Träu­me­land Latex Vario

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Unser Fazit

Will besorgte Eltern ein­fan­gen

Die Latex Vario soll eine Babymatratze sein, „die atmet“, wie uns Träumeland glauben machen will. Der Slogan wirkt drollig, doch „Matratzen atmen nicht“ (Stiftung Warentest 9/2011) - selbst Matratzen mit einem solch komplexen Aufbau mit Baby- und Kleinkindseite. Dass doch immer wieder mit solchen Bluffs gearbeitet wird, liegt am Geschäft, das mit Matratzen geht – vor allem mit teuren wie hier für 145 Euro (Amazon).

Träumeland vs. Prolana Lara Plus und Waschbär

Es handelt sich um eine mit Latex- und Kokosseite ausgestattete, 10 Zentimeter hohe Babymatratze in Standardgröße (120 x 60 oder 140 x 70 Zentimeter), insoweit vergleichbar mit der Prolana Sara Plus oder Waschbär Kindermatratze Kokos-Latex. Beide waren im Jahr 2014 von Stiftung Warentest für gut befunden worden - trotz ihrer harten Latexoberseite für Babys und sogar „sehr“ harten Kokos-Unterseite für Kleinkinder. Und auch der Preis macht die drei Kontrahenten im Ganzen vergleichbar. Was aber die Latex Vario von der Konkurrenz abhebt, ist der „sleep fresh“-Multifunktionsbezug mit Nässeschutz, und das "Wash-Vlies" wiederum soll dem Baby eine kuschelige Liegefläche bieten.

Unbedenkliche Naturmaterialien nach Öko-Tex Standard 100

Der kritischste Blick gilt dem "Naturlatex" zugesprochenen Gesundheitsnutzen. Ausscheiden muss hier sogleich die verheißene Allergikereignung, mit der Träumeland meint, besorgte Eltern einfangen zu können. Antiallergisch sind aber nur sogenannte Encasings. Solches Gesundheitsgeklingel ist allenfalls so zu deuten, dass der Bezug abnehm- und waschbar ist. Bei einer Babymatratze ist damit allerdings eine Selbstverständlichkeit benannt. Gut also, dass der Polyester-Baumwollbezug hier teil- und waschbar ist (60 Grad). Ferner trägt die Latex Vario das Label Öko-Tex Standard 100 für textiles Vertrauen in die Unbedenklichkeit aller verwendeten Materialien.

Zwei unterschiedliche Seiten sind überflüssig

Die Latex Vario ist eine Baby-Handbreit höher als ihre Kontrahenten, was sie aber nicht notwendig bequemer macht. Auch dünne Matratzen sind gut für Babys, deren noch gerade Wirbelsäule keine unterschiedlichen Einsinktiefen benötigt. Wichtig ist nur, dass der Körper gut abgestützt wird und die Kleinen weder frieren noch schwitzen. Nichts dürfte hier außerdem den Luftaustausch behindern oder Punkte liegen lassen, die die Kleinen vor CO2-(Kohlendioxid)Rückatmung schützen. Einziges Contra-Argument: Zwei unterschiedliche Matratzenseiten sind unnötig. Beim älteren Kind verteilt sich das Gewicht einfach auf eine größere Fläche – die Einsinktiefe bleibt gleich.

von Sonja

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