„The world's simplest cell phone“ - Das einfachste Handy der Welt. Dies verspricht die Werbung über John's Phone, wie ein neues Einfach-Handy heißt, das als Quadband-Gerät in den weltweiten Verkauf geht. Und damit dürften die Werbetexter nicht ganz falsch liegen. Denn abgesehen von Telefonie bietet das Handy in der Tat nichts. Kein Schnickschnack wie Kamera oder MP3-Player, nicht einmal die Möglichkeit zum Empfangen oder Versenden von Kurznachrichten. Puristische Telefonie ohne jede Schnörkel.
Und das wurde bei John's Phone auf die Spitze getrieben: Das Gerät besitzt lediglich die Nummerntasten, eine An-/Aus-Taste, eine Tastensperre, eine Taste für „Klingeln/Vibrationsalarm/Stumm“ und eine Wippe zum Regulieren der Lautstärke. Adress- oder Telefonbuch? Fehlanzeige. Die Nummern müssen manuell eingegeben werden. Als Erinnerung dient ein Papierblock auf der Rückseite des Mobiltelefons, der mit einem Kugelschreiber beschrieben werden kann, der ins Gehäuse integriert wurde.
Positiv fällt der mit 1.200 mAh Nennladung sehr starke Akku von John's Phone auf. Der soll immerhin drei Wochen Stand-by-Zeit ermöglichen, was sicherlich kein leeres Versprechen ist. Allerdings dürfte das Gerät schon etwas arg reduziert sein. Denn selbst Senioren und Menschen ohne großes Verständnis für Technik bevorzugen heutzutage dann doch ein ordentliches Display, um zu erkennen, welche Rufnummer sie da gerade eintippen... Dasjenige von John's Phone befindet sich in Form einer einzelnen, winzigen Anzeigenzeile an der Stirnseite des Gerätes und ist daher kaum gleichzeitig beim Abtippen einzusehen. Und auch eine SMS-Funktion sollte möglich sein.
John's Phone wäre allenfalls etwas für Menschen, die mit Technik überhaupt nicht mehr zurecht kommen. Dann aber sollten die Zifferntasten besser als Kurzwahlspeicher dienen, denn diese Zielgruppe wiederum wird sich kaum lange Rufnummern merken und diese dann auch noch mehr oder weniger blind eingeben können.
26.10.2010







