„Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. ... Einziges Modell mit einem Schiebebügel ... Hinten große gefederte Räder. ... Leider auch zu viele Schadstoffe.“
Unser Fazit
15.01.2018
Kiss
Auf der Teststrecke top, aber mit Schadstoffen belastet und für große Eltern unbequem
Stärken
mit Schiebebügel statt der üblichen Einzelgriffe
mit 20 kg höher belastbar als üblich
große, gefederte Hinterräder
Dach durch „Dehnfuge“ verlängerbar
Schwächen
Schadstoff-Funde durch Ökotest-Testlabor
Rückenteil nicht bis in die Waagrechte verstellbar
niedrige Schieberhöhe
für Große wenig Schrittfreiheit
Schieben mit Verbeugung: Schieberhöhe für große Eltern zu niedrig
Ein Buggy mit Schieber statt zweier Einzelgriffe ist selten im Markt, weil er mehr Klappmasse und Gewicht fordert – doch wie der Trends for Kids Buggy Dot geht der Kiss seinen eigenen Weg: Dank eines anderen als des üblichen Scherenkreuz-Faltsystems bringt er es laut Ökotest (5/2015) auf ein „kompaktes Paket“, zudem ist er einhändig manövrierbar. Wäre der Schieber noch höher montiert und die Schrittfreiheit größer, böte er auch großen Menschen etwas Schiebekomfort. Sind unterschiedlich große Eltern auf flexible Schieberhöhen angewiesen, lohnt ein Blick auf den McLaren Techno XT. Wie nur wenige Buggys im Markt hat er eine verstellbare Griffhöhe.
Wie ist es um die Schadstoffkonzentration bestellt?
Im Hauptstoff des Kiss' finden sich weder Weichmacher noch nennenswerte Mengen des krebsverdächtigen PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) wie bei der großen Masse der auf Schadstoffe untersuchten Weichkunststoffteile von Kinderwagen. Nicht einverstanden sind die Tester aber mit dem Gehalt an Antimon, das Haut und Schleimhäute reizen kann und die Umwelt belastet. Daher spiegelt auch die Ökotest-Teilnote für Inhaltsstoffe eine „ungenügende“ Schadstoffbilanz wider – wie bei fast allen von Ökotest bewerteten Buggys. Wer bessere Schadstoffwerte wünscht, ist mit dem Trends for Kids Dot am besten bedient, bilanziert das Magazin in seinem Buggy-Vergleichstest.
Wie sieht es mit der Flexibilität aus? Kann ich den Buggy auf meine Bedürfnisse anpassen?
An die eigenen nicht, an die des Kindes nur zum Teil. Was Nutzern in dieser Hinsicht fehlt, ist eine der Länge nach verstellbare Fußstütze, eine umkehrbare Sitzeinheit und eine bis in die Waagrechte absenkbare Rückenlehne. Nur bei der Anpassungsleistung des Verdecks – hier gibt ein Reißverschluss zusätzliches Gewebe für mehr Schatten frei – und bei der schnellen Faltmechanik für unterwegs fällt er erfahrenden Käufern positiv auf, besonderes Lob gibt es dafür aber nicht. Das erhält der Buggy aber für seine Klappbarkeit und Kompaktheit. Weil die hinteren Räder gefedert und auch für unebene Wege geeignet sind, kann man ihn zudem gut auch auf Kopfsteinpflaster oder für kleinere Ausflüge in die Natur einsetzen.