Trocknen
Trocknungsleistung
Schön: Bezüglich der grundlegenden Funktionen spielt der Gorenje in der Top-Liga. Im Prüfbetrieb lobt man die sehr guten Ergebnisse vor allem im Schranktrockenprogramm. Nur mittelmäßig klappt es allerdings bei halber Füllmenge und im Bügelfeuchtmodus.
Programmdauer
Die Trockendauer beträgt modellhaft betrachtet – das heißt berechnet für Baumwolle halbe und ganze Füllmenge – knapp zwei Stunden. Nur rund 25 Minuten weniger sind es im Bügelfeuchtprogramm, und rund 70 Minuten vergehen für Pflegeleicht. Zu lang, um das Feld der Mitbewerber ohne Wärmepumpe anzuführen: Die Testpresse urteilt mit einem Befriedigend.
Lautstärke
Ein Geräuschpegel von 65 dB(A) wird in der Regel als nicht störend empfunden, sofern das Gerät nicht in einer offenen Wohnküche steht. Noch leiser sind die Trommelumwälzungen von Spitzenmodellen wie dem Siemens WT47W5W0 oder Bosch WTW875W0.
Verbrauch
Stromverbrauch
Mit seinem enormen Strombedarf sinkt der Gorenje stark in meiner Achtung. Statt einer Wärmepumpe arbeitet im Inneren ein wasserdurchflossener Kondensator mit Heizstab. Das treibt den Verbrauch enorm in die Höhe. Mit seinem geschätzten Jahresverbrauch von 559 kWh benötigt er rund das Dreifache eines modernen Wärmepumpenmodells.
Energieeffizienzklasse
Die Umwelt profitiert vom Gorenje nicht: Das B-Klasse-Modell hinkt den modernen Wärmepumpentrocknern stark hinterher, die sich alle zwischen A+ und höher einordnen. Du sparst zwar beim Kauf, zahlst aber langfristig viel Unterhalt – es sei denn, Du trocknest selten. Bei 160 Durchläufen im Jahr fallen Energieausgaben von 559 kWh an!
Ausstattung
Programmauswahl
Nur die wichtigsten Fasern wie Baumwolle, Mischgewebe oder Wolle sind in der Programmliste aufgeführt. Für den Hausgebrauch einer Kleinfamilie reicht es, gehobene Ansprüche an komfortable Programmvielfalt etwa für Allergiker oder Sportler werden nicht bedient.
Zusatzfunktionen
Die Liste der Zusatzfunktionen fällt gar nicht so spärlich aus, wie der Kaufpreis es vermuten lässt. Der Feuchtefühler kann die Durchlaufzeit verkürzen und erneut zum Energiesparen beitragen – und der Abflussschlauch hilft, den lästigen Wartungsaufwand zu reduzieren. Auch gut: Eine Startzeitvorwahl und ein Modus mit niedrigeren Heiztemperaturen.
Anzeigen & Signaltöne
Dank seiner LED-Anzeigen liefert der Gorenje nützliche Informationen zu Restlaufzeit, Programmende und zum vollen Kondensatbehälter. Bei Letzterem gibt er sogar einen Warnton ab, den all jene als störend empfinden werden, die ihn spät abends noch starten möchten – und vergeblich eine Abwähltaste suchen.
Bedienung
Reinigung & Wartung
Schade, dass der Sparzwang gerade bei der Wartung Spuren hinterlässt. Die Nutzer berichten etwa vom umständlichen Entleeren des Wassertanks, dessen Ausgussstutzen seine Funktion verfehlt. Auch die Reinigung des Filtersystems zum Schutz gegen Verflusung ist knifflig. Die Testpresse vergibt aber noch ein Befriedigend.
Be- & Entladen
Die Tester beurteilen die Handhabung nur generell mit einem Befriedigend. Käufer kennen Details: Einerseits kann es passieren, dass man beim Öffnen des Bullauges den Dichtungsring mit herauszieht, andererseits bleibt am Flusensieb hängen, wer die Türe nicht gleichzeitig anhebt. Das Verriegeln ist außerdem trickreich und kraftraubend.
Bedienelemente
Fast volle Punktzahl: Die Anordnung und Gestaltung der Bedienelemente ist sehr gut gelöst. Die Kombination aus LED-Display mit Restzeitanzeige, praktischem Menürad sowie einer großen Start- und Pausentaste erleichtern Dir die Benutzung. Die Auswahl einer fix festgelegten Zielzeit klappt beqeuem durch eine Stufeneinstellung.