Platz 9 von 13 Getestet wurde: Titanus Bremsscheibenschloss Classic
„... Versteckt man den Bolzen beim Anbringen in einem der Löcher in der Scheibe, lässt sich dieser mit Zange oder Bolzenschneider nicht greifen. Dafür erledigen Hammer und Meißel den Job: Den weichen Stahl hat man zügig durchtrennt. Hinzu kommt, dass das Öffnen eines Tubularschlosses mit dem passenden Werkzeug eine leichte Übung ist.“
Platz 13 von 13 Getestet wurde: Titanus Bremsscheibenschloss Classic groß
„Weil der Bolzen nicht durch die Lochung unserer Bremsscheibe passte, hatten wir mit dem Bolzenschneider leichtes Spiel: Der gut zugängliche Stift war nach vier Versuchen lautlos beseitigt und das Motorrad frei. Auch das Tubularschloss macht es dem Dieb einfach. Der Preis geht in Ordnung, aber viel mehr als eine psychologische Hürde ist ... das große Filmer-Schloss nicht.“
Das große Filmer-Schloss weist zumindest auf dem Papier gute Werte auf: Ein dicker Schließbolzen und ein massiver Schlosskörper könnten genügend Diebstahlsicherheit bieten. In der Praxis ist das neongelb lackierte Produkt jedoch nur so gut, wie man es von einem Discount-Bremsscheibenschloss für weniger als 10 EUR erwarten kann.
Kann ohne Krach überwunden werden
Der Verriegelungsbolzen mit seiner Dicke von 10 Millimetern war für den Bolzenschneider, den die Zeitschrift „Motorrad News“ (Ausgabe 3/2013) ansetzte, kein echter Gegner. Er zerbrach unter der Gewalt des Werkzeugs. Das Magazin weist darauf hin, dass der Aufbruch ohne laute Geräusche vonstatten ging. Mit dem Tubular-Schließzylinder hätte ein gewiefter Zweiraddieb, der sich auf das gewaltlose und unauffällige Öffnen der Schlösser versteht, ebenfalls keine Mühe gehabt.
Klemmender Bolzen
Ein Motorrollerfahrer merkt in einer Kundenrezension zu dem Schloss an, dass der Bolzen bereits nach etwa einem Monat klemmte und das Öffnen dem rechtmäßigen Besitzer erhebliche Schwierigkeiten machten. Eigentlich sollte es umgekehrt sein, nämlich so, dass Langfinger das Schloss nicht einfach öffnen können, während dies dem Eigentümer anstandslos und dauerhaft gelingt. Über solche Mängel können auch die scheinbar attraktiven 6 EUR (Amazon) nicht hinwegtäuschen. Für eine Empfehlung qualifiziert sich das Filmer Classic Maxi deshalb nicht.
von Hendrik
19.02.2013
Titanus Bremsscheibenschloss Classic
Kann nur Gelegenheitsdiebe stoppen
Unter den Bremsscheibenschlössern kommt dem Filmer Titanus Classic eher symbolischer Wert zu. Es mag zwar für den ungeübten Blick robust aussehen, ist aber auf verschiedene Arten relativ leicht zu knacken. Da das Produkt nur eine einstellige Summe kostet, passt die gebotene Leistung zu den Anschaffungskosten.
Weder Bolzen noch Schließmechanismus empfehlenswert
Das Filmer Classic wiegt knapp 200 Gramm und besitzt einen neongelb lackierten Schlosskörper. Für die Sperrfunktion ist ein Stahlbolzen zuständig, der mit seinen 5 Millimetern Durchmesser allerdings nicht allzu viel hermacht. Im Vergleichstest der Zeitschrift „Motorrad News“ (Ausgabe 3/2013) waren auch Bremsscheibenschlösser mit einer Bolzenstärke von maximal 16 Millimetern vertreten. Kein Wunder also, dass sich das Filmer Klassik schon gegenüber relativ harmlosen Angriffen nicht gewappnet zeigte. Der Bolzen gab unter dem Einfluss von Hammer und Meißel nach. Wenn Diebe rohe Gewalt verschmähen, so ist das Tubular-Mechanismus – erkennbar am kreisrunden und hohlen Schlüssel – für versierte Schlossöffner ebenfalls leicht zu überwinden.
Abblätternde Farbe
In der Online-Shop-Rezension eines Anwenders ist zu lesen, dass die Farbe schon nach kurzer Zeit abblätterte, was ebenfalls nicht für das Schloss spricht. Das Filmer Classic mag zwar Gelegenheitsdiebe abschrecken und für rund 7 EUR zu haben sein (Amazon), wer jedoch ein wirklich widerstandsfähiges Bremsscheibenschloss für sein Motorrad erstehen möchte, muss in etwas den sechsfachen Betrag anlegen.