Das Wichtigste auf einen Blick:
- Schwedenbrillen bieten maximale Wasserdichtigkeit und geringen Wasserwiderstand für Wettkampf
- Komfortbrillen mit hochwertiger Silikondichtung für lange Trainingseinheiten geeignet
- Schwimmmasken bieten breites Sichtfeld – ideal für Triathlon und Orientierung im Freiwasser
- Schwimmbrillen mit Sehstärke heute gut verfügbar, auch als individuelle Maßanfertigung
- Anti-Beschlag-Beschichtung nutzt sich ab und ist schwer zu regenerieren
- Günstige Dichtungen bei Komfortbrillen halten oft nicht ausreichend dicht
Ob Gelegenheitsschwimmer oder Wettkampfathlet – eine Schwimmbrille gehört zur Grundausstattung. Sie schützt die Augen vor Chlor und UV-Strahlung und verbessert die Sicht unter Wasser. Welcher Typ für welchen Zweck geeignet ist und was beim Kauf zählt, erklärt dieser Ratgeber.
Drei Typen im Überblick: Welche Schwimmbrille passt zu wem?
Der Markt unterscheidet grundsätzlich drei Brillentypen, die sich in Tragekomfort, Wasserdichtigkeit und Einsatzgebiet erheblich unterscheiden.Schwedenbrille: Für Wettkampf und ambitioniertes Training
Die Schwedenbrille ist der Klassiker im Leistungssport. Ihre Besonderheit: Die harten Augenringe liegen direkt auf den Augenknochen auf – ohne Schaumstoff- oder Silikondichtung. Das sorgt für einen sehr festen Sitz, der selbst beim Startsprung oder bei der Rollwende hält und kein Wasser eindringen lässt. Zusätzlich bietet die flache, kompakte Bauform den geringsten Wasserwiderstand.Der Nachteil ist ebenso klar: Der harte Sitz kann bei längerem Tragen schmerzhaft werden. Für Freizeitschwimmer ist die Schwedenbrille deshalb eher ungeeignet. Wer regelmäßig und intensiv trainiert, gewöhnt sich jedoch daran. Schwedenbrillen sind zudem in der Regel die günstigste Variante und schon ab wenigen Euro erhältlich.
Schwedenbrillen kommen ohne Silikondichtung aus – der direkte Kontakt der Augenringe mit dem Gesicht sorgt für festen Halt. (Bildquelle: amazon.de)
Komfortbrille mit Silikon- oder Schaumstoffdichtung: Für Freizeit und Hobby
Schwimmbrillen mit weicher Silikon- oder Schaumstoffdichtung bieten deutlich mehr Tragekomfort und eignen sich für längere Einheiten und Gelegenheitsschwimmer. Die Dichtung passt sich dem Gesicht an und sitzt sanfter. Hochwertige Silikondichtungen schließen dabei so gut ab, dass kaum Wasser eindringt. Günstige Modelle mit weicher Dichtung halten dagegen oft nicht so dicht wie eine Schwedenbrille.Wichtige Kaufkriterien bei diesem Typ:
- Nasensteg: Ein verstellbarer oder austauschbarer Nasensteg verbessert die Passform erheblich – gerade da Gesichtsformen sehr unterschiedlich sind.
- Anti-Beschlag-Beschichtung: Fast alle hochwertigen Modelle haben eine Anti-Fog-Innenbeschichtung. Diese nutzt sich mit der Zeit ab. Die Brille nicht mit den Fingern innen anfassen und nach jedem Schwimmen mit klarem Wasser spülen verlängert die Wirkung. Alternativ helfen Anti-Fog-Sprays.
- UV-Schutz und Tönung: Für das Schwimmen im Freien – ob See, Freibad oder offenes Gewässer – sind getönte oder verspiegelte Gläser mit UV-Schutz sinnvoll. Im Hallenbad sind klare Gläser besser geeignet.
Schwimmmaske: Für Triathlon, Anfänger und breites Sichtfeld
Schwimmmasken sind deutlich größer als klassische Schwimmbrillen und bieten ein deutlich weiteres Sichtfeld – manche Modelle bis zu 160 Grad. Die Nase liegt dabei außerhalb der Augenkammer, weshalb kein Druckausgleich möglich ist. Schwimmmasken eignen sich deshalb nur für flaches Schwimmen nahe der Wasseroberfläche, nicht für Tauchen.Ihr großes Sichtfeld macht Schwimmmasken besonders bei Triathleten und Freiwasserschwimmern beliebt, wo Orientierung und Sicht auf andere Schwimmer entscheidend sind. Auch für Schwimmanfänger, die den Einstieg bequem gestalten wollen, sind sie eine gute Wahl.
Schwimmbrillen für Brillenträger
Wer eine Sehkorrektur benötigt, hat mehrere Optionen: Schwimmbrillen mit standardisierten Dioptrienwerten (meist -1,5 bis -8,0) sind im Fachhandel und online erhältlich und decken die häufigsten Sehschwächen ab. Wer genaue Werte oder unterschiedliche Stärken für beide Augen benötigt, kann beim Optiker eine individuelle Maßanfertigung in Auftrag geben – das ist teurer, aber für starke Sehschwächen oft die einzige praktikable Lösung. Eine Alternative ist das Tragen von Kontaktlinsen unter einer normalen Schwimmbrille.Worauf beim Kauf achten?
Die wichtigsten Kaufkriterien auf einen Blick:- Passform vor Preis: Die Brille muss ohne Druck dicht sitzen. Vor dem Kauf am besten ausprobieren oder auf ein Modell mit mehreren Nasenstegen setzen.
- Material der Dichtung: Silikon ist langlebiger und hygienischer als Schaumstoff, der mit der Zeit porös werden kann.
- Doppeltes Kopfband: Zwei Bänder verteilen den Druck besser und sorgen für sichereren Halt als ein einzelnes Band.
- Anwendungsbereich: Hallenbad, Freibad oder Freiwasser? Die Brillentyp- und Glaswahl sollte dazu passen.
- Preis: Für regelmäßiges Schwimmen empfehlen sich Modelle ab etwa 10 bis 15 Euro. Darunter sind Qualität und UV-Schutz häufig unzureichend.






















