Hinsichtlich der Auflösung liefert der Pavilion 25xi trotz seiner größeren Bildfläche nicht mehr Bildinhalte als ein 24-Zoll-Monitor. Die Darstellung zeigt nicht mehr Details, sondern vergrößert letztendlich nur das Bild um einen Zoll. Warum der Hersteller HP das 25-Zoll-Segment mit einem weiteren Modell bestückt hat, bleibt daher nicht nur aus diesem Grund etwas rätselhaft.
Ausstattungsmerkmale
In puncto Ausstattung hat der 25-Zöller allerdings de facto einen Mehrwert zu bieten. In dem Bildschirm werkelt nämlich nicht, wie noch vor gar nicht allzu langer Zeit im Consumerbereich so üblich, ein TN-Panel, sondern ein IPS-Display. Die Bildschirmtechnologie ist mittlerweile für die Hersteller bezahlbar und daher so attraktiv geworden, dass sie sogar in die „Einsteiger“-/Allround-Modelle eingebaut wird – und die Kunden profitieren davon. Denn für relativ wenig Geld kann sich nun fast jeder eine bessere Bildqualität leisten. IPS-Displays garantieren in der Regel sattere, natürlichere Farben, außerdem sorgen sie, in Kombination mit LEDs als Hintergrundbeleuchtung, dafür, dass speziell auf farbige Flächen, etwa Landschaften, mehr Details zu erkennen sind. Die Abstufungen zwischen hellen und dunkleren Bildbereichen gelingt den Displays nämlich besser. Die bessere Bildwiedergabe kommt dem Nutzer hauptsächlich bei Multimedia-Inhalten zugute, also bei Videos oder PC-Spielen. Für Letztere ist der HP allerdings nicht uneingeschränkt einsetzbar, da er in Sachen Reaktionsgeschwindigkeit einen Tick hinter seinen TN-Kollegen hinterherhinkt. Ambitionierten Spielern wird dies vermutlich auffallen, bei Gelegenheitsspielern oder bei eher langsamen Spielen dürfte dies jedoch kaum der Fall sein. Wer hingegen seinen Bildschirm ausschließlich für Office-Anwendungen, also für Texte und Tabellen und zum Surfen benutzt, zieht aus der IPS-Technik keinen nennenswerten Mehrwert – mit Ausnahme der Blickwinkelstabilität der Displays. Im Unterschied zu den TN-Panels zeigen sich nämlich auf IPS-Displays bei seitlichen Einblickwinkeln keine nennenswerten Farb-, Kontrast- und Helligkeitsverfälschungen. Aber auch dieser Vorteil verpufft, wenn im Büro nur eine einzige Person vor dem Bildschirm sitzt.
Fazit
Gegen das neue Mitglied der „Pavilion“-Serie von HP gibt es im Grunde genommen nichts einzuwenden, trotzdem bleibt die Bilddiagonale rätselhaft. Das Angebot an 25-Zöllern ist äußerst dürftig, die meisten Hersteller bedienen dieses Segment nämlich erst gar nicht, sondern beschränken sich auf die verkaufsstarken 24- und neuerdings 27-Zöller. Der zusätzliche Zoll Bildfläche fällt höchstens bei Office-Anwendungen ins Gewicht, da sich etwa A4-Texte komplett 1:1 anzeigen lassen. Weil wiederum die Auflösung der eines 24-Zöller entspricht, sind auf dem Bild nicht mehr Details zu erkennen, die niedrigere Pixeldichte (88 im Gegensatz zu 92 Pixel bei einem 24-Zöller) „bläht“ Bild, Symbole sowie Zeichen lediglich auf. Erfreulich dagegen könnten die Anschaffungskosten werden. Das
nächstkleinere Modell mit identischen technischen Spezifikationen, der Pavilion 23xi von HP, ist momentan für 170 EUR (
Amazon) zu haben, und da der neuen Pavilion-Serie ein 24-Zöller mit IPS fehlt, kann der 25er die Lücke füllen. Für den Fall, dass er nur unwesentlich teurer kommt, also unter 200 EUR bleibt, wäre er ein etwas größerer und daher unter Umständen attraktiver Ersatz für den fehlenden 24xi.