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Unser Fazit
04.02.2016
Racer
Beachtliche Ausstattungsliste
Mit dem Racer vertreibt LCP Kids, eine Marke der polnischen Euro-Cart, schon ein provokant attraktives Kombikinderwagenmodell. Für 189 Euro (Amazon) soll es hier eine komplett faltbare Kinderkutsche mit „XL“-Ausstattung geben, wie auf dem Amazon-Marktplatz zu erfahren ist. Und das XL-Argument überzeugt. Der Wagen ist mit Schwenkschieber, Regen- und Mückencover und Wickeltasche ausgestattet, um nur einige Merkmale zu nennen.
Schwenkschieber erlaubt Blickrichtungswechsel
Für Erstaunen sorgt die üppige Zubehörliste, deren Einzelteile man sich bei der vergleichbaren Konkurrenz gut und gerne für eine doppelte Summe zusammenkaufen muss. Babywanne, Sportsitz, Wagentasche und ein plustrig wirkender Fußsack für Winterbabys, dazu ein höhenverstellbarer Griff mit einer sehr großen Variationsbreite (75 bis 115 Zentimeter) – das sind schon achtenswerte Details. Den Schieber können Sie ferner zur anderen Seite umlegen, sodass Ihr Kind im Panorama- oder Elternblick sitzt, wie es gerade angenehm ist. Die Räder sind aus Vollgummi gefertigt und damit nicht ganz im EVA-Zeitalter angelangt, wo immer häufiger geschäumte Materialien verwendet werden. Dafür sind sie pannenfrei, geräuscharm und, jedenfalls nach der Papierform, hindernisfreundlicher.
Dünnes Achsgestänge, sonst aber robust
Mit Ausnahme des dürren Achsgestänges wirkt das Ganze ausgesprochen robust und dank der starren Räder vor allem geländetauglich. Näher betrachtet ist er sicherlich nichts für das Großstadtgedränge. Zum einen mangels Wendigkeit, wie sie schwenkrädrige Stadtkinderwagen vorlegen, zum anderen weil man die 18 Kilogramm ungern öfter an- oder irgendwo hinaufheben möchte. Angesichts seines Klappmaßes von 100 x 60 x 50 Zentimetern ist er jedoch kofferraumtauglich wie heutzutage die meisten Kombiwagen, denen man hohe Flexibilität zuschreibt. Ein weiteres Merkmal ist die deutlich größere Sitzausdehnung von 36 x 25 Zentimeter in der Breite und Tiefe – ideal für winterlich eingepackte oder kräftiger gewachsene Kinder.
Leider noch kein Schadstofftest
Nur in einem Punkt sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Kinderwagen aus dem Budgetsegment enthalten sehr häufig gesundheitsschädliche Stoffe, die beim engen Körperkontakt für die Kleinen schädlich sein können. Das betrifft vor allem die weichen Kunststoffteile wie Frontbügel oder Griffe, an denen die Kinder sich festnuckeln könnte. Leider lässt sich bei Kinderwagen nicht dieselbe positive Tendenz wie bei den häufiger geprüften Kindersitzen feststellen, die seit Einführung der Schadstoffprüfung durch den ADAC (2011) deutlich schadstoffärmer geworden sind – ein Erfolg der Verbraucherschützer. Farbwünsche lassen die Auswahl zwischen Cafe Latte, Lila, Chocolate und Yellow Sun zu.