Das Wichtigste auf einen Blick:
- in der Regel attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
- vor allem kabellose Sets am Markt
- Maus und Tastatur optisch aufeinander abgestimmt
Wie beurteilen Fachmagazine Maus-Tastatur-Sets?
Fachzeitschriften, die Maus-Tastatur-Sets testen, verwenden meist die gleichen Bewertungsmaßstäbe wie bei Einzeltests von Mäusen und Tastaturen. Das Zusammenspiel der beiden Geräte stellt keine große Herausforderung dar, da keine spezielle Synchronisation nötig ist. Beide Peripheriegeräte werden einzeln mit dem PC oder Laptop verbunden.
Viele Sets sind besonders für den mobilen Gebrauch konzipiert und daher kompakt gestaltet. (Bildquelle: amazon.de)
Bei der Tastatur legen die Tester vor allem Wert auf solide Verarbeitung und ergonomisches Design: Das Tastenlayout sollte intuitiv sein, die Tasten selbst einen klaren Druckpunkt sowie einen angenehmen Tastenhub besitzen. Zusätzliche Extras wie eine ergonomische Handballenauflage, integrierte USB-Ports oder verstellbare Stützfüße zum Höhenausgleich werden oft positiv bewertet. Auch eine Beleuchtung ist gern gesehen, wobei gerade bei Gaming-Tastaturen die Anforderungen an die Beleuchtung höher sind. Im gehobenen Segment sind zudem lautlose Sets mit sogenannter SilentTouch-Technologie inzwischen weit verbreitet, da sie besonders für ruhige Büro- und Heimarbeitsumgebungen geeignet sind.
Die Maus bildet gelegentlich die Schwachstelle eines Sets. Hochwertige Mäuse, die mit der Qualität der Tastatur mithalten können, sind eher selten zu finden. Dennoch profitieren Käufer von der allgemein guten Qualität der Sensoren, wodurch Präzision und Reaktionsschnelligkeit meist zufriedenstellend sind. Optimal ist es, wenn eine Maus in einem Set für beide Händertypen geeignet ist. Ist sie nur für Rechtshänder ausgelegt, führt das meist zu einer Abwertung.
Welche Arten von Sets gibt es?
Maus-Tastatur-Kombinationen gliedern sich meist in verschiedene Preisbereiche. Die Mehrheit richtet sich an Nutzer, die eine preiswerte Basisausstattung für den PC oder das Notebook suchen – mit Fokus auf Standardanwendungen. Solche Tastatur-Maus-Sets verfügen in der Regel nicht über spezielle Funktionen für Gaming oder Multimedia und sind für einfache Aufgaben konzipiert. Diese Standardmodelle sind meist ab etwa 20 EUR erhältlich.Wer Wert auf ein solides Maus-Tastatur-Set legt, sollte allerdings etwa das Zwei- bis Dreifache investieren. Günstige Modelle weisen häufig Mängel auf: Der Anschlag der Tasten ist schwach, die Beschriftungen verblassen schnell, und oft fehlt auch ein Spritzwasserschutz. Bei den Mäusen sind beispielsweise der Druckpunkt oder das Scrollrad manchmal eher enttäuschend.
Teurere Maus-Tastatur-Sets bieten oft erweiterte Komfortfeatures, etwa zusätzliche Funktionstasten, mit denen sich Multimedia-Anwendungen steuern oder Programme per Tastendruck starten lassen – ein spürbarer Vorteil für Vielschreiber und Mediennutzer. Premium-Modelle ab etwa 100 Euro bieten zudem oft Multi-Device-Funktionalität, sodass sich dasselbe Set per Tastendruck zwischen mehreren Computern, Tablets oder Smartphones umschalten lässt.
Wie gut funktionieren kabellose Maus-Tastatur-Sets?
Sie verhindern Kabelgewirr auf dem Schreibtisch und sorgen besonders bei der Maus für größere Bewegungsfreiheit. Für Desktop-PCs kommt meist die 2,4-GHz-Funktechnik über einen kleinen USB-Nano-Empfänger zum Einsatz. Einige Hersteller, darunter Logitech mit seinem Logi-Bolt-Standard, setzen auf einen sichereren Funkstandard auf Basis von Bluetooth Low Energy 5.0, der besonders in Unternehmensumgebungen für verschlüsselte Verbindungen sorgt und bis zu sechs Geräte über einen einzigen Empfänger verbindet.Bei Notebooks sind häufig Bluetooth-Modelle empfehlenswert, da dort das Bluetooth-Modul ohnehin integriert ist und somit kein zusätzlicher USB-Anschluss für einen Funkempfänger benötigt wird. Achtung: Bei Sets, die ausschließlich über einen proprietären USB-Empfänger funktionieren, wird ein freier USB-A-Port am Gerät benötigt. Da viele aktuelle Notebooks nur noch USB-C-Anschlüsse bieten, lohnt sich ein Blick auf die Anschlusskompatibilität vor dem Kauf – einige Empfänger sind inzwischen auch mit USB-C-Anschluss erhältlich.
Beide Verbindungsarten gelten als recht zuverlässig und wenig störanfällig. Die Laufzeit von Akku oder Batterien variiert stark und reicht von einigen Wochen über mehrere Monate bis hin zu mehr als einem Jahr bei neueren Modellen. Wiederaufladbare Akkus sind langfristig wirtschaftlicher als reine Batteriegeräte. Tests zeigen, dass sich die etwas höhere Anschaffung in der Regel innerhalb von drei bis acht Monaten bezahlt macht. Darüber hinaus erlauben kabellose Sets die Bedienung des Rechners auch vom Sofa aus, zum Beispiel im Heimkino-Setup. Dabei sind kompaktere Sets von Vorteil, die trotz ihrer geringen Größe möglichst mit Schnellzugriffstasten ausgestattet sind. Ein Scrollrad, ein Trackball oder ein Touchpad auf der Tastatur können ebenfalls hilfreich sein, um die Maus im Sofa-Einsatz zu ersetzen.






