Ab Oktober diesen Jahres wird Dyson einen Bodenstaubsauger in sein Programm aufnehmen, der so leichtgewichtig wie wie kaum ein anderes Modell sein wird und auf das Saugen kleiner Wohnungen spezialisiert ist. Das Modell mit dem Namen DC48 wird zuerst in Japan erscheinen und stellt in gewisser Hinsicht eine Miniaturausgabe des Dyson DC46 mit laut Herstellerangaben zusätzlichen Verbesserungen im Detail dar, wobei das Grundkonzept im Großen und Ganzen erhalten geblieben ist.
Extrem wendig und nun auch extrem leicht
Mit dem sogenannten „Ball“-Design ist Dyson eine markante und zudem äußert benutzerfreundliche Innovation gelungen. Der Clou besteht darin, das ein Großteil der Technik in einer tatsächlich Ball-ähnlichen Kugel untergebracht ist, was dem Staubsauger ein ungemein kompaktes Design verleiht. Die Kugel liefert ihm außerdem einen niedrigen Schwerpunkt, so dass der Dyson kaum umfallen kann. Höhepunkt ist aber natürlich die super einfache Manövrierbarkeit des Ballstaubsaugers, mit dem sich nahezu problemlos jedes Hindernis umschiffen lässt. Die meisten Kunden jedenfalls sind begeistert vom DC46, dem unmittelbaren Vorgänger des Neuzugangs, der wiederum schon ziemlich leicht und kompakt ist. Doch genau an diesem Punkt haben die findigen Ingenieure angesetzt und noch einmal viel Platz gespart. Denn die 48-er-Version ist rund 30 Prozent kleiner und wiegt nur noch sagenhafte 2.800 Gramm – allerdings ohne Saugschlauch und Düse gemessen, netto wird es der Staubsauger aber trotzdem auf unter fünf Kilogramm bringen. Treppen saugen wird damit zum Kinderspiel, und selbst bei beengten Wohnverhältnissen bereitet das Staubsaugen mit dem Dyson sicherlich keinen Stress mehr.
Hohe Saugleistung auf Hartböden und Teppich
Wie schon der Vorgänger arbeitet auch die 48-er-Version parallel mit zwei Reihen Zyklonen, die zudem sehr klein ausfallen und Feinstaub besonders effizient aussieben. Dem 46-er wurde mittlerweile von vielen Seiten eine hohe Saugkraft bescheinigt, lediglich auf Teppichböden hinterließ er nicht in allen Fällen einen genau so guten Eindruck. Dies könnte sich bei der Mini-Version ändern. Denn zu ihrem Lieferumfang gehören zwei unterschiedlich große Turbo-Düsen, die jeweils mit einer rotierenden Bürste ausgestattet sind. Sie wird zwar durch die eingesaugte Luft in Rotation versetzt. Normalerweise ist es trotzdem so, dass Turbodüsen spürbar bessere Ergebnisse auf Teppichböden abliefern als herkömmliche (umschaltbare) Kombidüsen. Man darf daher gespannt sein, wie der Neuzugang die ersten Prüfverfahren auf Teppichböden absolvieren wird.
Fazit
Dyson hat noch einige weitere Verbesserung im Detail angekündigt. So soll der Neue erneut um einiges leiser sein als seine Vorgänger – bekanntermaßen haftet den Staubsaugern des Herstellers der Ruf an, sehr laut zu sein, weswegen die Ingenieure auf diesem Gebiet sich mittlerweile besonders anstrengen. Letztendlich wird der Erfolg aber nicht entscheidend von ein paar Dezibeln weniger abhängen, sondern davon, ob ein Mini-Staubsauger, der speziell für kleine Wohnungen konzipiert ist, aber trotzdem knapp 500 EUR teuer ist, bei den Kunden ankommt – der Dyson setzt einen soliden Kontostand voraus. Erfahrungsgemäß wird jedoch hierzulande parallel zum Lohn auch die Wohnung größer, Platznot wie etwa in Tokio ist bei weitem nicht so verbreitet. Für die Reinigung von Kleinwohnungen, also auch etwa Ferienwohnungen, so viel Geld auszugeben ist daher in Deutschland eher ungewöhnlich, weil kleine Wohnungen nicht die Regel sind. Andererseits:
Der Vorgänger DC46 von Dyson ist auch nicht gerade sonderlich erschwinglich, aktuell schlägt er mit 450 EUR (
Amazon) zu Buche, an einigen Tagen sogar mit wesentlich mehr. Etwas attraktiver ist dagegen
die Ur-Version des Ball-Designs, der Dyson DC37, der für 340 EUR (
Amazon) zu haben ist.