisse legen nahe, dass das Asus Eee Pad Transformer 2 mit dem neuen Chipsatz Nvidia Tegra 3 ausgestattet sein wird – denn bisherige Chipsätze könnten kaum einen solchen Unterschied erreichen. Auch passen die Werte gut zur Einschätzung Nvidias, wonach die CPU-Leistung des neuen Prozessors doppelt so hoch ausfalle wie beim Vorgängermodell, die Grafikleistung sogar dreimal so hoch.
Unbekannt ist angesichts der noch sehr mageren Informationslage aber noch, mit welcher Ausstattung die Nutzer beim neuen Eee Pad Transformer 2 rechnen dürfen. Sicher dürfte nur sein, dass es sich auch diesmal wieder um einen Tablet-PC handeln wird, der mit einer separat erhältlichen Dockingstation in ein Mini-Notebook mit QWERTZ-Tastatur umgewandelt werden kann. Erfreulich wäre es, wenn das Display der kommenden Variante etwas besser ausfiele – dies musste sich in Tests öfter einmal den Vorwurf gefallen lassen, ungleichmäßig ausgeleuchtet zu sein und zu stark zu spiegeln.












