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Schwächen
NiMH-Akkus kaufen: Worauf Tester und Käufer achten
Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) sind die meistverkauften wiederaufladbaren Batterien im AA- und AAA-Format. Sie kommen heute vor allem dort zum Einsatz, wo Lithium-Ionen-Akkus nicht praktikabel sind: in Fernbedienungen, Blitzgeräten für Kameras, Computermäusen, Computertastaturen, Spielzeug und Spielzeugfernsteuerungen. Trotz der Dominanz von Lithium-Ionen in der Unterhaltungselektronik bleibt NiMH im AA/AAA-Standardformat unangefochten, weil es keine günstige Lithium-Alternative in diesem Format gibt.
NiMH-Akkus verschiedener Hersteller – Qualitätsunterschiede zeigen sich vor allem bei Selbstentladung und tatsächlicher Kapazität. (Bildquelle: amazon.de)
Worauf achten Tests bei NiMH-Akkus?
Im Vordergrund stehen Anfangskapazität und Selbstentladung. Die Anfangskapazität gibt an, wie viel Energie ein frisch geladener Akku enthält – bei AA-Zellen typischerweise zwischen 1.900 und 2.850 mAh. Wichtiger ist aber oft die tatsächlich nutzbare Kapazität unter Last: Erreicht der Akku die auf der Verpackung angegebene Nennladung? Günstige Importprodukte unterschreiten sie häufig. Tester messen daher explizit die Kapazität unter praxisnaher Last.Zweites zentrales Kriterium ist das Spannungsverhalten unter Last: Hält der Akku eine stabile Spannung oder bricht sie schnell ein? Das ist besonders für Blitzgeräte relevant, die kurze, starke Stromentnahmen benötigen.
Hinzu kommt die Selbstentladung. Wie viel Ladung verliert der Akku unbenutzt in der Schublade? Und: Reagiert der Akku empfindlich auf falsche Lagerung, Überladung oder Tiefentladung?
Kapazitäten: Was ist realistisch?
Im AA-Format sind Nennladungen von 1.900 bis 2.850 mAh erhältlich. Im AAA-Format liegt der Bereich bei 800 bis 1.100 mAh. Größere Sub-C-Zellen erreichen bis zu 4.600 mAh und sind im Modellbau beliebt. Wichtig: Sehr hohe Kapazitätsangaben auf günstigen Unbekannter-Hersteller-Akkus sind oft unrealistisch. Ein Test von Stiftung Warentest und zahlreiche Verbrauchervergleiche belegen, dass günstige Importakkus ihre Nennladung regelmäßig nicht erreichen.Low-Self-Discharge-Akkus (LSD): Die wichtigste Weiterentwicklung
Die praktisch relevanteste Entwicklung bei NiMH-Akkus sind sogenannte Low-Self-Discharge-Akkus (LSD). Sie verlieren deutlich weniger Ladung durch Selbstentladung als herkömmliche NiMH-Zellen und können nach Jahren Lagerung noch 70 bis 85 Prozent ihrer Ladung halten. Der bekannteste Vertreter ist Panasonics Eneloop – ein international als Referenz geltender LSD-Akku. Die weiße Standardversion (Eneloop) bietet 2.000 mAh und bis zu 2.100 Ladezyklen; die schwarze Pro-Version bietet 2.550 mAh, aber weniger Ladezyklen. Varta bietet mit dem Varta Recharge Accu Power und Recycled eine günstigere Alternative, die in Tests ebenfalls gut abschneidet.
USB-ladbare Akkus sind eine praktische Sonderlösung für unterwegs – erfordern kein separates Ladegerät. (Bildquelle: getdigital.de)
Nachteile von NiMH-Akkus
NiMH-Akkus reagieren empfindlicher als Lithium-Ionen-Zellen auf:- Überladung: Schädigt Zellen dauerhaft; gutes Ladegerät mit Abschaltautomatik ist Pflicht.
- Tiefentladung: Vollständiges Entleeren schädigt die Zelle. Geräte sollten nicht bis zum vollständigen Stillstand betrieben werden.
- Niedrige Temperaturen: Unter 0 °C büßen NiMH-Akkus erheblich an Kapazität ein; bei starkem Frost sind sie nahezu unbrauchbar.
- Selbstentladung: Herkömmliche NiMH-Akkus verlieren 5 bis 10 Prozent bereits am ersten Tag, dann rund 1 Prozent pro Tag. LSD-Akkus wie Eneloop sind hier erheblich besser.
Für das Laden sind intelligente Ladegeräte empfehlenswert, die den Ladezustand erkennen und rechtzeitig abschalten. Einfache, nicht überwachende Ladegeräte können Zellen dauerhaft schädigen.
Der Memory-Effekt: Bei NiMH kein echtes Problem
Den ausgeprägten Memory-Effekt älterer Nickel-Cadmium-Akkus kennen NiMH-Zellen nicht. Es gibt einen schwächeren sogenannten Lazy-Battery-Effekt, der entsteht, wenn ein Akku immer nur minimal entladen und wieder aufgeladen wird. Dadurch sinkt die Betriebsspannung schrittweise. Abhilfe: Den Akku zwei bis drei Mal vollständig entladen und wieder aufladen – dabei aber keine Tiefentladung riskieren.Tests und Kaufempfehlungen
Stiftung Warentest hat NiMH-Akkus zuletzt in Ausgabe 12/2022 getestet. Panasonic Eneloop und Varta Recharge Accu Power schnitten dabei sehr gut ab – besonders für niedrige Selbstentladung, hohe tatsächliche Kapazität und lange Lebensdauer. Günstige No-Name-Produkte fielen durch zu niedrige reale Kapazitäten und hohe Selbstentladung auf. In Kundenbewertungen wird Eneloop als langlebigste und zuverlässigste Option immer wieder empfohlen.Akkus mit der höchsten Nennladung
| Kapazität | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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ab 5,37 € ![]() Sehr gut 1,4 |
800 mAh |
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10.683 Meinungen 2 Tests |
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ab 5,52 € ![]() Sehr gut 1,5 |
750 mAh |
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224.933 Meinungen 0 Tests |
(Diese Liste ist nicht zwangsläufig auf NiMH-Akkus beschränkt.)

























