Das Albrecht DR314 kann in zweifacher Hinsicht überzeugen. Erstens ist das Design interessant. Und zweitens bewegt sich das Radio technisch am Puls der Zeit – schließlich empfängt es nicht nur analoge UKW-, sondern auch digital übertragene DAB+-Sender.
Verglichen mit seinem Vorgänger DAB bietet der neue Standard DAB+ in erster Linie zwei Vorteile. Da er ein effizienteres Kompressionsverfahren verwendet, lassen sich erstens - zumindest theoretisch - wesentlich mehr Programme übertragen. Deutschlandweit sind es derzeit immerhin dreizehn, darunter private Anbieter wie KISS FM oder der Fußballsender 90elf. Und zweitens können die Anbieter aufgrund des effizienteren Audiocodecs zahlreiche Zusatzinformationen übertragen. Zu denken wäre hier etwa an die aktuellen Verkehrsdaten oder an den Namen beziehungsweise den Interpreten des laufenden Songs.
Die weitere Ausstattung des Radios ist in Ordnung, mehr aber auch nicht. Sowohl für UKW- als auch für DAB+Sender gibt es beispielsweise einige Speicherplätze, allerdings nur jeweils acht an der Zahl. Zudem ist der Wecker für Paare eher weniger geeignet, denn es steht lediglich eine Alarmzeit zur Verfügung. Ebenfalls ein Schwachpunkt: Albrecht hat auf eine Schlummertaste verzichtet, mit der sich die Musik morgens um einige Minuten aussetzen ließe. Immerhin gibt es einen Sleep Timer, der das Radio nach Ablauf einer vorher festgelegten Zeit automatisch in den Standby-Modus versetzt. Abgerundet wird das Paket schließlich von einem dreistufig dimmbaren Display, einer Kopfhörerbuchse und einem zweipoligen Audioausgang, über den man das Radio an einen Verstärker anschließen kann.
Das mit zehn Watt belastbare Albrecht DR314 sieht nicht schlecht aus und punktet mit seinem modernen Empfänger, allerdings ist die Funktionalität des Weckers überschaubar. Wer damit kein Problem hat, muss bei verschiedenen Internet-Händlern derzeit etwas überzogene 110 EUR auf den Tisch legen.
18.04.2012




























