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Unser Fazit
10.12.2013
Tour
Reisehaartrockner mit flexibler Spannungsversorgung
Das Datenblatt des Reisehaartrockners Tour von Unold Elektro liefert nichts Bemerkenswertes, doch gerade deshalb dürfte es all diejenigen ansprechen, die einen soliden Föhn ohne überflüssigen Schnickschnack suchen. Gestützt auf die Erfahrung, dass komplexe Technik auch komplexe Probleme mit sich bringen kann und Features wie Ionentechnik ohnehin in den Bereich der Märchen und Fabeln zu verweisen sind, zeigt sich der Tour erfreulich authentisch.
Abnehmbare Ondulierdüse
Das klappbare Gerät besitzt die üblichen zwei Gebläse- und Heizstufen, zieht entsprechend 1.000 oder 1.200 Watt aus der Leitung und vermeldet Überhitzungsgefahr mit Selbstabschaltung. Ein Vergleich zum jüngst auf der IFA als Produktneuheit vorgestellten Schwesternmodell Tazer zeigt, wo speziell man den Verzicht verorten muss: Nur der Tazer besitzt eine Kaltstufe, mit dessen Hilfe Frisierwillige geföhnte Wellen, eingerollte Spitzen oder glatt gestriegelte Ponys stabilisieren können. Der Tour besitzt nur im Ansatz eine Frisierhilfe: Mit seiner abnehmbaren Ondulierdüse, die den Luftstrom gezielt auf Haarpassés über Rundbürsten lenkt und das Haar zum Einrollen lockt.
Umschaltbare Spannungsversorgung
Seine Kernkompetenz als Reiseföhn aber dürfte er ausfüllen. Er ist klein (rund 17 x 7 x 21 Zentimeter), leicht (350 Gramm), passt eingeklappt auch in kleinste Winkel von Reisetaschen und Kabinentrolleys und passt sich mit seiner Spannungsumschaltung von 110, 220 oder 240 Volt auch ausländischen Netzverhältnissen an. Wie auch beim Tazer oder ausgewachsenen Haartrocknern desselben Herstellers sitzt allerdings in seinem Gehäuse ein Gleichstrom-Motor, kurz "DC", wie er heute nur noch in den Gehäusen von Budgetware verwendet wird. Der Unterschied zu heute üblichen "AC"-Motoren mit Wechselstromtechnik liegt insbesondere in deren höherer Haltbarkeitsprognose. Gemessen am Reisekonzept für den sporadischen Gebrauch ist eine solche einfache Geräte-Auslegung aber nur konsequent.
Einfacher Gleichstrom-Motor ohne Kaltstufe
Dieselbe Konsequenz zeigt er mit dem Fehlen einer Kaltstufe. Denn DC-Modelle zeigen gerade hier ihre Tücken: Kaltstufen sind im Grunde meist nur Lauwarm-Stufen, demnach kaum von der unteren Temperaturschaltstufe zu unterscheiden – oder sie bummeln sich gemütlich bis in die kühleren Temperaturregionen vor. Der Grund liegt im Verzicht der DC-Geräte auf strikte Trennung der Gebläse- von der Heizfunktion. Wer hierauf wert legt, sollte den Blick auf den Tazer richten, der zwar knapp 4 Euro turer ist als der Tour (rund 11 Euro) und eine Kaltstufe besitzt. Was beide wirklich leisten, werden die Erfahrungsberichte zeigen. Bis dato sind die Online-Foren und Kommentarseiten der Online-Marktplätze noch frei von Einträgen zum Unold-Neuzugang.