Das Wichtigste auf einen Blick:
- Am häufigsten: Ermittlung des Blutzuckers über einen Teststreifen/Blutstropfen
- Armsensoren sind komfortabler; viele senden Messdaten kontinuierlich an ein Messgerät
- Stiftung Warentest: Viele Geräte liefern präzise Ergebnisse
- Gute Geräte sind schon für weniger als 20 Euro erhältlich
Beliebteste Methode: Blutzuckermessgeräte mit Stichproben
Blutzuckermessgeräte zur Selbstkontrolle funktionieren stets nach demselben Prinzip: Zunächst wird ein Teststreifen eingelegt, anschließend sticht man mit der Lanzette in den Finger und hält einen Blutstropfen auf den Streifen. Nach wenigen Sekunden zeigt das Gerät den aktuellen Blutzuckerwert an. Einfache Modelle sind bereits für unter 20 Euro erhältlich. Unser Tipp: Berücksichtigen Sie auch die Kosten für die regelmäßig benötigten Teststreifen und Lanzetten.
Teststreifen einführen, mit der Lanzette in den Finger pieksen und einen Blutstropfen auf den Streifen geben – nach wenigen Sekunden zeigt das Gerät den Blutzuckerwert an. (Bild: diabetes.ascensia.de)
Armsensoren: Blutzucker messen ohne Nadelstich
Deutlich komfortabler sind Armsensoren, da das tägliche Stechen entfällt. Dabei handelt es sich um ein kleines Pflaster mit einem Fühler, der in die Haut eingebracht wird. Je nach Modell hält ein Sensor 10 bis 14 Tage – zum Beispiel der FreeStyle Libre 3 (14 Tage) oder der Dexcom G7 (10 Tage). Erhältlich sind Systeme, bei denen die Messwerte bei Bedarf abgerufen werden („FGM" – flash glucose monitoring, auch iscCGM genannt), sowie solche, die automatisch in regelmäßigen Abständen Daten an ein Lesegerät oder Smartphone senden und bei kritischen Werten aktiv alarmieren („CGM" – continuous glucose monitoring, auch rtCGM).Krankenkassenerstattung für Armsensoren: CGM-Systeme mit Alarmfunktion (rtCGM) sind seit 2016 Kassenleistung der gesetzlichen Krankenversicherung – vorausgesetzt, es liegt eine intensivierte Insulintherapie (ICT) oder Insulinpumpentherapie vor. Das gilt grundsätzlich für alle insulinpflichtigen Personen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes. Auch iscCGM-Systeme (FGM) mit Alarmfunktion werden bei medizinischer Notwendigkeit von den Kassen übernommen. Die genauen Voraussetzungen und Antragswege unterscheiden sich je nach Krankenkasse – eine Rücksprache mit dem Diabetesteam und der eigenen Kasse ist empfohlen. Für Personen, die keine Kassenerstattung erhalten, bleibt der Eigenanteil vergleichsweise hoch.
Unsere Bestenliste umfasst ausschließlich Blutzuckermessgeräte mit Stichmethode. Armsensoren (CGM/FGM) werden inzwischen auch von einigen Fachmagazinen und Verbraucherportalen bewertet, jedoch nach anderen Kriterien als klassische Stechmessgeräte.
























