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Unser Fazit
06.05.2014
Hoover Athos TAT2201
Sparsamer, aber trotzdem noch nicht sparsam genug
Hoover fasst die Flaggschiffe mit der höchsten Saugkraft unter seinen Beutelstaubsaugern in der Baureihe „Athos“ zusammen und hat diese erst kürzlich um drei Modelle erweitert. Dabei genehmigt sich das absolute Spitzenmodell bis zu 2.500 Watt an der Steckdose, während der TAT 2201 doch etwas sparsamer zu Werke geht, nämlich lediglich maximal 2.200 benötigt. Beide Staubsauger liegen mit diesen Verbrauchswerten jedoch entgegengesetzt zum aktuellen Trend, der, unter anderem bedingt durch das neue EU-Energie-Label für Staubsauger, ganz klar in Richtung Stromsparen zeigt – ohne dass dabei auf Saugkraft verzichtet werden muss.
400 Watt an der Düse
Immerhin kann der Hoover eine sehr hohe Saugkraft für sich ins Feld führen. Laut Datenblatt erreicht er an der Düse bis zu 440 Watt, ein Wert, der einem selbsternannten Oberklasse-Modell alle Ehre macht. Die Obergrenze liegt derzeit nämlich – rein nominell, versteht sich – bei 500 Watt Saugleistung. Dass der Hoover auf der anderen Seite dafür etwa das Fünffache an Energie verbrauchen muss, gereicht ihm nicht gerade zu Ruhm und Ehre. Der für ökologisch denkende Verbraucher zentrale Wirkungsgrad ist bei diesem Staubsauger demnach wenig attraktiv, bei vielen Konkurrenten aus der Stromsparerfraktion wird jedes dritte Watt in Saugkraft umgewandelt.
Ohne Turbodüse
Ein weiterer wichtiger Unterschied zu dem eingangs erwähnten Spitzenmodell AT 2520 der Baureihe betrifft das Zubehör. Verzichtet werden muss nämlich auf die Turbodüse, also eine mit einer rotierenden Bürstenwalze ausgestattete Düse, stattdessen muss mit der obligatorischen Kombi-Düse ausgekommen werden. Konsequenzen hat dies für Haushalte mit viel Teppichböden, aus denen eine Turbodüse nachweislich mehr Staub und Schmutz herausholt, sowie für Haustierbesitzer, denn auch bei der Aufnahme von Haaren ist eine zusätzliche Bürste von Vorteil. In den meisten übrigen Ausstattungsmerkmalen hingegen geben sich die beiden Modelle brüderlich die Hand, was zum Beispiel bedeutet, dass auch der 2201-er mit einem üppigen Aktionsradius und Staubbeutelvolumen glänzen kann. Manövrierwillige Laufrollen sowie ein HEPA-12-Filter für eine reine Abluft runden die Ausstattung ab.
Fazit: Jenseits der EU-Norm
Trotzdem, um einen eingangs nur am Rand erwähnten Punkt aufzugreifen, ist der Hoover immer noch nicht sparsam genug, und zwar in den Augen der EU. Das neue Energie-Label schreibt nämlich einen Stromverbrauch von maximal 2014 vor, und zwar allen Neumodellen ab Herbst 2014. Der Hoover würde demnach ganz klar durch dieses Raster fallen und wäre gleichzeitig chancenlos gegenüber den Konkurrenten, die einen deutlich niedrigen Stromverbrauch für sich ins Feld führen können, ohne dass dabei übrigens in vielen Fällen mit einer eklatant schlechteren Saugleistung gerechnet werden muss. Der Hoover wird es daher gleich an zwei Fronten schwer haben und wahrscheinlich darauf hoffen müssen, dass zumindest die moderaten Anschaffungskosten von aktuell rund 150 Euro (Amazon) auf die Kundschaft überzeugend wirken. Es kann aber auch sein, dass er neidisch auf den Dritten im Bunde der Athos-Bruderschaft werden wird. Denn der Hoover AT 1000 setzt tatsächlich jedes dritte Watt in Saugkraft um, verbraucht auf höchster Stufe nur 1.000 Watt und ist damit am Markt voll konkurrenzfähig.