Trocknen
Trocknungsleistung
Der Wärmepumpentrockner verfehlt nur ein sehr anspruchsvolles Publikum, das zeigt meine Meinungsanalyse: Bei den Schranktrockenprogrammen könne die Wäsche noch leicht feucht aus der Trommel kommen, heißt es. Bei der Trocknungsleistung steht er aber insgesamt für ein gutes Bewertungsbild: Ein Gerät, das seinen Dienst sehr unauffällig verrichtet.
Programmdauer
Die Wäsche benötigt 209 Minuten im Standardprogramm, bis sie trocken ist. Das ist viel, wenn ich die EU-Datenblätter anderer Wärmepumpentrockner übereinanderlege. Dabei gelten schon 190 Minuten als lang. Die Trockenzeit muss aber in Relation zum Energieverbrauch gesehen werden: Sparsame Trockner arbeiten mit weniger Hitze, brauchen also länger.
Lautstärke
62 dB im Betrieb – das ist ein sehr guter Wert. Damit darf sich der Trockner als extrem leises Gerät unter der Masse der Wettbewerber einordnen, die 30 bis 50 Prozent lauter sein können. Lärmempfindliche sollten aber trotzdem einen Aufstellort außerhalb von offenen Wohnräumen wählen, zumindest nicht in unmittelbarer Nähe von Schlafräumen.
Verbrauch
Stromverbrauch
Volle Punktzahl beim Energieverbrauch. Auf der Basis heutiger Strompreise lassen sich Betriebskosten von etwa 47 Euro im Jahr errechnen. Das ist am unteren Rand dessen angesiedelt, was der Markt derzeit zu bieten hat. Damit kann sich die Anschaffung langfristig auch für vieltrocknende Großfamilien rechnen.
Energieeffizienzklasse
Die Erwartungen an einen der wirtschaftlichsten Trockner mit Wärmepumpentechnologie erfüllt er mühelos. Mit einem geschätzten Jahres-Stromverbrauch von 158 kWh – berechnet auf der Basis von 160 Standard-Trocknungszyklen – schafft er es mühelos in die beste Energieeffizienzklasse A+++ und unterbietet den Grenzwert sogar noch um 10 Prozent.
Ausstattung
Programmauswahl
Wie von einem Oberklassegerät nicht anders zu erwarten, beschränkt sich der Siemens nicht auf die üblichen Schranktrocken- und Bügelfeuchtprogramme für Normaltextilien, sondern bündelt eine Reihe von Kurz- und Sonderprogrammen wie etwa Seide, Kopfkissen, Outdoor oder Dessous zu einer stattlichen Programmauswahl, die den hohen Preis erklärt.
Zusatzfunktionen
Infolge seiner Kondensator-Selbstreinigung präsentiert sich das Gerät mit einer Top-Technologie der Branche. Sie erspart dem Kunden die Reinigung des Wärmetauschers und reduziert den Wartungsaufwand enorm. Das klappt inzwischen besser als in den ersten Fertigungszeiträumen, da sich noch etliche Rezensenten über verstopfte Pumpen beklagten.
Anzeigen & Signaltöne
Die Liste der Anzeigen und Signaltöne lässt nichts Wesentliches aus. So sind die gängigen Multisignaltöne und Hinweise auf das Programmende sowie optische Anzeigen für alle Wartungs- und Reinigungsanforderungen aufgeführt. Nett, aber aus meiner Sicht nicht zentral: Auf dem Display ist eine Grußformel vor dem Abschalten des Trockners abzulesen.
Bedienung
Reinigung & Wartung
Kleines Manko, das Bosch mit etwas Sorgfalt hätte vermeiden können: Im Türbereich sind zwei Flusensiebe so ineinander verbaut, dass sich die Reinigung unnötig mühevoll gestaltet. Andererseits handelt es sich dabei nur um vermehrte Unannehmlichkeiten eines Wartungsaufwands, den jeder Trockner mehr oder weniger von seinen Nutzern einfordert.
Be- & Entladen
Zur Bedienung im täglichen Betrieb gibt es aus Kundensicht nur Lob: rundherum zufriedenstellend. Zu den typischen Problemen bei der Be- und Entladung der Trommel kann ich nirgendwo in den Käufermeinungen etwas finden, das Billiggeräte etwa infolge ihrer kleinen Trommeldurchmesser oder kantigen Türöffnungen in der Käufergunst sinken lässt.
Bedienelemente
Sehr gut gelöst sind Blendenbereich und Programmwahl-Elemente. Die Programme werden per Drehknopf ausgewählt und auf dem großformatigen und gut ablesbaren Display ist die Startzeitvorwahl gut zu erkennen. Das Spektrum der Zusatzfunktionen kannst Du bequem über die Tasten unterhalb des Displays nutzen.