Der Discounter LIDL führt in seinem Online-Shop ein neues Mobiltelefon seiner Eigenmarke Silvercrest, das sich gezielt an ältere Menschen richtet. Das „Silvercrest Komfort-Mobiltelefon mit großen Tasten“, so die offizielle Bezeichnung des Artikels, kann dabei eine überraschend hohe Ausdauer vorweisen: Es ermöglicht mit seinem 900 mAh starken Akku immerhin bis zu sechs Stunden anhaltende Dauergespräche. Andere Spezial-Handys für den Seniorenmarkt kranken dagegen oftmals an einem kurzen Atem von nur zwei bis drei Stunden Gesprächszeit. Im Stand-by-Betrieb zeigt sich das Silvercrest-Handy allerdings ebenfalls nicht besonders ausdauernd: Mit 150 Stunden geht dem Handy schon nach sechs Tagen die Puste aus. Da LIDL jedoch eine praktische Tischladestation gleich mitliefert, sollte das kein Problem darstellen. Dann wird das Handy einfach wie ein DECT-Telefon in seine Basisstation gestellt und umgehend wieder aufgeladen.
Zentrales Verkaufsargument für das Silvercrest-Handy ist ansonsten natürlich auch die einfache Bedienbarkeit des Mobiltelefons. Wie die meisten Spezial-Handys seiner Art verfügt auch das LIDL-Gerät über große, deutlich voneinander separierte und groß beschriftete Tasten, Display und Tastatur sind zudem mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen. Leider ist der Bildschirm nicht sehr groß und die Anzeige durch ihre Zweizeiligkeit entsprechend schwer abzulesen. Dafür wurde auch an eine SOS-Funktion gedacht: Beim Drücken der Notruftaste werden an eine voreingestellte Rufnummer ein Anruf und eine SMS ausgelöst.
Das Silvercrest Senioren-Handy ist mit seinen knapp 60 Euro inklusive Ladestation eine sehr kostengünstige Alternative zu den Spezialtelefonen anderer Anbieter, die meist bei 90 bis 120 Euro angesiedelt sind. Im Gegenzug muss man aber eben auch ein paar Abstriche hinnehmen: Das etwas sehr kleine Display ist ebenso ein Negativpunkt wie die Tatsache, dass die Notruffunktion nur an eine Rufnummer ausgelöst wird. Die teureren Kollegen sind hier schon weiter und bieten extra große Anzeigen und SOS-Funktionen, die zum Beispiel bis zu fünf Rufnummern alarmieren oder gleich noch GPS-Koordinaten mitsenden. So muss jeder Käufer abwägen, ob er damit angesichts des günstigen Preises leben kann.
29.03.2010









