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Unser Fazit
28.11.2013
Ferrara
Der Fokus liegt auf Flexibilität
Das Unternehmen Herlag steht im Allgemeinen für flexible Kinderwagen, das gilt für die von Hause aus flexiblen Kombikinderwagen ebenso wie die speziell auf das Sitzalter ausgerichteten Sportkinderwagen. Der Ferrara reiht sich offenbar nahtlos in diese Tradition ein: Zwar de facto erst ab etwa sechs Monaten nutzbar, doch mit praktischen Verstellfunktionen für mehrere Entwicklungsstufen. Das beginnt schon mit der absenkbaren Rückenlehne, setzt sich fort beim drehbaren Sitz und führt zum Schwenkschieber für blitzschnellen Richtungswechsel.
Knick- und höhenverstellbarer Schwenkschieber
Der modernste Dreh- und Angelpunkt für die Einsortierung eines Kinderwagens als flexibel der Schiebebügel. Mag seine Höhenverstellbarkeit noch ohne weiteres einleuchten, da sie unterschiedlich großen Eltern bequemes Schieben ermöglicht – doch spätestens beim Feintuning neigen Eltern mit Blick auf die Preisliste gerne zur Abwehr: Ist dessen Schwenkbarkeit nicht dem teuer erkauften Bereich überflüssigen Schnickschnacks zuzuordnen? Bei Kontaktaufnahme mit dem Ferrara lässt sich diese Ansicht eindrucksvoll revidieren: Nur ein Handgriff ist für den Wechsel vom Panorama- zum Elternblick des Kindes notwendig. Zusätzlich hat man die Option, den Sportsitz selbst in Fahrt – oder Gegenfahrtrichtung zu drehen und einen Adapter als Schnittstelle für einen Autositz zu nutzen.
Scheinkomfort Handbremse
Der flexible Ansatz setzt sich fort bei der verstellbaren Rückenlehne – nur leider nicht bis in die komplett Waagrechte, doch immerhin ist optional eine aufsetzbare Babytragetasche erhältlich. Die Fahrwerkskomponenten sind auf viele Geländeanforderungen abgestimmt: Mit den Schwenkrädern vorne zirkelt man sich leicht durch das Großstadtgedränge, arretiert zeigen sie Spurtreue auf unebenem Terrain, Luftbereifung und Einzelradfederung steigern Fahrkomfort und Dämpfungseigenschaften. Kein Muss ist die Handbremse. Produkttests verweisen dies tatsächlich ins fragwürdige Zubehör, das sie das Gewicht, nicht aber die Sicherheit und stattdessen die Wartungsanfälligkeit erhöhen. Investitionsfreudiger muss man deshalb nicht sein: Mit 229 Euro (Amazon) ist er fair bepreist.