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Unser Fazit
17.01.2014
Siemens WT 44 C 102
Wenn Sparsamkeit beim Kauf zur Falle wird
Zugegeben: Es klingt attraktiv. Ein Trockner von Siemens, ein echtes Markengerät also, für nur 350 Euro? Da wird vermutlich jeder erst einmal hellhörig. Und so verwundert es nicht, dass sich der WT44C102 einer gewissen Beliebtheit erfreut. Man sollte jedoch vor dem Kauf noch einmal in Ruhe den Rechenschieber bemühen: Hier wird der preiswerte Einstieg nämlich allzu schnell zum Boomerang. Das liegt einfach daran, dass man nicht bloß auf so manches Komfortmerkmal verzichten muss.
Weit mehr als 500 kWh Stromverbrauch im Jahr
Man bezahlt den niedrigen Einstiegspreis vor allem mit einer veralteten Trocknungstechnologie. Der Siemens WT44C102 verwendet keine moderne Wärmepumpe und arbeitet nach dem ganz schlichten Luftkondensationsprinzip. Ein Blick ins Datenblatt zeigt für eine regelmäßige Nutzung einen statistischen Energieverbrauch von 527 kWh an. Zum Vergleich: Die guten Wärmepumpenmodelle von Siemens kommen im Jahr mit 199 bis 212 kWh aus – der WT44C102 benötigt also das Zweieinhalbfache!
In zehn Jahren fließen so rund 1.000 Euro davon...
Rechnet man dies weiter hoch, kommt man auf erschreckende Unterhaltskosten. Der Mehrverbrauch im Jahr liegt also bei mehr als 300 kWh. Selbst bei einem Strompreis von 20 Cent je Kilowattstunde ist man so im Jahr bei zusätzlichen Ausgaben von 60 Euro, bei 25 Cent sind es schon 75 Euro. Das heißt, alleine für die Unterhaltskosten könnte man innerhalb der Lebenszeit eines solchen Gerätes mühelos einen Highend-Wäschetrockner besorgen. Insgesamt fallen in zehn Jahren mit den Anschaffungskosten zusammen fast 1.000 Euro an – das übertrifft die Kosten eines Topmodells sogar bei weitem.
Extrem karge Ausstattung
Es gibt also keinen, wirklich überhaupt keinen Grund, bei diesem Gerät zuzugreifen. Man verschwendet jede Menge Geld. Selbst bei gelegentlicher Nutzung ist das Geschäft schlecht: Für 450 bis 500 Euro gibt es bereits Wärmepumpenmodelle mit weniger als 300 kWh Verbrauch. Angesichts dessen, dass man zudem auf jeden Bedienkomfort verzichten muss, ist ein Kauf wenig ratsam. Schließlich gibt es hier nicht einmal ein Display, eine Startzeitvorwahl oder gar Optionen für unterschiedliche, empfindliche Textilien.