World of MTBAusgabe: Sonderausgabe Gravity 1/2015Erschienen: 08/2015
Inhalt
Wie habe ich sie gehasst, als ich vor rund 15 Jahren in der Werkstatt im Bikeshop stand und die Welle der Scheibenbremsen auf mich zurollte. Quietschende, undichte, schleifende Bremsen standen an der Tagesordnung. Zu dieser Zeit gab es für mich zur V-Brake bzw. zur Magura HS33 keine Alternative. Selbst im Downhill vertraute ich lange auf die zuverlässigen Felgenbremsen. Es dauerte - bei einigen Herstellern etwas länger, bei anderen etwas kürzer -, bis wartungsarme und nervenschonende Bremsen das Licht der Welt erblickten, was schließlich den Durchbruch für die Scheibenbremse bedeutete. Im Jahre 2015 gibt es jetzt auch für mich keine Alternative mehr zur Scheibenbremse, und auch wenn es nach wie vor heißt: ‚Wer bremst, verliert‘, ist jeder froh um einen zuverlässigen Wurfanker. Apropos Wurfanker, eine Bremse der späten 90er ist uns in positiver Erinnerung geblieben und hat viele Jahre zuverlässige an vielen Gravity-Bikes ihren Dienst verrichtet. Aus diesem Grund haben wir den betagten Herren namens GustavM zum Test geladen, um zu sehen, ob früher wirklich alles so schlecht war.
Was wurde getestet?
Die Zeitschrift World of MTB testete neun Scheibenbremsen. Eine Notenvergabe erfolgte nicht.
Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung. Mehr erfahren
Avid Bike Code (203 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Die Avid Code ist mittlerweile ein Klassiker im Gravity-Bereich. Sie lieferte eine nahezu astreine Leistung beim Test ab. Trotz des leichten Verzuges nach dem Praxistest ist die neue Centerline Scheibe deutlich robuster als ihr Vorgänger.“
Formula Brake CR3 (203 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Bei Formulas neuer und leichter CR3-Bremse kommt es stark auf die Wahl des Bremsbelags an. Während der Sintered Compound Belag bereits nach einer Abfahrt durch war, lieferte die Bremse mit dem organischen Belag eine akzeptable Leistung.“
Hope Tech 3 V4 (203 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote – Liebling der Testcrew
„Sie ist definitiv die schönste Bremse im Test - die Hope Tech 3 V4. Doch neben schön ist sie auch noch sehr leistungsstark, sie zeigte sich vom Test absolut unbeeindruckt. Sehr empfehlenswert.“
Magura Gustav M (210 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Die Bremse ist legendär und hat mit der MT5 bzw. MT7 bereits würdige Nachfolger gefunden, doch der alte Herr GustavM braucht sich auch nach 20 Jahren nicht verstecken. Wer noch eine auf seinem Bike hat, darf sich glücklich schätzen. Bei dieser Bremse kann man in der Tat von der ‚guten alten Zeit‘ sprechen.“
Magura MT5 (203 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote – Testsieger
„Bereits mit der 180er Bremsscheibe konnte uns die Magura MT5 beim letzten Bremsentest überzeugen und auch mit 203er Scheibe lässt sich der Stopper aus Bad Urach nicht von weit teureren Modellen abschütteln. Brachiale Leistung, standfest und ein guter Preis - unser Testsieger.“
Magura MT7 (203 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Die Magura MT7 hat ein hartes Erbe angetreten, doch ist sie ein würdiger Nachfolger der legendären GustavM. Sie hat bei unserem Test keinerlei Schwächen gezeigt und ist aktuell eine der besten Bremsen.“
Shimano Saint (203 mm) (Modell 2013)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Shimano hat mit seiner Saint in nahezu allen Punkten eine sehr gute Gravity-Bremse im Programm. Die Ergonomie ist top, die Bremsleistung ebenso und lediglich die nach dem Test leicht schleifende Scheibe bzw. die ausgebrochenen Beläge kann man ankreiden.“
Shimano Zee Bremse (203 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Die bezahlbare Shimano Zee Bremse spielt in puncto Ergonomie und Leistung bei den ganz Großen mit. Dank I-Spec Klemme lässt sich der Schalthebel direkt am Bremshebel montieren, das Cockpit wirkt so aufgeräumt.“
SRAM Guide Ultimate (200 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Sram deklariert die Guide Ultimate zwar nicht als Gravity-Bremse, doch braucht sie sich in Sachen Leistung auch vor weit massiveren und schwereren Bremsen nicht zu verstecken. Was gefällt, ist der große Verstellbereich beim Druckpunkt.“
Wer richtig bremst, hat mehr Spaß auf dem Trail. Dabei kommt es neben der Bremskraft aber auch auf Dosierbarkeit und Standfestigkeit an. Wir haben die zehn spannendsten Bremsen der Saison 2016 in Labor und Praxis geprüft. Testumfeld: Die Zeitschrift MountainBIKE prüfte zehn Scheibenbremsen, aufgeteilt in fünf Cross-Country-/Race-Bremsen und fünf All-Mountain-/Enduro-
‚Wer an der Bremse spart, spart am falschen Platz.‘ Das sagte mein neuer Kollege Lucas beim diesjährigen Bremsentest und ich konnte ihm nur zustimmen. Testumfeld: Im Check waren 5 MTB-Scheibenbremsen. Diese erhielten keine Endnoten. Zudem wurden fünf unveränderte Bremsen aus dem Jahr 2015 vorgestellt.