Fast schon traditionell haben wir auch dieses Jahr gegen Ende des Winters unseren Scheibenbrems-Test durchgeführt. Während sich am Parkplatz des Grandsberg die Langläufer noch die Skier an die Schuhe schnallen, heißt es für uns, in zwei Tagen die 300 Höhenmeter auf 2,4 Kilometer rund 50-mal zu bezwingen.
Was wurde getestet?
Im Vergleich waren elf Fahrrad-Scheibenbremsen. Eine abschließende Benotung fand nicht statt.
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Brake Force One BFO Magnet 180 mm (Modell 2015)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Brakeforce One hat seine BFO M durch den Einsatz eines Magneten im Bremssattel bzw. Stufenkolben geringfügig verbessert. In Anbetracht des geringen Gewichts ist die Leistung der Bremse sehr gut. Gewöhnungsbedürftig ist das ‚andere‘ Bremsgefühl durch den fehlenden Druckpunkt.“
Formula Brake R1 Racing (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote – Testsieger XC/Race
„Die Formula R1 Racing holt sich unverändert auch 2015 die Krone bei den XC-/Race-Bremsen. Zwar ist die Leistung im hinteren Bereich, doch für besagten Einsatz ausreichend und das Gewicht ist unschlagbar.“
Formula Brake T1 (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
ohne Endnote
„Formulas T1 zeigt im Test zwei Gesichter. Während sie am Prüfstand mit den original verbauten ‚Sintered Compound‘ Belägen durchaus gute Werte ablieferte, war der Verschleiß in der Praxis extrem hoch und auch der Druckpunkt war nicht konstant. In Kombination mit den organischen Belägen war die Leistung signifikant höher und die Standfestigkeit deutlich besser.“
„Im Praxistest lieferte die Hope Race Evo E4 ein positives Ergebnis und punktete mit guter bis sehr guter Bremsleistung. Sie ist in unseren Augen nach wie vor einer der Favoriten für den All-Mountain- und Enduro-Bereich. Wegen der überragenden Optik ist sie unser Liebling der Testcrew.“
Magura MT5 (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote – Testsieger Preis/Leistung
„Leistungsstark, günstig und zuverlässig - dieses Bild hinterlässt die neue Magura MT5 nach dem Bremsentest. Der Druckpunkt ist Magura-typisch recht weich, die Hebelergonomie ist gut und im Vergleich zur MT7 lässt sie sich besser für kleine Hände anpassen.“
Magura MT7 (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Der Erbe der legendären GustavM schlägt in puncto Bremsleistung ein neues Kapitel auf. Die Magura MT7 ist mit die leistungsstärkste Bremse, die wir je getestet haben, und sie ist sehr zuverlässig. Bei der Hebelweichen- und Druckpunkteinstellung wäre jedoch ein größerer Verstellbereich wünschenswert.“
Magura MT8 (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Maguras neue MT8 ist im Vergleich zum Vorgänger stärker und günstiger, aber auch minimal schwerer. Die sehr hohe Leistung vom Prüfstand konnten wir in der Praxis nicht ganz bestätigen, wenn gleich diese für XC- und Marathonrennen absolut ausreichend ist.“
Shimano SLX Scheibenbremse (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Shimanos Mittelklasse-Stopper SLX ist auch 2015 eine leistungsstarke und ergonomische Bremse zum günstigen Preis. Wie auch im vergangenen Jahr hält die SM-RT68 Scheibe mit Ice-Tech hohen Belastungen nur bedingt stand.“
Shimano XTR Race (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote – Testsieger Trail/AM
„Shimanos Top XC Bremse XTR M9000 Race ist auch in 2015 eine der besten Bremsen, die der Markt zu bieten hat. Die Hebelergonomie ist unerreicht und die Leistung im Praxistest gut bis sehr gut. Lediglich schwere Fahrer könnten die Standfestigkeit der Scheibe an ihre Grenze bringen.“
SRAM Guide RSC (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Sram hat mit seiner neuen Guide RSC, kombiniert mit den original verbauten ‚Organic‘ Belägen, wieder zu den Top-Bremsen aufgeschlossen. Die Bremse ist individuell einstellbar, ausreichend standfest und verfügt über eine gute Bremsleistung.“
Trickstuff Cleg 2 (180 mm)
Typ: Scheibenbremse
Bremsübertragung: Hydraulisch
ohne Endnote
„Auch nach mehreren Jahren im Programm ist die Trickstuff Cleg 2 eine Bremse, die durch ihre Leistung und Standfestigkeit überzeugt. Wegen der Fertigung und Montage in Freiburg ist eine Individualisierung der Bremse problemlos möglich. Durch den langen Hebel muss man sich für eine optimale Ergonomie des Cockpits etwas Zeit nehmen und ausprobieren.“
Wer richtig bremst, hat mehr Spaß auf dem Trail. Dabei kommt es neben der Bremskraft aber auch auf Dosierbarkeit und Standfestigkeit an. Wir haben die zehn spannendsten Bremsen der Saison 2016 in Labor und Praxis geprüft. Testumfeld: Die Zeitschrift MountainBIKE prüfte zehn Scheibenbremsen, aufgeteilt in fünf Cross-Country-/Race-Bremsen und fünf All-Mountain-/Enduro-
‚Wer an der Bremse spart, spart am falschen Platz.‘ Das sagte mein neuer Kollege Lucas beim diesjährigen Bremsentest und ich konnte ihm nur zustimmen. Testumfeld: Im Check waren 5 MTB-Scheibenbremsen. Diese erhielten keine Endnoten. Zudem wurden fünf unveränderte Bremsen aus dem Jahr 2015 vorgestellt.