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Stiftung Warentest prüft Mähroboter (3/2020): „Fuß- und Rasenschnitt“

Stiftung Warentest: Fuß- und Rasenschnitt (Ausgabe: 4) zurück Seite 1 /von 7 weiter

Inhalt

Worauf achten Testmagazine bei der Bewertung?

Den Rasen mähen lassen, das ist Luxus, den Sie sich erfüllen können. Mähroboter gibt es in vielen Preisklassen, auch die preiswerteren von ihnen mähen ordentlich und zuverlässig. Auch wenn die Technik sich stetig verbessert, Probleme gibt es immer wieder hinsichtlich der Sicherheit. Mähroboter sollten nur dann arbeiten, wenn die Rasenfläche für Kinder und Tiere gesperrt ist.

Die Beurteilung der Mähroboter kann durch Sicherheitsdefizite stark leiden, egal wie gut sie navigieren, sich bedienen lassen oder das Mähergebnis ist. Die Stiftung Warentest wertete alle getesteten Mähroboter ab, weil sie im Kriterium Sicherheit schlecht abschnitten. Kinderarme und -fußattrappen wurden von allen Modellen überfahren und zum Teil zerkratzt. Im wahren Leben wäre das lebensgefährlich für Haustiere und spielende Kinder.

„Gras kürzen sie alle zuverlässig. Doch Vorsicht: Zwei mähende Roboter gefährden Kinderfüße und alle sind ein Risiko für ausgestreckte Arme.“

Was wurde getestet?

Von der Stiftung Warentest wurden 11 Rasenmähroboter in Augenschein genommen. Die Modelle sind für Flächen von 400 bis 800 Quadratmeter ausgelegt und arbeiten mit Begrenzungskabeln. Die Qualitätsurteile reichen von „befriedigend“ bis „mangelhaft“.
Als Prüfkriterien dienten Mähen (Standard-/feuchter/langer Rasen; Unebener Rasen/Mähen am Hang; Mähen um Hindernisse), Handhabung (Gebrauchsanleitung; Installation, Betrieb und Wartung; Verhältnis von Mähzeit zu Ladezeit) sowie Sicherheit, Geräusch und Datensendeverhalten der Apps.

Folgende Abwertungen beeinflussten die Notengebung: Zu Abwertungen kam es bei der Mähprüfung. War die Note dort befriedigend oder schlechter, so wurde das Kriterium Mähen eine Viertelnote heruntergerechnet. Bekam das Produkt bei der Gebrauchsanleitung ein Ausreichend, wurde die Teilnote für die Handhabung um eine halbe Note abgewertet. Zu Abzügen kam es auch, wenn das Verhältnis von Mähzeit und Akkuladezeit nur ausreichend war. Dann wurde die Handhabung um eine Viertelnote schlechter. Bei einer ausreichenden Note oder schlechter im Aspekt mechanische Sicherheit konnte das Prüfkriterium Sicherheit nicht besser sein. Das Qualitätsurteil wurde zudem um eine Note abgewertet, wenn die Sicherheit ausreichend war; bei mangelhafter Bewertung konnte auch die Gesamtnote nicht besser sein.

  • Bosch Indego S+ 400

    • Maximale Flächenleistung: 400 m²;
    • Schnittbreite: 19 cm;
    • Maximale Steigung: 27 %;
    • Bewegungsmuster: Systematisch;
    • Akkulaufzeit: 45 min;
    • WLAN-fähig: Ja

    „befriedigend“ (2,9)

    Top für Standardgras. Mit das schönste Rasenbild im Test. Akkutausch nur beim Händler. Schafft laut Anbieter 400 Quadratmeter am Tag. Minimale Schnitthöhe drei Zentimeter.
    Top-Planer. Per App bezieht er die Wettervorhersage mit seiner eigenen SIM-Karte selbstständig in seine Mähpläne ein. Steuert als einziger seine Bahnen nicht zufällig kreuz und quer, sondern legt sich eine Karte seines Reviers an. Sehr leicht zu handhaben.
    Fazit: Kleines, schlaues Kerlchen. Mäht gut. Die optimale Wahl für kleine Gärten.“

    Indego S+ 400
  • Husqvarna Automower 105

    • Maximale Flächenleistung: 600 m²;
    • Schnittbreite: 17 cm;
    • Maximale Steigung: 25 %;
    • Akkulaufzeit: 70 min

    „befriedigend“ (2,9)

    Kappt Gras gut. Sehr gut bei unebener Oberfläche. Mäht lange mit einer Akkuladung und lädt recht schnell. Der kleinste Robot des schwedischen Anbieters hat keine App, lässt sich gut programmieren. Erkennt auch verschiedene Mäh zonen. Braucht ein Führungskabel, um zur Ladestation zu finden.
    Kostet etwa einen Tausender. Erlaubt komfortable 400 Meter Begrenzungskabel, ist also fit auch für komplizierte Gärten.
    Fazit: Teuer, aber keine Steuerung per App. Mäht gut und ist sehr gut zu handhaben.“

    Automower 105
  • Al-Ko Robolinho 500 E

    • Maximale Flächenleistung: 500 m²;
    • Schnittbreite: 20 cm;
    • Maximale Steigung: 45 %;
    • Bewegungsmuster: Zufällig;
    • Akkulaufzeit: 50 min

    „befriedigend“ (3,2)

    Mäht kurzes Standardgras am besten, jedoch zehn Zentimeter langes schwächer als die anderen Testkandidaten. Auch Unebenheiten steckt der Al-Ko Robolinho am schlechtesten weg. Mäht sehr gut um Hindernisse. Mäht Hänge sehr gut, laut Anbieter bis 45 Grad.
    Großes Gerät. Es säuselt aber am dezentesten. Für eine Mahd von 200 Quadratmetern lässt er sich samt Laden fünf Stunden Zeit, nur der Gardena will mehr: sechs Stunden.
    Fazit: Optimal nur für ebenen, kurzen Rasen. Braucht lange. Nachbarfreundlich, weil leise.“

    Robolinho 500 E
  • Stihl RMI 422

    • Maximale Flächenleistung: 800 m²;
    • Schnittbreite: 20 cm;
    • Maximale Steigung: 35 %;
    • Bewegungsmuster: Zufällig;
    • WLAN-fähig: Nein

    „befriedigend“ (3,2)

    Teuerster, aber Flottester. Wollte nur eine Stunde Mähzeit für unseren Testgarten haben. Mäht gut, hat als einziger eine große rotierende Klinge, wie bei bemannten Rasenmähern. Für hohes Gras musste er auf die höchste Schnittstufe gestellt werden. Der Mäher ist un hand lich zu heben. Den Akku soll nur ein Fachhändler tauschen.
    500 Meter Begrenzungsdraht. Das erlaubt auch die Umgrenzung großer Teiche oder Beete im Aktionsradius. Kann laut Anbieter 800 Quadratmeter schneiden, hat mehrere Mähzonen und Startpunkte.
    Fazit: Teuer, jedoch auch für verwinkelte und größere Rasenflächen geeignet.“

    RMI 422
  • Bauhaus / Power-G Easymow 6hd

    • Maximale Flächenleistung: 600 m²;
    • Schnittbreite: 18 cm;
    • Maximale Steigung: 40 %;
    • Bewegungsmuster: Zufällig;
    • Akkulaufzeit: 60 min

    „befriedigend“ (3,3)

    Mäht meist ohne Probleme. Vor allem bei feuchtem Gras schiebt er aber gelegentlich Halme zu Häufchen. Braucht recht lange, bis er zehn Zentimeter lange Halme sauber kürzt.
    Kennt nur vier Mähintervalle. Die vier Zeiten lassen sich einfach wählen, sonst bietet er kaum Anpassungsmöglichkeiten. Er ist der günstigste Mäher im Test, erhältlich nur über Bauhaus, derzeit nicht im Sortiment.
    Fazit: Sehr günstiges und einfaches Gerät, für simple Gärten.“

    Easymow 6hd
  • McCulloch Rob S600

    • Maximale Flächenleistung: 600 m²;
    • Schnittbreite: 16 cm;
    • Maximale Steigung: 35 %;
    • Akkulaufzeit: 65 min

    „befriedigend“ (3,5)

    Bummelt etwas. Er braucht recht lange für 200 Quadratmeter Rasen, er nahm sich fast fünf Stunden Zeit, mähte aber gut. Einfach zu programmieren, lässt sich per App über Bluetooth auf Sicht steuern. Mäht um Hindernisse nur befriedigend.
    Braucht separates Führungskabel, um zur Basis zurückzufinden. Das Kabel hilft ihm, abgelegene Zonen schnell zu finden. Kann zum Mähen auch in eine völlig getrennte Nebenfläche getragen werden.
    Fazit: Einfach einzurichten und zu steuern. Mäht sein Ding. Aber recht teuer.“

    Rob S600
  • Gardena Sileno city (500 m²)

    • Maximale Flächenleistung: 500 m²;
    • Schnittbreite: 16 cm;
    • Maximale Steigung: 25 %;
    • Bewegungsmuster: Zufällig;
    • Akkulaufzeit: 65 min;
    • WLAN-fähig: Nein

    „ausreichend“ (3,6)

    Es dauert lange, bis er den Rasen gekürzt hat. Braucht schon für 200 Quadratmeter sechs Stunden Zeit – für größeren Flächen entsprechend mehr. Vernachlässigte etwas die Fläche hinter der Blumenbeet-Engstelle.
    Einfach zu programmieren, aber nur am Mäher, eine App ist nicht zu haben. Nutzt separaten Leitdraht, um zur Basis zurückzufinden. Mit 7,3 Kilo leichtes Modell.
    Fazit: Recht teuer für seine Ausstattung und Mähleistung. Mäht nur befriedigend.“

    Sileno city (500 m²)
  • Landxcape LX790

    • Maximale Flächenleistung: 600 m²;
    • Schnittbreite: 16 cm;
    • Maximale Steigung: 35 %;
    • Bewegungsmuster: Zufällig;
    • WLAN-fähig: Nein

    „ausreichend“ (3,6)

    Mäht Standardrasen nicht optimal. Kleine Bereiche des bis zu 6 Zentimeter hohen Rasens blieben ungemäht, auch rund um Hindernisse. Ansonsten gute bis sehr gute Mähresultate bei feuchten und langen Halmen.
    Lange Ladezeit im Verhältnis zur Mähzeit, mit 80 Minuten die zweitlängste im Test. Sehr günstiges Gerät ohne Fernsteuerung. Wochentage nicht wählbar. Hatte das unangenehmste Geräusch im Testfeld.
    Fazit: Niedriger Preis, noch passable Mähergebnisse. Brummt etwas laut.“

    LX790
  • Worx Landroid M WR141E

    • Maximale Flächenleistung: 500 m²;
    • Schnittbreite: 18 cm;
    • Maximale Steigung: 35 %;
    • Bewegungsmuster: Zufällig;
    • WLAN-fähig: Ja

    „ausreichend“ (3,6)

    Nicht billig und trotzdem in den Disziplinen Standardrasen, langer und unebener Rasen nur befriedigend. Am Display nur wenige Einstellmöglichkeiten. Wiegt 10 Kilo. Erlaubt recht lange 350 Meter Begrenzungsdraht.
    Ultraschallsensoren als Zubehör. Die Öhrchen namens ACS sollen ihm beim Orten helfen, er überfährt trotzdem den liegenden Kinderarm. Sein Akku ist als einziger im Test auch in anderen Gartengeräten verwendbar.
    Fazit: Beim Mähen im Test weit hinten. Die Ultraschallöhrchen retten ihn nicht.“

    Landroid M WR141E
  • Hellweg / Wingart MR 500 BT

    • Maximale Flächenleistung: 500 m²;
    • Schnittbreite: 18 cm;
    • Maximale Steigung: 35 %;
    • Akkulaufzeit: 50 min

    „mangelhaft“ (5,0)

    Schneidet Kerben in den krabbelnden Kinderfuß – Sicherheit mangelhaft. Lädt am längsten im Test. Mäht gut. Hat mit 20 Zentimetern eine große Schnittbreite und kann laut Anbieter satte 800 Quadratmeter an einem Tag mähen. Etwas laut im Betrieb.
    Datensparsam. Bedienen und Programmieren auf Sicht per Bluetooth. Vorsicht: aus der Ferne startbar. Laut Anbieter nicht mehr im Handel.
    Fazit: Mangelhafte Sicherheit. Günstig, schneidet gut, simple Mähprogramme.“

    MR 500 BT
  • YardForce X50i

    • Maximale Flächenleistung: 500 m²;
    • Schnittbreite: 18 cm;
    • Maximale Steigung: 40 %;
    • Bewegungsmuster: Zufällig;
    • Akkulaufzeit: 60 min;
    • WLAN-fähig: Ja

    „mangelhaft“ (5,0)

    Fährt über den krabbelnden Kinderfuß, mit oder ohne seine Ultraschallsensoren, daher mangelhaft. Außerdem eine Datenschleuder, der Yard Force sendet Benutzername und Passwörter unverschlüsselt.
    Mäht befriedigend. Programmierung sehr simpel, Nutzer können nur zwischen vier fest eingestellten Zeiten wählen. Geeignet für maximal 500 Quadratmeter.
    Fazit: Mangelhafte Sicherheit beim Mähen. Unsicher auch bei den Daten. Da bleibt viel Raum für Verbesserung.“

    X50i

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