Sie­mens iQ 800 WT48Y7W3 Test

  • 1 Test
  • 11 Meinungen

  • Wär­me­pum­pen­trock­ner
  • 8 kg
  • 62 dB

ohne Endnote

Spar­sa­mer Wär­me­pum­pen­trock­ner mit brei­tem Funk­ti­onss­pek­trum

Unser Fazit 20.04.2017
Energieeffizienter Leisetreter. Hohe Energieeffizienz, leise im Betrieb und vielseitige Programme - dieses Produkt überzeugt trotz kleiner Schwächen bei der Trocknungsleistung und der Reinigung der Flusensiebe. Vollständiges Fazit lesen

Stärken

Schwächen

Im Test der Fach­ma­ga­zine

  • ohne Endnote

    „EcoTopTen-Empfehlung 2014“,„EcoTopTen-Empfehlung 2015“

    40 Produkte im Test


Kun­den­mei­nun­gen

4,1 Sterne

11 Meinungen in 1 Quelle

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Unser Fazit

Spar­sa­mer Wär­me­pum­pen­trock­ner mit brei­tem Funk­ti­onss­pek­trum

Stärken

Schwächen

Trocknen

Trocknungsleistung

Der Wärmepumpentrockner verfehlt nur ein sehr anspruchsvolles Publikum, das zeigt meine Meinungsanalyse: Bei den Schranktrockenprogrammen könne die Wäsche noch leicht feucht aus der Trommel kommen, heißt es. Bei der Trocknungsleistung steht er aber insgesamt für ein gutes Bewertungsbild: Ein Gerät, das seinen Dienst sehr unauffällig verrichtet.

Programmdauer

Die Wäsche benötigt 209 Minuten im Standardprogramm, bis sie trocken ist. Das ist viel, wenn ich die EU-Datenblätter anderer Wärmepumpentrockner übereinanderlege. Dabei gelten schon 190 Minuten als lang. Die Trockenzeit muss aber in Relation zum Energieverbrauch gesehen werden: Sparsame Trockner arbeiten mit weniger Hitze, brauchen also länger.

Lautstärke

62 dB im Betrieb – das ist ein sehr guter Wert. Damit darf sich der Trockner als extrem leises Gerät unter der Masse der Wettbewerber einordnen, die 30 bis 50 Prozent lauter sein können. Lärmempfindliche sollten aber trotzdem einen Aufstellort außerhalb von offenen Wohnräumen wählen, zumindest nicht in unmittelbarer Nähe von Schlafräumen.

Verbrauch

Stromverbrauch

Volle Punktzahl beim Energieverbrauch. Auf der Basis heutiger Strompreise lassen sich Betriebskosten von etwa 47 Euro im Jahr errechnen. Das ist am unteren Rand dessen angesiedelt, was der Markt derzeit zu bieten hat. Damit kann sich die Anschaffung langfristig auch für vieltrocknende Großfamilien rechnen.

Energieeffizienzklasse

Die Erwartungen an einen der wirtschaftlichsten Trockner mit Wärmepumpentechnologie erfüllt er mühelos. Mit einem geschätzten Jahres-Stromverbrauch von 158 kWh – berechnet auf der Basis von 160 Standard-Trocknungszyklen – schafft er es mühelos in die beste Energieeffizienzklasse A+++ und unterbietet den Grenzwert sogar noch um 10 Prozent.

Ausstattung

Programmauswahl

Wie von einem Oberklassegerät nicht anders zu erwarten, beschränkt sich der Siemens nicht auf die üblichen Schranktrocken- und Bügelfeuchtprogramme für Normaltextilien, sondern bündelt eine Reihe von Kurz- und Sonderprogrammen wie etwa Seide, Kopfkissen, Outdoor oder Dessous zu einer stattlichen Programmauswahl, die den hohen Preis erklärt.

Zusatzfunktionen

Infolge seiner Kondensator-Selbstreinigung präsentiert sich das Gerät mit einer Top-Technologie der Branche. Sie erspart dem Kunden die Reinigung des Wärmetauschers und reduziert den Wartungsaufwand enorm. Das klappt inzwischen besser als in den ersten Fertigungszeiträumen, da sich noch etliche Rezensenten über verstopfte Pumpen beklagten.

Anzeigen & Signaltöne

Die Liste der Anzeigen und Signaltöne lässt nichts Wesentliches aus. So sind die gängigen Multisignaltöne und Hinweise auf das Programmende sowie optische Anzeigen für alle Wartungs- und Reinigungsanforderungen aufgeführt. Nett, aber aus meiner Sicht nicht zentral: Auf dem Display ist eine Grußformel vor dem Abschalten des Trockners abzulesen.

Bedienung

Reinigung & Wartung

Kleines Manko, das Bosch mit etwas Sorgfalt hätte vermeiden können: Im Türbereich sind zwei Flusensiebe so ineinander verbaut, dass sich die Reinigung unnötig mühevoll gestaltet. Andererseits handelt es sich dabei nur um vermehrte Unannehmlichkeiten eines Wartungsaufwands, den jeder Trockner mehr oder weniger von seinen Nutzern einfordert.

Be- & Entladen

Zur Bedienung im täglichen Betrieb gibt es aus Kundensicht nur Lob: rundherum zufriedenstellend. Zu den typischen Problemen bei der Be- und Entladung der Trommel kann ich nirgendwo in den Käufermeinungen etwas finden, das Billiggeräte etwa infolge ihrer kleinen Trommeldurchmesser oder kantigen Türöffnungen in der Käufergunst sinken lässt.

Bedienelemente

Sehr gut gelöst sind Blendenbereich und Programmwahl-Elemente. Die Programme werden per Drehknopf ausgewählt und auf dem großformatigen und gut ablesbaren Display ist die Startzeitvorwahl gut zu erkennen. Das Spektrum der Zusatzfunktionen kannst Du bequem über die Tasten unterhalb des Displays nutzen.

von Sonja

Die beste Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klasse ist nicht gut genug

Trockner haben in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Wandlung durchgemacht. Von ehemals geradezu stromfressenden Luxusgeräten haben sie sich zu erstaunlich sparsamen Maschinen gewandelt, die im Laufe eines Jahres im besten Fall kaum noch mehr Strom verbrauchen als eine Waschmaschine. Siemens ist bei dieser Entwicklung mit ganz vorne dabei – und hat mit dem WT48Y7W3 nun einen Wärmepumpentrockner ins Programm aufgenommen, der jegliche Grenzen sprengt.

Unterbietet A+++ um weitere 10 Prozent

Denn selbst mit Wärmepumpe fiel es den meisten Geräten bislang schwer, über die Energieeffizienzklasse A++ hinauszukommen. Nur sehr vereinzelt wurde die beste Energieeffizienzklasse A+++ erreicht. Der WT48Y7W3 jedoch zeigt, dass hier noch lange nicht Schluss ist. Im Laufe eines Jahres zieht der Trockner nur 158 kWh aus der Leitung – auf Basis von 160 Standardtrocknungszyklen. Das ist wirklich unglaublich wenig und unterbietet den Grenzwert für die beste Energieeffizienzklasse noch einmal um gute 10 Prozent. Noch sparsamer geht es aktuell nicht.

Extrem lange Programmlaufzeiten

Diese Sparsamkeit geht natürlich wieder einmal mit einer erhöhten Programmdauer einher. Ist ja auch logisch: Wenn nicht mehr Energie aufgewendet wird, muss man der Wäsche eben mehr Zeit lassen, die Feuchtigkeit an die warme Luft abzugeben. Denn je weniger heiß getrocknet wird, desto langsamer erfolgt natürlich auch die Feuchtigkeitsabgabe. Und so kann ein Standard-Baumwollprogramm mit 8 Kilogramm Zuladung bis zu 209 Minuten dauern – natürlich in Abhängigkeit von der vorliegenden Feuchtigkeit der Kleidung. Dabei gelten schon die 180 bis 190 Minuten anderer Wärmepumpentrockner als sehr lang.

Nur halb so laut wie viele Konkurrenzmodelle

Doch wer es sparsam haben möchte, kommt um solche Hindernisse nicht herum. Immerhin kann auf dem großformatigen und gut ablesbaren Display eine Startzeitvorwahl getroffen werden, so dass das Gerät nachts oder in Abwesenheitszeiten durcharbeiten kann. Mit 62 dB(A) ist der Trockner dabei sehr leise. Die meisten anderen Geräte sind 30 bis 50 Prozent lauter. Hinter der verschlossenen Tür einer Kammer sollte daher nur noch wenig mehr als ein dumpfes Rumoren der Trommelumwälzung zu hören sein.

Hoher Preis macht den Trockner derzeit noch unrentabel

Gleichwohl kostet ein solches Topgerät noch unglaublich viel Geld: Mit 1.044 Euro (Amazon) ist der Siemens WT48Y7W3 immerhin 30 Prozent teurer als andere Oberklassemodelle. Das hat man durch die Energieeinsparungen niemals wieder rein. Der WT48Y7W3 ist also primär ein Statussymbol und eine eindrucksvolle Studie der Machbarkeit. In zwei Jahren, wenn der Nachfolger wieder ähnlich teuer auf den Markt kommt, kann man aber sicherlich übers Zugreifen nachdenken, dann sollte der WT48Y7W3 für rund 700 Euro erhältlich sein – den normalen Preis eines Oberklassetrockners.

von Janko

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Weiterführende Informationen zum Thema Siemens iQ 800 WT48Y7W3 können Sie direkt beim Hersteller unter bsh-group.com finden.

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