Kompaktsauger mit Herz für empfindliche Hartböden
Bei der HF-Version des rebel 72 handelt es sich wie bei der Basisversion HE von Dirt Devil um einen Kompakt-Staubsauger, der in puncto Leistung und Ausstattung für kleine bis mittelgroße Wohnungen ausgelegt ist. Wie sein hausinterner Kollege gibt er sich dabei genügsam an der Steckdose, schont darüber hinaus aber auch in besonderem Maß empfindliche Hartböden, etwa Parkett. Kaum teurer als die HE-Version, ist die Anschaffung des Parkettspezialisten also generell eine Überlegung wert.
Düse mit weichen Borsten
Die Zusatzqualifikation für empfindliche Böden hat sich der Staubsauger aufgrund seiner zusätzlichen Spezialbodendüse verdient. Diese ist nämlich mit einem Kranz weicher Borsten ausgestattet, die Beschädigungen des Untergrunds vorbeugen sollen. Die Düse hat darüber hinaus aber auch den Vorteil, leise übers Parkett zu schleichen. Das macht sich vor allem bei Boden mit Ritzen und Fugen, also etwa auf Fliesen oder Dielen, angenehm bemerkbar. Die Hartbodendüse ist definitiv leiser als die Standardkombidüse zum Umschalten. Wer die Klapper- und Kratzgeräusche nicht ausstehen mag, sollte sich daher die HF-Version ernsthaft durch den Kopf gehen lassen. Die Borsten haben allerdings mitunter den Nachteil, dass sie Staubbüschel oder gröberen Schmutz vor sich her schieben. Dafür holen sie vermutlich aus Ritzen und Fugen mehr heraus.
Fast Energieeffizienzklasse „A“
Der Stromverbrauch des Staubsaugers konnte im Vergleich zu den älteren Modellen der 7*-er-Baureihe deutlich gedrosselt werden. Waren es beim rebel 71 noch 2.200 Watt, die maximal aus der Steckdose gezogen wurden, und beim rebel 77 immerhin noch 1.400 Euro, hat das 72-er-Modell die 1.000-Watt-Marke deutlich geknackt. Fast hätte ihm sogar zu einer Einstufung in die Energieeffizienzklasse „A“ des EU-Energie-Labels gereicht, das Ziel wurde nur knapp verfehlt. Erstaunlich: Nach wie vor produziert der Dirt Devil ziemlich laute Betriebsgeräusche, das Datenblatt weist über 80 dB(A) auf. Die meisten Kollegen geben sich in dieser Hinsicht spürbar dezenter und sind weniger als halb so laut.
Fazit
Abmessungen, Gewicht sowie Volumen des Staubbeutels weisen den Dirt Devil als typischen Kompakt-Staubsauger aus, Motor und Saugleistung als Staubsauger für Hart-/Glattböden, die zudem dank Zusatzdüse empfindlicher Natur sein dürfen. Die Drosselung des Stromverbrauchs dürfte sich kaum negativ auf die Saugleistung ausgewirkt haben, es spricht demnach nichts dagegen, das sparsamere Modell einem älteren vorzuziehen. Mit knapp über 100 Euro (Amazon) liegt die HF-Version außerdem nur wenig über dem rebel 73 HE ohne Zusatzdüse. Die paar Euro sollten unter Umständen investiert werden, zum Beispiel wenn in größerem Umfang Fliesen und Dielen gesaugt werden müssen. Für Auslegware dagegen hat sich der rebel 77 mit guten Testergebnisse der Stiftung Warentest ins Spiel gebracht. Auch dieses Modell ist für etwas mehr als 100 Euro zu haben.