Trocknen
Trocknungsleistung
Auf Top-Niveau spielt der Siemens bei den grundlegenden Funktionen: Nutzer bescheinigen ihm sehr gute Trocknungsergebnisse in allen Programmen und bei fast allen Wäschetypen. Die Wäsche kommt wohlriechend, duftend und weich aus der Trommel. Restfeuchte bleibt allenfalls stellenweise zurück, beispielsweise in etwas dickeren Stoffen wie Jeans.
Programmdauer
Bemerkenswert: Trotz seiner sparsamen Wärmepumpentechnik arbeitet das Gerät erfreulich zügig. Laut Hersteller-Produktdatenblatt bekommst Du eine Ladung Baumwollwäsche in nur 155 Minuten schranktrocken. Andere Modelle mühen sich deutlich länger mit der Kleidung ab. 180 bis 190 Minuten sind keine Seltenheit.
Lautstärke
Der Geräuschpegel markiert die Marktnorm innerhalb der Wärmepumpen-Riege. 65 dB(A) gibt das Datenblatt für die Trommelumwälzungen aus. Die Belästigungsgrenze variiert – je nach Aufstellort und Lärmtoleranz. Guten Gewissens kann ich ihn Dir nur empfehlen, wenn Du Platz in einem Waschkeller oder in einem geschlossenen Raum hast.
Verbrauch
Stromverbrauch
Weniger ist immer drin, doch in Relation zum Fassungsvermögen überzeugt der Verbrauchswert. Im Jahresdurchschnitt zieht er nur 236 kWh Strom aus der Leitung – bei einer Trommelzuladung von 7 kg.
Energieeffizienzklasse
Ganz auf der Höhe der Zeit ist er nicht. Bei einer Einordnung in Ökoklasse A+ liegt der Siemens abgeschlagen hinter Spitzensparern der Klassen A++ und höher. Und selbst die Topmodelle aus A+++ können die Grenzwerte noch um einige Prozent unterbieten. Beispiel: Der WT48Y7W3 iQ800 zieht im Jahr nur noch 158 kWh Strom aus der Leitung.
Ausstattung
Programmauswahl
An Programmen mangelt es nicht. So stellt Siemens z. B. eine Reihe von Spezialmodi für Wolle, Bürohemden, Blusen oder Outdoor-Kleidung bereit. Du kannst auf ein 40-Minuten-Kurzprogramm zurückgreifen oder "Lüften kalt" wählen. Dieses Programm ist bei Haustierbesitzern beliebt, um beispielsweise Katzenhaare vor der Wäsche zu entfernen.
Zusatzfunktionen
Weitere Stärken des Siemens sind Extrafunktionen wie eine Trommelbeleuchtung oder ein Modus zum Auflockern der Wäsche. Letztere hat zwar mit einer Reversierautomatik nichts gemein, bei der sich die Trommel hin- und her bewegt, um Knitterbildung zu vermeiden. Nutzer sind trotzdem überzeugt, weil sie ihren Zweck erfüllt.
Anzeigen & Signaltöne
Schön: Auf dem kleinen LC-Display kannst Du die Restlaufzeit, eine 24-Stunden-Endezeitvorwahl und den Programmfortschritt ablesen. Mit einem Signalton am Programmende kommt der Siemens in geradezu klassischer Weise den Bedürfnissen von Verbrauchern nach, die das Gerät nicht arbeiten hören und ansonsten vergessen würden.
Bedienung
Reinigung & Wartung
Bei den Selbstreinigungsfähigkeiten besteht noch Luft nach oben: Vereinzelt kommt es zu Fehlermeldungen, die den Wassertank betreffen und die für etliche Nutzer nicht nachvollziehbar sind. Der Haken: Manche Geräte drainieren nicht richtig, weil sie mit Flusen zugesetzt sind.
Be- & Entladen
Praktisch: Beim Beladen und Entladen der Trocknertrommel steht Dir eine Innenbeleuchtung zur Seite. Das ist immer dann von Nutzen, wenn Du dazu neigst, dunkle Kleinteile wie Einzelsocken im Trockner zu vergessen.
Bedienelemente
Schickere Blenden und komplexere Menüführungen gibt es sicherlich – z. B. bei LG oder Samsung, die für moderne Trocknertechnologien stehen. Siemens gibt sich vergleichsweise bescheiden. Immerhin bietet er ein übersichtliches Display und eine elektronische Einknopf-Bedienung, die das Verständnis für die Bedienlogik deutlich vereinfacht.