Grillkohle

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Ratgeber zu Grillkohle

Briketts oder Holzkohle?

Nicht genügend Hitze für das Entrecote, Funkenflug beim Vorglühen wegen zu großer Brocken, ein teilweise hoher Prozentsatz an nicht zum Grillen tauglichem Abfall: Holzkohle beziehungsweise Grillbriketts können das Grillfest unverhofft mitunter ganz schön vermiesen. Denn die Qualität der angebotenen Produkte schwankt zum Teil genau so beträchtlich wie der Preis für Kohle und Co.

Insbesondere unter den Holzkohle (Grillkohle) verstecken sich schwarze Schafe. So kann es etwa passieren, dass der 3-Euro-Sack Grillkohle, der bei der Tanke noch schnell aufgeladen wurde, nicht ausschließlich aus hartem Laubholz, sondern aus einer Mischung aus verschiedenen Hölzern besteht und daher sowohl ungleichmäßig verglüht als auch ausgebrannt ist, bevor das Schnitzel durch ist. Die niedrigen Anschaffungskosten machen sich daher mitunter kaum bezahlt. Oder es werden Tropenhölzer verwendet, die den Regenwald schädigen, von Zusätzen wie zum Beispiel Pech ganz zu schweigen. Beim Kauf von Holzkohle sollte man daher unbedingt auf das DIN-Certo-Zertifikat achten. Es garantiert, dass die Holzkohle keine giftigen Inhaltsstoffe enthält, die auf das Essen übergehen können, einen bestimmten Brennwert hat und auch kein Abfallholz verwendet wird. Ein Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) wiederum garantiert, dass sich in der Packung kein Tropenholz befindet.

Die Entscheidung zwischen Holzkohle und Grillbriketts wiederum hängt von der jeweiligen Art des Grillens ab. Grillkohle ist leicht anzuzünden, hat eine kurze Vorglühphase und ist daher relativ schnell grillfertig – ideal für ungeduldige oder ausgehungerte Griller. Außerdem entwickelt Holzkohle eine hohe Temperatur – allerdings meistens nur für maximal eine Stunde. Sie eignet sich daher vor allem für Grillfeste in einem kleineren Personenkreis, außerdem ist sie nicht so teuer wie Brikettes und daher meist allein schon aus diesem Grund die Nummer 1 unter Deutschlands Grillern.

An ihre Grenze stößt Grillkohle jedoch, wenn die Glut längere Zeit, und zwar mitunter bis zu zwei, drei Stunden, hoch gehalten werden soll. Hier empfehlen sich Grillbriketts aus zermahlener Holzkohle. Sie benötigen zwar eine deutlich längere Vorglühzeit und lassen sich ferner nicht so leicht anzünden, das heißt, für spontane Grillvergnügen sind sie wenig geeignet. Außerdem wird bei einem offenen Grill oft eine deutlich größere Menge benötigt, um dieselbe hohe Temperatur wie mit Holzkohle zu erreichen. Ihre starke Seite, nämlich eine langanhaltende Glut, kommt dafür umso mehr bei bei größerem Grillgut zum Tragen, das etwa in einem Kugelgrill oder Smoker zubereitet wird, sowie bei Grillfesten mit vielen Teilnehmern. Asthmatikern wiederum wird manchmal ebenfalls zu Grillbriketts geraten, da die Rauchentwicklung geringer als bei Holzkohle ist. Nehmen wiederum Kinder am Grillfest teil oder ist der Grill von einem trocken Boden mit leicht entflammbarem Gras oder Gebüsch umgeben, ist außerdem der ebenfalls schwächere Funkenflug von Vorteil.

Immer beliebter werden Grillbriketts aus Kokosnuss-Schalen. Ihr Vorteil: Sie können ohne Anzündhilfen in Brand gesetzt werden und sind bereits nach kürzester Zeit zum Grillen fertig. Die Brenndauer wiederum beträgt im Schnitt zwischen zwei und drei Stunden – mit anderen Worten: Kokosnus-Briketts sind eine optimale Alternative, wenn sowohl mit dem Grillen zügig losgelegt werden soll als auch viele Gäste lange versorgt werden müssen. Nachteil: Sie ist teurer als herkömmliche Grillbriketts.

Übrigens: Generell abzuraten ist vom Grillen mit normalem Holz (frisch oder abgelagert). Bei der Verbrennung verdampfen schädliche Stoffe, die auf das Grillgut übergehen können, darunter die als krebserregend eingestuften Teeröle und Harze sowie der sogenannte Holzessig. Das Campingfeuer mag also mit frisch geschlagegem Holz noch so romantisch sein, die auf ihm gegrillte Bratwurst hingegen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ungesund oder schmeckt säuerlich.

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