Die Deutsche Post erleichtert die Nutzung ihres Handy-Porto-Services mit einer eigenen Software für Handys. Das Tool für Handys mit Symbian S60 und Android sowie für das iPhone ermöglicht auf einen Klick die Auswahl des passenden Portos und fordert automatisch den passenden Zahlencode dafür an. Darüber hinaus kann der Kunde zumindest in der Android- und iPhone-Version auch die nächstgelegenen Briefkästen mit Leerungszeiten angezeigt bekommen. Diese werden anhand seines per GPS oder Mobilnetzortung bestimmten Standortes ermittelt. Das Tool kann ab sofort von der Website der Deutschen Post heruntergeladen werden. Alternativ ist aber auch nach wie vor das Anfordern des Codes per Hand möglich.
Schon seit August 2008 ist es möglich, seine Postkarten und Briefe mit dem Handy zu frankieren. Der Nutzer muss dazu eine Kurznachricht an die Kurzwahl 22122 versenden, die den Begriff „BRIEF“ oder „KARTE“ enthält. Er erhält anschließend einen 12-stelligen Code zurückgesandt, den er per Hand auf Karte oder Brief schreiben muss. Dies ersetzt die Briefmarke. Die Abrechnung der Dienstleistung erfolgt über die Handy-Rechnung, ist aber leider wie bei Mehrwertdiensten üblich nicht ganz günstig: Für einen Brief fallen 95 Cent an, für eine Postkarte werden 85 Cent berechnet. Das entspricht jeweils exakt 40 Cent an zusätzlichen Kosten gegenüber dem Normalporto. Den Dienst unterstützen derzeit T-Mobile, Vodafone und E-Plus.
Damit ist der Dienst leider nach wie vor einfach zu teuer. Natürlich mag das in Ausnahmefällen besser sein, als um 2 Uhr nachts noch einen Briefmarken-Automaten aufsuchen zu müssen. In der Regel aber dürfte beinahe Verdopplung des Portos von der Nutzung dieses Services abhalten. Und da die App auch nur wenig mehr tut, als die besagte Kurznachricht automatisch zu erstellen, muss man die für solche Ausnahmefälle eigentlich auch nicht extra auf seinem Handy installieren. Dann tut es auch die manuell verfasste Kurznachricht. Oder wie sehen Sie das?
28.07.2009





















