• ohne Endnote

  • 0  Tests

    0  Meinungen

keine Tests
Testalarm
keine Meinungen
Meinung verfassen
Aktuelle Info wird geladen...
Typ: Fil­ter-​Luftrei­ni­ger
max. Raum­größe: 107 m²
HEPA: Fil­ter­klasse H14
Vor­fil­ter: Ja
Geräusch­pe­gel: 64 dB
Mehr Daten zum Produkt

Einschätzung unserer Autoren

Hight­ech-​Fil­ter gegen Coro­na­vi­ren

Stärken
  1. wissenschaftliche Studien zeigen: TAC V+ist in der Lage, auch Coronaviren aufzufangen
  2. Strömungsforscher testieren dem Gerät eine Senkung der Aerosolkonzentration auf ein ungefährliches Niveau
  3. Hocheffizienzfilter der Klasse H14-HEPA siebt 99,995 Prozent der krankmachenden Viren aus der Raumluft
  4. automatische Filter-Dekontaminationstechnik tötet abgeschiedene Viren durch Hitze ab
Schwächen
  1. teuer (derzeit ca. 4.290 Euro)
  2. Filter kosten rund 470 Euro
  3. Filterwechsel einmal pro Jahr erforderlich
  4. Lüften bleibt trotzdem wichtig

Studien zeigen: TAC V+ kann die Virenlast im Raum gering halten

Filtern oder Fenster aufreißen? Schulen auf oder zu? Sperrstunde ja oder nein? Coronaviren werfen noch immer mehr Fragen als Antworten auf. Doch während man anderswo noch debattiert (Helfen Luftreiniger gegen Coronaviren?), verwirrt Trotec mit dem Ansatz einer technischen Lösung: dem eigens gegen Coronaviren entwickelten Hightech-Luftreiniger TAC V+. Dabei handelt es sich um ein mobiles Gerät mit einem sogenannten HEPA-Filter der Klasse 14 und der Angabe, dass er 99,995 Prozent der Partikel ab 0,1 bis 0,3 Mikrometer aus der Raumluft filtert. Es ist in der Lage, auch Coronaviren aufzufangen, das konnten Strömungsforscher der Bundeswehr-Universität München im Laborversuch nachweisen. Seither gilt es in Fachkreisen als effektiver Hygiene-Baustein zum Schutz vor infektiösen Aerosolen – winzigen Tröpfchen, die kleiner als ein Stecknadelkopf sind und eine größere Rolle bei der Ansteckung mit SARS-CoV-2-Coronaviren spielen als zunächst angenommen. Mit einem Volumenstrom von 3.500 Kubikmetern pro Stunde und seinem hohen Luftdruck ist er imstande, infektiöse Aerosolwolken in einem Raum auf ein ungefährliches Niveau zu verdünnen. Pluspunkte gibt es zudem für die Leistungsreserven, die zwölf oder mehr Luftwechsel pro Stunde auch in größeren Räumen ermöglichen.

Trotec H14-Filter zum TAC V+ gegen Coronaviren Der von Trotec entwickelte Hochleistungs-Spezialfilter zeichnet sich durch einen Abscheidegrad von 99,995 Prozent bei Partikelgrößen von 0,1 bis 0,2 Mikrometer aus und entspricht der Klasse H14 gemäß EN 1822. (Bildquelle: trotec.de)

Mit dem HEPA-H14-Filter sinkt das Risiko einer indirekten Virusinfektion durch luftgetragene Aerosolpartikel

Aber warum genau hilft nun dieser Luftreiniger gegen Corona? Sind Coronaviren nicht viel kleiner als etwa Feinstaubpartikelchen, die nur die feinporigsten Filter abscheiden können? Experten erklären das so: Weil Aerosole, also luftgetragene Partikel, so klein und leicht sind, können sie sich innerhalb kürzester Zeit über mehrere Meter ausbreiten und trudeln eine Zeitlang in der Luft, anstatt wie Tröpfchen zu Boden zu sinken. Die Menschen im Raum atmen die luftgetragenen Aerosole ein und infizieren sich womöglich mit den in den Aerosolen gebundenen Viren. Deshalb versprechen Luftreiniger Rettung. Doch es gibt einen Haken: Im Gegensatz zu den Münchner Laborversuchen hört der Eintrag infektiöser Aerosole in einem Raum nicht mit Beginn der Messungen auf, sondern setzt sich in der Realität mit Sprechen, Singen, Husten oder auch nur Atmen permanent fort. Auch wenn es sich daher um eine Rechnung mit verschiedenen Unwäg­barkeiten handelt, bleibt das Ergebnis nicht gänzlich spekulativ. Der Einsatz des TAC V+ wäre vor allem für Schulklassen, Kitas, aber auch in Restaurants sinnvoll, wo im Herbst und Winter Dauerlüften nicht möglich ist. Ein gutes Ergebnis ist aber auch vom Aufstellort abhängig, sagen die Forscher. Man müsse außerdem beachten, die Decke freizuhalten, damit sich der Luftstrom auch möglichst weit im Raum ausbreiten kann.

Hintergrund: Was ist HEPA, was eine Luftwechselrate?

Hochleistungsfilter: Die von allen beteiligten Fachkreisen empfohlenen Hocheffizienzfilter, auch HEPA-Filter genannt, werden schon seit vielen Jahren beispielsweise in OP-Sälen eingesetzt. Sie bestehen aus synthetischen Fasern, die in mehreren Lagen übereinander geschichtet werden. Diese Filter scheiden Partikel durch verschiedene physikalische Effekte auf ihren Fasern ab und verbleiben dort. Besonders feinporige HEPA-Filter der Klasse H14 können nahezu alle Partikel bis hinunter zu einer Größe von 0,1 bis 0,2 Mikrometer aus der Luft entfernen.

Luftwechselrate: Je höher die Luftumwälzung und somit die Rate der Luftwechsel, desto niedriger ist die Verweildauer von Viren in der Raumluft und damit einhergehend auch das Ansteckungsrisiko. Die Höhe der Luftwechselrate bestimmt auch den Wirkradius eines Luftreinigers. Die Wissenschaft fordert mindestens sechs Luftwechsel pro Stunde. Sowohl Luftreiniger als auch H14-Filter müssen also über eine mindestens sechsfach größere Luftleistung verfügen, als es dem Luftvolumen des Raumes entspricht. Höhere Personendichten und -aktivitäten erfordern höhere Luftwechselraten.


Lüften und AHA-Regeln bleiben trotzdem wichtig

Schade nur, dass der Trotec TAC V+ mit Preisen um die 4.290 Euro sehr teuer ist – die Strom- und Wartungskosten noch nicht mit eingerechnet. Auch ein neuer Filter kostet. Um zu vermeiden, dass der Filter seinerseits zur Virenschleuder wird, ist eine hitzebeständige Spezialkonstruktion verbaut, die regelmäßig auf 100 °C aufgeheizt wird und abgeschiedene Viren praktisch zerstört. Trotzdem wird ein Filterwechsel einmal pro Jahr empfohlen – Kostenpunkt für einen der H14-Metalllamellen-Hochtemperaturfilter: ca. 470 Euro. Die Strömungsforscher räumen auch ein, dass das Ganze nur im Zusammenspiel mit häufigem Lüften und den bekannten AHA-Regeln (Abstand halten, Hygieneregeln einhalten, Alltagsmasken tragen) Sinn ergibt. Filtern allein reicht nicht. Denn ein Luftreiniger holt nur die Aerosole aus der Luft, der CO2-Gehalt muss trotzdem gering gehalten werden. Auch das allgemeine Verhalten im Raum spielt eine Rolle, um die sogenannte direkte Infektion zu vermeiden. So nütze ein in der Ecke postierter Hochleistungs-Luftreiniger nicht viel, wenn sich zwei Menschen in der Mitte eines Raums über kurze Distanz ungeschützt anhusten, sagt Professor Dr. Kähler vom Münchner Forscherteam.

Die ausführliche Studie der Münchner Strömungsforscher finden Sie hier.


So läuft der Luftreinigungsprozess ab

Das folgende Video zeigt, wie der TAC V+ die Raumluft verdünnt und durch eine Art Luftwalzeneffekt zum Boden drängt. Anschließend saugt er die Raumluft bodennah und großvolumig an und bläst sie als virengefilterte Reinluft nach oben in den Raum aus. Durch diesen Luftkreislauf soll die Atemluft auch in Kopfhöhe dauerhaft sauber bleiben. Trotec bietet das Gerät übrigens auch zur Miete an.


 

von Sonja Leibinger

Passende Bestenlisten: Luftreiniger

Datenblatt zu Trotec TAC V+

Allgemeine Informationen
Typ Filter-Luftreiniger
max. Raumgröße 107 m²
Leistungsaufnahme 2950 W
Geräuschpegel 64 dB
Gerätemaße (cm) (L x B x H) 61 x 69 x 130 cm
Gewicht 79 kg
Anwendung & Optionen
Luftbefeuchtung fehlt
Luftionisation fehlt
Raumbeduftung fehlt
Feinstaub vorhanden
Hausstaub vorhanden
Virushaltige Aerosole vorhanden
Bakterien vorhanden
Filter
HEPA Filterklasse H14
ULPA fehlt
Aktivkohlefilter fehlt
Vorfilter vorhanden
UV-Lampe fehlt
Luft-& Filterleistung
Luftumwälzung 1600 m³/h
Ausstattung & Steuerung
Automatikfunktion vorhanden
Kühlfunktion fehlt
Abschaltautomatik vorhanden
Timer vorhanden
Beleuchtung fehlt
Messsensoren Luftqualität
Anzeige der Luftqualität
  • numerisch
  • Farbindikator
Rollen vorhanden
Filteranzeige Filterwechsel
Auch zu finden unter folgenden Modellnummern: 1.580.000.153, 1.580.000.154

Weitere Tests und Produktwissen

Tests zu ähnlichen Produkten: