Die Stabmixer der MultiQuick-3-Serie gelten seit jeher als die Einsteigermodelle des Herstellers, der in diesem Küchengerätesegment übrigens zu den Marktführer gehört. Nachdem die Mixer nun schon seit mehreren Jahren zuverlässig die ihnen gestellten Aufgaben erledigt und teilweise sogar bei Tests den Sieg abgeräumt haben, werden sie dieses Jahr von den leistungsstärkeren MQ-Modellen abgelöst. Traditionell stellt dabei der 300-er mit dem Beinamen „Soup“ das Basismodell dar, das lediglich einen Mixbecher als Zubehör mitbringt.
550 statt 300 Watt
Der augenfälligste Unterschied zu den Vorgänger liegt in der Motorisierung. Die Neuzugänge rücken mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 550 Watt nun um einiges näher an die Geräte der nächsthöheren Serie Multiquick 5 heran, die über einen Motor mit 600 Watt verfügen. Die Vorgänger wiederum, erkennbar am Kürzel MR, leisteten nur bis zu 450 Watt. Letztendlich spielt diese stärkere Motorisierung im Küchenalltag keine so zentrale Rolle, die Aufrüstung sollte eher als Erhöhung der Leistungsreserve verstanden werden. In den seltensten Fällen rufen Stabmixer nämlich ihre Höchstleistung ab, und auf die Mixergebnisse hat die Motorkraft ebenfalls kaum einen Einfluss.
Ansaugen und herumwirbeln
Diese hängen nämlich, wie sich in zahlreichen Praxistest der Fachmagazine gezeigt hat, hauptsächlich von der Form des Mixfuß ab. Und genau in diesem Punkt wissen die Stabmixer des Hersteller sein Längerem voll und ganz zu überzeugen. Ausschlaggebender Punkt ist die Glockenform des Fußes, weswegen sie auch „Power Bell“ genannt wird. Ihre spezifische Form erfüllt drei Aufgaben mit Bravour. Zum einen verhindert das wilde Herumspritzen, zum zweiten saugt sie die Zutaten förmlich unter die Glocke, in der sie anschließend fleißig herumgewirbelt und dadurch den Messer immer wieder zugeführt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Stabmixer liefern homogene Mix- und Pürierergebnisse ab, unbehandelte Reststücke sind eine Rarität. Gleichzeitig saugt sich die Glocke aber nicht am Boden an – ein Manko, mit dem etliche Konkurrenten zu kämpfen haben.
Fazit
Auch den Nachfolgern der MR-Modelle darf jetzt schon ein großer Erfolg vorhergesagt werden. Die Mixtechnik („Power Bell“) wurde beibehalten, die stärkere Motorisierung sollte vorrangig als zusätzliche Absicherung betrachtet werden, dass der Stabmixer auch bei etwas härteren Lebensmitteln nicht ins Stocken geraten wird. Gegenüber den Topmodellen des Herstellers sind sie in Sachen Geschwindigkeitsregulierung – nach wie vor gibt es nur zwei Stufen sowie eine Momentstufe – sowie Material (Mixfuß aus Kunststoff statt Metall) natürlich im Hintertreffen. Kunden jedoch, die lediglich einen Stabmixer für die gängigen Pürier- und Mixaufgaben suchen, können auf die bessere Ausstattung getrost verzichten und damit viel Geld sparen. Denn das Einsteigergerät für Suppen und Co ist schon für 35 Euro zu haben. Solange allerdings der Vorgänger MultiQuick 3 MR 300 Soup, der 2011 immerhin Testsieger der Stiftung Warentest wurde, immer noch erhältlich ist, und zwar für rund 15 Euro weniger, wird er es noch etwas schwer haben, sich am Markt auf breiter Front durchzusetzen. Wer wiederum auf einen Mixfuß aus Edelstahl wert legt, legt einen Zehner drauf und holt sich die ansonsten identisch ausgestattete Modellversion MultiQuick 3 MQ300 Curry von Braun.