Ein Teller mit Spaghetti und rotem Pesto

Pasta al Verpesto? Rotes Pesto und Spaghetti im ÖKO-TEST

Genuss wie in Bella Italia? Das versprechen Pasta mit Pesto Rosso. Das Fachmagazin ÖKO-TEST hat verschiedene Pesto-Marken unter die Lupe genommen und ist dabei auf Pestizide, Mineralöle und andere bedenkliche Inhaltsstoffe gestoßen. Wir zeigen, welche Fertigprodukte sich lohnen und wie Sie Pesto Rosso ganz einfach selbst machen. Zu welchen Spaghetti Sie getrost greifen können, steht in der Ausgabe 03/2024.

ÖKO-TEST prüft 27 Pesti

Wer eine Variante des klassischen italienischen Pestos sucht, ist mit Pesto Rosso eigentlich gut beraten. Es wird aus getrockneten Tomaten, Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Parmesan und Olivenöl hergestellt. Gelegentlich werden auch andere Zutaten wie getrocknete Paprika, Chiliflocken oder weitere Kräuter zugegeben – es gibt zahlreiche Interpretationen der aromatischen Paste für jeden Geschmack. Bei Fertigprodukten ist die Zutatenliste oft länger. Hier finden sich auch bedenkliche Inhaltsstoffe, wie ÖKO-TEST in der Ausgabe 04/2024 herausfand. Von 27 getesteten Pesti kann das Fachmagazin nur ein Drittel empfehlen. Darunter, neben den Testsiegern, etwa das Barilla Pesto Rosso oder das Ppura Pesto Rosso. Beide Produkte sicherten sich das Testurteil "gut".

Das kleine Schadstoff-ABC:

Insgesamt zehn Produkte fielen aufgrund von bedenklichen Inhaltsstoffen mit den Urteilen „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch:

Schimmelpilzgifte: Pflanzliche Lebensmittel, wie zum Beispiel Tomaten, Getreide oder Sonnenblumenkerne, können von Schimmelpilzen der Alternaria-Gattung befallen sein. Zu diesen Toxinen gehören Alternariol (AOH) und Alternariolmonomethylether (AME), die sich im Labor in Zellversuchen als gentoxisch erwiesen haben und im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Bedenklich ist auch Tenuazonsäure (TEA). In Tierversuchen hemmte TEA die Bildung körpereigener Proteine, was potenziell organschädigend sein kann.

Drei von vier Testverlierern mit dem Gesamturteil „ungenügend“ wiesen besonders hohe Schimmelpilzgiftwerte, bedenkliche Pestizidcocktails und Mineralölbestandteile auf:

Drei Gläser mit rotem Pesto, die schlecht im Test abgeschnitten haben. (Bildquelle: oekotest.de)

Bisphenol A: Bisphenol A (BPA) ist Ausgangsstoff für Polykarbonat-Kunststoffe und kann daher in beschichteten Lebensmittelverpackungen vorkommen. ÖKO-TEST vermutet, dass es beispielsweise über die Deckeldichtungen der Pestogläser in einzelne Produkte geraten sein könnte. Die Industriechemikalie kann das Hormonsystem beeinflussen und reproduktionstoxisch auf den Menschen wirken.

Sie möchten BPA vermeiden?

Dann greifen sie besser nicht zu folgenden Bio-Produkten, die dieses enthielten: Pesto Rosso von Dennree (Feger Di Gerardo Ferraioli) & Pesto Rosso, Naturland von Rewe (Bio Organica Italia).

Mineralölbestandteile: Bei der maschinellen Produktion von Lebensmitteln können Schmieröl-Verunreinigungen auftreten. Unterschieden wird zwischen folgenden chemischen Verbindungen, die in Mineralöl vorkommen: MOSH (gesättigte Mineralölbestandteile) und MOAH (aromatische Kohlenwasserstoffe). Während einige MOAH erbgutverändernd und krebserzeugend sind, reichern sich MOSH mit noch unklaren Auswirkungen im Körper an.

Achtung:

Kein Produkt war vollkommen frei von Mineralöl. 16 Produkte enthielten dieses in Spuren, der Rest enttäusche mit erhöhten oder sogar stark erhöhten Mineralölwerten.

Pestizide: ÖKO-TEST wies den von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) als fortpflanzungsschädigend eingestuften Stoff Dimethomorph und das hochgefährliche, schwer abbaubare und für Wasserorganismen toxische Pestizid Chlorantraniliprol nach.

Zum Test

Do it yourself: Vermeiden Sie bedenkliche Inhaltsstoffe

Zutaten für 300 Gramm Pesto Rosso:

  • 3 EL Pinienkerne
  • 2 EL Mandeln
  • 100 Gramm getrocknete Tomaten
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Parmesan
  • 2-3 EL Olivenöl

Testsieger Olivenöle

So funktioniert’s:

Alle Wege führen nach Rom:

Zum Zerkleinern der Zutaten eignen sich Stabmixer, Mixer, Zerkleinerer oder auch der Thermomix.

Klein, aber effektiv: leistungsstarke Zerkleinerer

  Leistung Unser Fazit Stärken Schwächen Bewertung Angebote
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5.945 Meinungen

0 Tests

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500 W Viel­sei­tig mit 2 Geschwin­dig­keits­stu­fen

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4.549 Meinungen

0 Tests

 

Gehen Sie auf Nummer Sicher: Trocknen Sie Ihre Tomaten selbst

Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 06/2017 getrocknete Tomaten geprüft und wies dabei Weichmacher, aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Glycidyl-Ester nach. Immerhin: Bei 10 von 17 Produkten waren Schadstoffe kein Problem. Unter den Empfehlenswerten: die getrockneten Tomaten in Rapsöl von Biozentrale, dich gefolgt von den ebenfalls guten sonnengetrockneten Tomaten von dmBio. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn sie selbst trocknen:

  • Waschen Sie die gewünschte Menge Tomaten
  • Halbieren Sie diese
  • Entfernen Sie die Kerne und trocknen Sie die Tomaten ab
  • Bestreichen Sie die Ebenen des Dörrautomaten dünn mit Olivenöl
  • Legen Sie die Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach oben auf die Ebenen
  • Bestreuen Sie die Tomaten mit etwas Salz
  • Dörren Sie die Tomaten etwa 10 Stunden bei 70 °C

Die Tomaten bleiben luftdicht verpackt etwa 1–2 Wochen frisch. Noch länger halten sie sich, wenn sie nach der Trocknung in Öl eingelegt werden.

Die besten Dörrautomaten

Und wenn es schnell gehen muss? Die besten Fertig-Pesti

Greifen Sie bestenfalls zu den Testsiegern bei ÖKO-TEST. Folgende Produkte überzeugten sensorisch und sicherten sich ein „sehr gut“ für die Inhaltsstoffe:

  • Bio Pesto Rosso von Dm
  • Ener Bio Pesto Rosso von Rossmann
  • Pesto Rosso von La Selva

Testsieger Pesto Rosso (Bildquelle: oekotest.de)

Die besten Spaghetti

In der kulinarischen Welt sind Pesto und Spaghetti ein unschlagbares Duo. Doch welche Nudel ist der Würzpaste würdig? ÖKO-TEST hat in der Ausgabe 03/2024 insgesamt 37 Spaghetti geprüft. Das Ergebnis überrascht, denn gerade Bio-Produkte enttäuschten mit den höchsten Mineralölgehalten, einer Abwertung wegen Schimmelpilzgiften und Glyphosat. Grund zur Beunruhigung gibt es aber nicht – die meisten Spaghetti schnitten im Test mit Bestnoten ab.

Sparfüchse aufgepasst: Unter den Testsiegern sind nicht nur Markenprodukte wie die Barilla Spaghetti N°5, sondern auch Eigenmarken von Discountern, wie die Gut & Günstig Spaghetti von Edeka, die Ja! Spaghetti von Rewe oder die Combino Spaghetti von Lidl (Bon Pasta).

Spaghetti No 5

Gut

1,6

Barilla Spaghetti No 5

3 Tests

30 Meinungen

Bestenliste Nudeln

Trotz guter Testergebnisse:

Es geht nichts über frische Pasta. Werfen Sie gerne einen Blick in unsere Bestenlisten, um die passenden Küchen- & Nudelmaschinen für die Teigverarbeitung zu finden.

 

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von Lea Lynn Asiklar

Fachredakteurin im Ressort Home & Life – bei Testberichte.de seit 2021.

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