Das Unternehmen tecmobile will auf dem deutschen Mobilfunkmarkt angreifen und hat zu diesem Zweck mit einem Schlag ein ganzes Portfolio aus dem Boden gestampft. Nicht weniger als neun Handy-Modelle umfasst dieses, wenngleich die große Masse davon sehr schlicht ausgestattet ist. Das trifft auch auf das Einsteiger-Smartphone Onyx 300 zu, welches mit Android 2.3 Gingerbread arbeitet. Prinzipiell könnte man das Telefon dennoch als solides Gerät bezeichnen, wäre da nicht der geringe Arbeitsspeicher.
Denn ein nur 832 MHz leistender Prozessor (Broadcom BCM21552) mag noch durchgehen, ein RAM von lediglich 256 Megabyte jedoch keinesfalls. Mittlerweile gelten schon 512 Megabyte als nicht mehr zeitgemäß, selbst Einsteigergeräte bieten immer öfter 1 Gigabyte. Und das hat seinen Grund: Anders als die vor allem für Marketing-Zwecke missbrauchte Prozessorleistung ist der Arbeitsspeicher tatsächlich essentiell für eine reibungslose Funktion des Handys. Zu wenig Arbeitsspeicher führt häufig zu einer ruckeligen Bedienung bis hin zu unverständlichen Abstürzen.
All das darf man also getrost auch für das tecmobile Onyx 300 annehmen. Eigentlich schade, denn mit etwas mehr RAM hätte das Handy durchaus Chancen im Einsteigermarkt gehabt. Für gerade einmal 150 Euro erhält der Kunde hier ein Mobiltelefon mit kapazitiv arbeitendem 3,2-Zoll-Touchscreen, GPS-Empfänger, EDGE und HSDPA. Freilich gibt es kleinere Details, die vielleicht viele Käufer in diesem Segment kaum jucken werden, dennoch aber unnötig schlicht gehalten wurden.
So unterstützt WLAN nur die veralteten Standards 802.11b+g, nicht aber 802.11n. Die integrierte Kamera wiederum besitzt nur magere 2 Megapixel Auflösung und der interne Speicher fällt mit 512 Megabyte sehr niedrig aus – vor allem, weil auch heute noch viele Android-Apps die Installation im Gerätespeicher voraussetzen und nicht von der Speicherkarte aus starten wollen, obwohl dies theoretisch möglich ist. All das wäre noch ok, würde das RAM angemessen ausfallen. So aber summieren sich die Nachteile dann doch ein wenig arg. Es gibt einfach bessere Einsteiger-Androiden bei den renommierten Herstellern.
20.03.2012

























