Das Wichtigste auf einen Blick:
- Wi-Fi 5 (802.11ac) noch immer zuverlässiger Standard
- Wi-Fi 7 etabliert sich langsam am Markt
- WPA2 sorgt für relativ hohe Sicherheit
- WLAN-Leistung hängt vom Aufstellungsort des Routers ab
- USB 3.0 für Media-Streaming optimal
In unserer heutigen Zeit, in der das Internet ein fester Bestandteil des Alltags ist, spielt die Wahl des passenden Routers eine entscheidende Rolle. Ein zuverlässiger Router gewährleistet nicht nur eine stabile Internetverbindung, sondern überzeugt auch durch Sicherheit, Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit. Wie Router in Tests unter die Lupe genommen werden und welche Aspekte vor dem Kauf wichtig sind, erfahren Sie im Folgenden.
Wie bewerten Testmagazine Router in ihren Testberichten?
Im Mittelpunkt der Tests steht stets die tatsächliche Leistung eines Routers im Alltag. Dabei fällt auf, dass die gemessene Performance häufig von der in der Technik angegebenen Maximalleistung abweicht. Tester platzieren den Router typischerweise in einer Wohnung und erfassen die Übertragungsraten in verschiedenen Räumen mit unterschiedlichen Geräten. So beschreibt etwa die PC Games Hardware in ihren Vergleichstests bis zu vier verschiedene Szenarien, die unterschiedliche Stellen im Raum und damit verbundene Hindernisse berücksichtigen.Neben dem etablierten AC-WLAN-Standard, der eine schnellere Datenübertragung über 2,4 und 5 GHz gleichzeitig ermöglicht, tragen Funktionen wie MU-MIMO oder Beamforming dazu bei, das Signal gezielt zu verstärken und die Leistung an den Geräten zu erhöhen. Der aktuell verbreitete Standard „802.11be“, häufig als „WiFi 7“ bezeichnet, übertrifft die üblichen Internetbandbreiten in Haushalten spielend mit seinen theoretischen Übertragungsraten.
Gaming-Router wie der Asus RT-AC88U bieten enorme Leistung und meist einen umfangreichen Funktionsumfang – allerdings zu einem vergleichsweise hohen Preis. (Bildquelle: amazon.de)
Besitzen Sie ein größeres Haus und wünschen sich auch in den entlegensten Ecken ein starkes WLAN-Signal, oder sind Sie unzufrieden mit der aktuellen WLAN-Performance? Unser Ratgeber gibt hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr WLAN-Signal verbessern können. Außerdem erklären wir wichtige Spezialfunktionen, damit Sie wissen, worauf es beim Kauf eines hochwertigen Routers wirklich ankommt.
Die besten Router in puncto Übertragungsgeschwindigkeit
| Maximale Datenübertragungsrate | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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Je umfangreicher die Funktionen eines Routers sind, desto besser fällt auch die Bewertung hinsichtlich der Ausstattung aus. Allerdings bedeutet dies für den Nutzer oft auch, dass mehr Einstellungen vorgenommen werden müssen. Je nach Benutzeroberfläche kann die Konfiguration sowohl einfach als auch komplex sein.
AVM gilt allgemein als Hersteller, dessen Menüführung sehr benutzerfreundlich ist und viele Erklärungen sowie Hilfen integriert. Asus überzeugt hingegen mit einem umfangreichen Interface, das zahlreiche Informationen übersichtlich bereitstellt.
Wichtig für die Flexibilität eines Routers ist auch das Anschlussangebot. Verfügt ein Gerät über USB-Anschlüsse (ideal sind USB 3.0-Ports), lassen sich externe Speichermedien oder Drucker einfach kabellos nutzen. Vereinzelt messen Tester auch die Geschwindigkeit solcher Anschlüsse, was besonders für das Streaming via Mediaserver von Bedeutung ist.
Welche Vorteile bietet der Übertragungsstandard WiFi 7?
Das offizielle Logo des aktuell modernsten WLAN-Standards. (Bildquelle: Wifi Alliance)
Während Router bisher durch komplizierte Bezeichnungen wie „802.11ax“ gekennzeichnet waren, hat sich mit der letzten WLAN-Generation die Namensgebung geändert. Die Standards werden nun einfach durchnummeriert: AC-WLAN entspricht WiFi 5, der aktuell gültige Standard ist WiFi 7.
Was hat sich neben dem Namen verändert? An den Frequenzbändern blieb alles wie bisher: Auch WiFi-6-Router funken weiterhin auf den 2,4- und 5-GHz-Bändern. Die maximale Datenrate erhöhte sich um etwa ein Drittel. Besonders viele praktische Verbesserungen brachte allerdings eine neue Technik aus dem WiFi-6-Paket: das MIMO-OFDM.
Diese komplexe Bezeichnung steht für Orthogonal Frequency Division Multiplexing und ist eine Weiterentwicklung der MIMO-Technologie von WiFi 5. Sie ermöglicht es, bei zahlreichen gleichzeitigen Netzwerkzugriffen die Signale effizienter aufzuteilen. So können mehrere Empfänger dieselben Datenpakete erhalten, wodurch sich die Gesamteffizienz deutlich verbessert.
Im Fokus der Entwicklung stand erstmals nicht mehr die Geschwindigkeit einzelner Verbindungen, sondern eine ausgewogene Verteilung des Signals auf viele Geräte. Angesichts der wachsenden Anzahl an WiFi-fähigen Smart-Home-Geräten sowie allgemein mehr WLAN-Geräten in Haushalten ist diese Neuerung besonders sinnvoll.
Haben Sie also ein stark ausgelastetes Netzwerk mit vielen gleichzeitig aktiven Geräten, empfiehlt sich die Anschaffung eines Routers mit WiFi-6- oder noch leistungsfähigerem WiFi-7-Standard.
Allerdings entfaltet WiFi 6 und 7 ihre Vorteile nur, wenn auch die Empfangsgeräte, wie Smartphones oder Notebooks, diesen Standard unterstützen. Mit älteren Geräten bleibt der Zugewinn aus.
Wi-Fi 7 und Wi-Fi 6E: Mit neuem Funkband für mehr Kapazität
Kaum hat sich Wi-Fi 6 auf dem Markt etabliert, steht bereits die nächste Generation bereit. Mit Wi-Fi 6E wird erstmals seit vielen Jahren ein zusätzliches Funkband für WLAN verfügbar: das 6-GHz-Band. Dieses bietet 24 zusätzliche Kanäle, während die bisherigen zwei Frequenzbänder insgesamt nur 22 Kanäle bereitstellten. Router mit Wi-Fi 6E oder Wi-Fi 7, die mehrere Frequenzbänder gleichzeitig nutzen können, profitieren somit von einer deutlich erweiterten Bandbreite. Ein weiterer Vorteil: Das 6-GHz-Band wird hierzulande kaum genutzt, daher gibt es wenig Störungen. Allerdings sind Geräte mit Wi-Fi 6E aktuell noch deutlich teurer als herkömmliche Wi-Fi-6-Router.
AVM setzt bei seinen FRITZ!Box-Modellen, wie hier der 7490, auf eine benutzerfreundliche Bedienung und umfassende Erklärungen im Menü. So können auch Nutzer ohne tiefergehende Netzwerkkenntnisse alle wichtigen Einstellungen vornehmen. (Bildquelle: amazon.de)
Wann ist ein Modemrouter erforderlich, wann genügt ein reiner Router?
Ob ein Modemrouter notwendig ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Wenn Sie mit dem Router Ihres Providers unzufrieden sind, lässt sich dessen Routing-Funktion meist deaktivieren (sog. Bridge-Modus), sodass er lediglich als Modem fungiert. Ein zusätzlicher Router übernimmt dann die Verbindung zu Ihren Endgeräten – kabelgebunden oder kabellos. Das ist besonders empfehlenswert, wenn Sie Ihr Heimnetz mit dem leistungsstarken AC-WLAN ausstatten möchten, aber bereits einen alten Router besitzen. Dennoch ist meist ein Modemrouter die bessere Wahl, da so weniger Kabel benötigt werden und nur ein Gerät Strom verbraucht.Empfohlene Modemrouter
| Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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Sollte ich mein WLAN mit dem Router verschlüsseln?
Die Verschlüsselung des eigenen WLANs ist in jedem Fall ratsam. Denn was nützt eine Zugangssperre, wenn ein erfahrener Hacker die ungeschützten Passwörter und Daten, die zwischen Geräten und Router gesendet werden, einfach mitlesen kann? Moderne Router kommen meist mit werkseitig aktivierter WPA2-Verschlüsselung, die als sicher gilt. Ist dies nicht der Fall, sollte die Verschlüsselung auf jeden Fall eingeschaltet werden.Außerdem können Sie Ihrem WLAN-Netzwerk einen individuellen Namen (SSID) geben. Für den Fall, dass Sie gezielte Angriffe fürchten, empfiehlt es sich, einen neutralen Namen zu wählen, der keine Rückschlüsse auf Personen oder Firmen zulässt. Dennoch bleibt immer ein gewisses Restrisiko, da ein vollständiger Schutz nie garantiert werden kann.































































