RIDE ON - Reise Motorrad prüft Motorradhelme (6/2015): „Große Klappe“

RIDE ON - Reise Motorrad - Heft 4/2015

Inhalt

Wir stellen zehn Helme vor, die mehrere Funktionen haben. Entweder lässt sich das Kinnteil hochklappen oder der Helm kann zum Jethelm umgebaut werden.

Was wurde getestet?

Es wurden zehn Motorradhelme getestet, die für mehrere Zwecke einsetzbar sind. Die Produkte erhielten keine Endnoten.

  • Airoh J 106

    • Typ: Modularhelm/Systemhelm;
    • Werkstoff: Thermoplaste;
    • Verschluss: Drucktaster

    ohne Endnote

    „Der Crossoverhelm bietet die Möglichkeit mit vollem Schutz oder im Jethelm-Modus unterwegs zu sein. Mit Kinnteil macht der Helm einen martialischen Eindruck. Das ungepolsterte Kunststoffteil sitzt ziemlich dicht am Unterkiefer. Dafür bietet der Helm ein großes Sichtfeld, ist allerdings vergleichsweise laut, egal ob das Kinnteil angesteckt ist oder nicht.“

    J 106
  • BMW Motorrad Systemhelm 6 EVO

    • Typ: Klapphelm;
    • Werkstoff: Duroplaste;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote – Empfehlung

    „Der System 6 Evo ist ein ausgereifter Helm, dessen Kinnteil sich im offenen Zustand durch eine Kinematik dicht an die Schale schmiegt. Aufwändige Polsterung und Akustikkragen sorgen für eine niedrige Geräuschkulisse, sind aber auch für einen engen Einstieg verantwortlich. Windabweiser steht bei offenem Kinnteil im Sichtfeld. Sehr gute Verarbeitung und Belüftung.“

    Systemhelm 6 EVO
  • HJC IS-MAX II

    • Typ: Klapphelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Integrierte Sonnenblende: Ja;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote

    „Das Kinnteil des HJC klappt weit nach oben und steht so nicht im Sichtbereich. Der sehr schwere Helm ist gut gepolstert und verarbeitet, produzierte aber bei unseren Fahrtests störende Windgeräusche an der Helmunterkante.“

    IS-MAX II
  • Nexo Touring Sport

    • Typ: Klapphelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Integrierte Sonnenblende: Ja;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote

    „Die seitlich nach oben gezogene Helmunterkante sorgt für ein luftiges Gefühl im Ohrenbereich, da dort der Kontakt zum Hals fehlt. Dadurch dringen aber auch Geräusche stärker ans Ohr, was den Helm laut macht. Dafür bietet der ‚Touring Sport‘ ein großes Sichtfeld und das Kinnteil steht aufgeklappt nicht im Sichtbereich.“

    Touring Sport
  • Nolan N40 Full Classic

    • Typ: Modularhelm/Systemhelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Integrierte Sonnenblende: Ja;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote

    „Der mit einer umfangreichen Ausstattung angebotene ‚N40 Full‘ hat ein vergleichsweise hohes Geräuschniveau, das wohl vom Visier hervorgerufen wird. Schirm und Kinnteil waren schnell abgebaut, aber erst bei hochgeklapptem Visier wurde es ruhiger. Umgebaut zum Jethelm, ohne das lange Visier, ist der Helm etwas leiser.“

    N40 Full Classic
  • Premier Helmets Thesis

    • Typ: Modularhelm/Systemhelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote

    „Beim ‚Thesis‘ ist die Kopfhaltung ganz entscheidend. Schon wenige Grad Neigung entscheiden zwischen ganz erträglich und ultralaut. Im Stadtverkehr macht der Helm seine Sache noch ganz gut, bei höheren Tempi steigt das Geräusch stark an. Die Polsterung ist vergleichsweise hart, das Kinnteil öffnet weit.“

    Thesis
  • Premier Helmets Voyager

    • Typ: Modularhelm/Systemhelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote

    „Der ‚Voyager‘ ist der zweitschwerste Helm im Test. Seine Polster sind vergleichsweise hart und auch bei der Geräuschentwicklung zeigt er sich nicht von der leisen Seite. Da hilft dann auch nicht, dass das aufgeklappte Kinnteil kaum die Sicht stört und sogar legal oben bleiben darf.“

    Voyager
  • Probiker Multi-8 Integral-/Jethelm

    • Typ: Modularhelm/Systemhelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote

    „Der ‚Multi-8‘ trägt seinen Namen zu Recht. Er ist vielseitig umbaubar und leichter als angegeben. Das war es aber schon mit den positiven Nachrichten. Die harten Polster drücken an der Stirn, der Helm erweist sich als sehr laut, was sich auch nach dem Abbau des Schirms nicht wirklich verbessert. Kräftige Nasen machen schnell Bekanntschaft mit dem Innenvisier.“

    Multi-8 Integral-/Jethelm
  • Shark Helmets EvoLine Series 3

    • Typ: Klapphelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Integrierte Sonnenblende: Ja;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote – Empfehlung

    „Shark hat seinen ‚Evoline‘ noch einmal überarbeitet. Durch ein etwas einfacheres, aber trotzdem angenehmes Innenleben ist er vor allem günstiger geworden. Der Helm ist gut gedämmt und erfreulich leise. Auch mit nach hinten geklapptem Kinnteil ist er vergleichsweise zugfrei fahrbar.“

    EvoLine Series 3
  • Takai FF367 Klapphelm

    • Typ: Modularhelm/Systemhelm;
    • Werkstoff: Polycarbonat;
    • Verschluss: Ratschenverschluss

    ohne Endnote

    „Für einen Klapphelm richtig günstig. Er ist 300 Gramm schwerer als angegeben, was ihn zum schwersten Helm im Test macht. Die Geräuschentwicklung ist ganz okay, aber einige Details stören. Das Innenvisier steht immer etwas im Sichtfeld, die seitlichen Kanten können durch Spiegelungen irritieren und vom aufgeklappten Kinnteil ist auch immer etwas zu sehen.“

    FF367 Klapphelm

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