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Ratgeber zu Betonbohrer

Marken großer Hersteller besser als Handelsmarken der Baumarktketten

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Wahl des Bohrers beeinflusst Bohrergebnis und Haltbarkeit des Bohrers
  2. saubere Ränder sind Qualitätsbeleg für Bohrer
  3. Holzbohrer im Test sind alle sehr gut

Welcher Hersteller hat die besten Bohrer für Stein, Metall und Holz im Programm?

Stiftung Warentest hat 2017 einen umfangreichen Vergleichstest von Bohrern und Bohrersets durchgeführt und sich je rund 20 Produkte für Holz, Metall sowie Stein und Beton genauer angesehen. Das erfreuliche Resultat: Knapp drei Viertel der Einzelbohrer sind sehr gut. Den Löwenanteil bei der Bewertung macht dabei die Dauerprüfung des jeweiligen Bohrers in simulierten Anwendungsfällen aus, darunter die Länge der Bohrzeit in unterschiedliche Materialien. Erst danach folgen die Einschätzung der Qualität der Bohrung, die sich von der Gratbildung an der Bohrung mit Stahl- und Holzbohrern oder am Lochbild bei Beton- und Steinbohrern ableiten lässt.

Was im Test auffällt: Die Marken der großen Unternehmen schneiden deutlich besser ab als die Handelsmarken der Baumarktketten. Stiftung Warentest empfiehlt für das Bohren in Beton die SDS-Bohrer der Hersteller Wolfcraft und Makita. Auch die Standardbohrer von Bosch, Craftomat und Metabo haben sehr gut abgeschnitten. Bei Stahl liegen die Bohrer von Makita, DeWalt und Parkside weit vorne. Im Bereich der Holzbohrer gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Herstellern: Alle Holzbohrer liefern durchweg sehr gute Ergebnisse. Einzig die Bohrersets, die Bohrer für alle Materialien beinhalten, enttäuschen. Sie haben meist Probleme mit Stein und Stahl und schneiden dementsprechend nur mit Gut bis Befriedigend ab.

Welchen Vorteil bietet eine SDS-Aufnahme?

SDS ist die Abkürzung für Steck-Dreh-Sitz oder Special Direct System, ein ursprünglich von Bosch entwickeltes Bohrerschaftsystem für Schlagbohrmaschinen und Bohrhämmer. Es ermöglicht einen schnellen und werkzeuglosen Wechsel des Bohrers. Inzwischen bieten alle bekannten Hersteller Produkte mit dem SDS-System an. Sie sind untereinander auch kompatibel.

Wann verwendet man HSS-Bohrer?

HSS ist die Kurzform für High Speed Steel und bezeichnet Bohrer aus Schnellarbeitsstahl. Dieser Stahl zeichnet sich durch eine enorme Verschleißfestigkeit und einen großen Widerstand gegen plastische Verformung aus. Damit ist das Material den sehr hohen Belastungen, denen Bohrer ausgesetzt sind, gewachsen.

Kleine Bohrerkunde: Welcher Bohrer ist für welches Material geeignet?

Grob lassen sich Bohrer in vier Kategorien einordnen: in Metallbohrer, Holzbohrer, Steinbohrer bzw. Betonbohrer und Universalbohrer. Darunter verteilen sich Spezialbohrer für diverse Werkstoffe und Anwendungsfälle.

Für Metall, Holz, Kunststoff:
Spiralbohrer: keilförmig spitzer Universalbohrer aus Hartmetall für nicht zu hartes Material
Senkbohrer: erweitert Bohrlöcher und erzeugt Absätze in Bohrungen

Für Holz:
Holzbohrer: mit langer Spitze zur genauen Ausrichtung und zwei scharfen Schneiden
Schlangenbohrer: breite und lange Bohrspirale, die sich gut zentrieren lässt; für besonders tiefe Löcher
Forstnerbohrer: mit kurzer Spitze und zwei scharfen Schneiden, die das Holz mit jeder Umdrehung spanartig abheben; für besonders große Löcher; auch Astlochbohrer genannt
Kunstbohrer: ähnelt dem Forstnerbohrer, hat aber kleinere Schneiden und damit einen größeren Spanauswurf

Für Naturstein, Ziegel, Kalksandstein, Granit:
Steinbohrer: Bohrer aus Stahl; mit geschliffener oder stumpfer Spitze aus widerstandsfähigem Hartmetall und zwei Schneiden

Für Beton, Stahlbeton:
Betonbohrer: Sonderform des Steinbohrers; Spitze aus Diamant oder speziellem Hartmetall; kann bis zu drei Schneiden haben

Für Mauerwerk, Ziegel, Beton:
Hammerbohrer: besonders lang; grobes Gewinde mit Hartmetallkopf; für Schlagbohrmaschinen und Bohrhämmer

Für Metall, Blech:
Schweißpunktbohrer: hat drei Schneiden und eine Spitze zur genauen Ausrichtung; für dünnwandiges Material und zum Setzen von Schweißpunkten
Stufenbohrer: hat am Schaft Schneiden mit zwei oder mehr Durchmessern; ermöglicht gleichzeitiges Bohren und Ansenken der Löcher
Schälbohrer: bohrt stufenlos; erzeugt keine zylindrischen, sondern schräge Lochwände

Für Fliesen:
Fliesenbohrer: gibt es in drei Varianten: mit eingelöteter Hartmetallspitze, mit spitzwinkligem Bohrkopf und in hohler Ausführung mit diamantbesetzter Spitze

Für Glas:
Glasbohrer: so genannter Löffelglasbohrer; mit eingelöteter Hartmetallschneide für kleinere Bohrlöcher oder als diamantbesetzter Glasbohrer in hohler Ausführung für größere Durchmesser

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Weitere Tests und Ratgeber zu Holzbohrer

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  • Hartholz-Locher
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    Heimwerker Praxis 4/2015 Das Besondere an diesen Schlangenbohrern sind die Längsnuten, die seitlich in den Kopf gefräst sind. Durch sie soll die Reibung der Bohrspitze deutlich verringert werden, wodurch Rückstellkraft und Temperatur an der Bohrerspitze sinken sollen. Die Bohrer sind mit verschiedenen Durchmessern und in zwei Längen (320 und 460 mm) erhältlich. Alle Varianten haben den gleichen 12 Millimeter starken Sechskantschaft.
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    Heimwerker Praxis 5/2014 Wir haben Bohrversuche in Alu und in einer 10 mm starken Baustahlplatte durchgeführt. Dabei ist der 1,5-mm-Bohrer abgebrochen. Das lag aber am Bediener und nicht am Bohrer. Die Laufruhe der Bohrer hat uns durchweg überzeugt.
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  • Scharfe Sache
    Heimwerker Praxis 5/2009 Bohren und Schneiden Einen der Fräser in den RZ5 einspannen, und schon geht es los. Der Fräser schneidet das für ihn vorgesehene Material wie das heiße Messer die Butter. Bei der Arbeit entsteht gerade bei Schnitten in Fliesen und Keramik feiner Staub auf, wegen dem wir die Verwendung einer Staubmaske bei der Arbeit empfehlen, sicher ist sicher. Natürlich brauchen wir auf die Verwendung von Schutzbrille und Gehörschutz, je nach zu bearbei- tendem Material, nicht extra hinzuweisen.
  • Allesbohrer
    Heimwerker Praxis 4/2009 Bohren Die Bohrer zeichnen sich durch eine hohe Standzeit in Verbindung mit einem guten Preis aus. Bei der Arbeit zeigen sie deutlich, was in ihnen steckt. Bei den Bohrleistungen und der Qualität der Löcher schneiden sie sehr gut ab. Bohrungen in Metall, Holz und Hartbrandziegeln sind schnell und ohne Beanstandungen erledigt. Ein Universalbohrer durch und durch, denn ob Holz (hier sogar Hartholz) … … oder Hartbrandziegel, mit diesem Bohrer ist das kein Problem ge Freude haben wird.
  • Heimwerker Praxis 5/2006 Wer den Goldkraft professionell einsetzen möchte, kann diesen auch mit SDS-Plus-Aufnahme erwerben. Dann verfügt er sogar über das Siegel der Prüfgemeinschaft Mauerbohrer. Metabo Universalbohrer Der Kandidat aus dem Hause Metabo besticht durch seine gleichmäßig guten Leistungen. Nur durch die Tatsache nicht schlagfest zu sein, dauert eine Bohrung in Klinker wesentlich länger als bei den anderen Testkandidaten. Die Beschriftung auf dem Schaft ist geprägt und auch nach dem Test noch gut lesbar.
  • Feine Löcher!
    Heimwerker Praxis 4/2014 Warum für Bohrer viel Geld ausgeben? Solange der Nenndurchmesser stimmt, ist doch alles in Ordnung. Falsch!Ein Bohrer-Set wurde getestet und mit der Endnote 1,3 bewertet. Man prüfte die Kriterien Funktion, Bedienung und Ausstattung.
  • Ganz schön bissig
    Heimwerker Praxis 1/2016 Die Feida-Bohrer werden aus C60-Stahl gefertigt (0,6 % Kohlenstoffanteil). Solche Stähle zeichnen sich sowohl durch hohe Verschleißfestigkeit als auch durch Zähigkeit aus. Für die Verwendung für Bohrer sind sie also ideal. Feida bietet die Bohrer in Durchmessern von 10 mm bis 125 mm(!) an. Besonders auffällig ist die gezackte Schneide am Bohrerumfang. Das Wichtigste vorweg: Bohrer mit Durchmessern über 50 mm sollten nur in stationären Bohrmaschinen verwendet werden.
  • Schnell durch Stahl und Guss
    Heimwerker Praxis 6/2015 Beim Bohren von Metall merkt man spätestens bei der zweiten Bohrung, ob man einen hochwertigen Bohrer eingespannt hat. Und auch beim Einsatz in Guss- oder rostfreiem Stahl werden Unterschiede zwischen einzelnen Bohrern schnell deutlich. Für diese Art von Werkstoffen hat KWB seine neuen ‚Cobalt-Professional‘-Bohrer im Sortiment.Es wurde ein Spiralbohrer getestet, der die Note 1,4 erhielt. Als Kriterien zog man Funktion, Bedienung und Ausstattung heran.

Metallbohrer

Für Holzarbeiten werden vielfach Schlangenbohrer verwendet, Forstnerbohrer dienen zur Herstellung planer Holzbohrungen. Viele Heimwerker nutzen aber selbst für Holz sogenannte HSS-Wendelbohrer, die eigentlich für Metall und Kunststoffe gedacht sind. Für extreme Werkstoffe werden dagegen Hartmetall-Wendelbohrer verwendet, bei Betonbohrern besteht jedoch nur die Spitze aus Hartmetall. Die Wahl des richtigen Bohrers ist eine Wissenschaft für sich. Je nachdem, ob ein kurzes oder tiefes Loch gebohrt werden soll, um welches Material es sich handelt und ob es sich um ein schmales Loch oder eine sogenannte Aufnahmebohrung handeln soll, gibt es spezialisierte Bohrertypen. Unter den Holzbohrern ist dabei der Schlangenbohrer sicherlich der Bekannteste. Er zieht mit seinem Gewinde Holzspäne noch während der Bohrung aus dem Bohrloch, was besonders saubere Löcher ergibt. Wer dagegen nicht sonderlich tief bohren möchte, dafür aber ein breites Bohrloch zur Aufnahme von Beschlägen oder Scharnieren benötigt, greift zum Forstnerbohrer. Sehr häufig werden für das Bohren in Holz auch Wendelbohrer verwendet, entweder aus Unkenntnis oder Unwillen, sich ein extra Bohrerset zuzulegen. Das klappt durchaus, auch wenn die Bohrlöcher dann nicht so sauber ausfallen wie beim Holzbohrer. Denn eigentlich ist der Wendelbohrer für harte Werkstoffe wie Metall und Kunststoffe gedacht, wobei Bohrer vom Typ W für weiche Werkstoffe wie Aluminium und Kunststoff verwendet werden, vom Typ N für Stahl und vom Typ H für besonders harte, kurzspanende Werkstoffe. Die meisten dieser Bohrer werden aus HSS (Hochleistungsschnellschnittstahl) gefertigt, für extreme Anwendungen vom Typ H auch aus Hartmetall. Zu solchen Anwendungen zählen übrigens auch Arbeiten in Beton und Gestein, wobei hier aus Kostengründen meist nur die Bohrerspitze aus Hartmetall ist. Neben diesen grundlegenden Typen gibt es noch zahlreiche Spezialbohrer: Dazu gehören Zentrierbohrer zum Anbohren, wobei die eigentliche Bohrung anschließend mit einem Wendelbohrer fortgeführt wird, und Aufbohrer, die zum Erweitern alter Bohrungen verwendet werden.