Dem RH 8771 mangelt es auf keinem Fall an Selbstbewusstsein. Denn der Handstaubsauger aus dem Hause Rowenta behauptet von sich, trotz Akku einen netzbetriebenen (Boden-) Staubsauger mit 2.200 Watt ersetzen zu können, da er diesem in puncto Saugkraft in nichts nachstehe. Erfreulich an dieser starken Behauptung des Herstellers ist, dass sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sogar zutreffen könnte.
25,2 statt 24 Volt
Denn bei dem Stielstaubsauger, der in Kürze – vermutlich nach der diesjährigen IFA in Berlin – in den Handel gehen wird, handelt es sich um eine verbesserte, das heißt stärkere Variante des 8771, der schon seit einiger Zeit in Italien, Spanien und Frankreich angeboten wird. Dieses Modell verfügt über einen 24-Volt-Lithium-Ionen-Akku, die hierzulande vertrieben Version dagegen setzt noch einmal etwas drauf. Der Akku soll nämlich 25,2 Volt stark sein. Im Praxistest hat sich die 24-Volt-Version schon sehr tapfer geschlagen, und zwar nicht nur auf Hart-/Glattböden, sondern erstaunlicherweise auch auf Teppichböden – niedrig- wie hochflorigen. Allerdings wurde der Staubsauger fairerweise nur mit anderen Stielstaubsaugern verglichen, in diesem Segment gehört er zu den Besten am Markt, und nicht mit einem Bodenstaubsauger. Doch allerlei: Tatsache dürfte sein, dass die hierzulande angebotene Version in puncto Wirkungsgrad sogar noch einen Tick besser abschneiden wird als die bislang vertriebene. Dasselbe gilt für die Akkulaufzeit, denn auch sie soll sich von 45 auf 55 Minuten verlängert haben. In der Praxis dürfte, je nach gewählter Saugstufe – es stehen vermutlich drei zur Auswahl – die Laufzeit nicht ganz so lang ausfallen, aber ausreichend sein zum Saugen einer größeren Wohnfläche. Ist der Akku leer, muss der Staubsauger für maximal sechs Stunden ans Netz zum Auftanken.
Kleiner Behälter, effizientes Zyklon-Technik
Beim Saugen größerer Wohnflächen könnte es allerdings passieren, dass der Staubbehälter zwischendurch geleert werden muss. Bei der 24-Volt-Version misst er nämlich nur 0,5 Liter, und es ist sehr unwahrscheinlich, dass die 25,2-Volt-Version mehr zu bieten haben wird. Dafür hat sich in den bisherigen Praxistest herausgestellt, dass die Zyklon-Technologie des Rowenta tadellos funktioniert und zum Beispiel auch Feinstaub gut herausfiltert. Trotz fehlendem HEPA-Filter kann der Staubsauger daher auch mitunter für Allergiker infrage kommen. Das Entleeren des Behälter ist bequem und einfach, die Delta-Bodendüse wiederum hat ihre Vorzüge bei Ecken und Kanten, soll aber ansonsten nicht ganz so einfach zu führen sein wie ein herkömmliches Modell. Zudem sollte bedacht werden, dass die integrierte Bürstenwalze der Wartung und Pflege bedarf, da in den Bürsten allerlei hängen bleibt.
Fazit
Erfreulicherweise bietet Rowenta den Staubsauger in Kürze auch in Deutschland an, und zwar sogar in einer stärkeren Version als bisher üblich. Denn in seinem Segment gehört er – wie die bislang vorliegenden Kundenrezensionen und Praxistest jedenfalls nahelegen – zu den besten Modellen auf dem Markt. Gegen die Behauptung, er könne einen Bodenstaubsauger ersetzen, spricht unter dem Gesichtspunkt der Saugleistung betrachtet sicherlich nicht viel. Der kleine Staubbehälter schränkt den Einsatzbereich jedoch doch etwas ein. Auf jeden Fall darf man gespannt sein, wie sich der Stielstaubsauger, der für rund 250 EUR zu haben sein wird, bei den Kunden und der Fachpresse schlagen wird. Die 24-Volt-Version ist hingegen schon bei
Amazon gelistet – also Vorsicht bei der Bestellung, falls eigentlich die 25,2-Volt-Version im Visier ist.