Selbst an sich erfrischende Spielideen können in der Masse des App Stores durchaus untergehen. Ein gutes Beispiel dafür ist das iPhone-Spiel „Melon Golf“, das bislang erstaunlich wenig Aufmerksamkeit erhalten hat – zu Unrecht. Denn Melon Golf stellt eine nette Alternative zu den sonstigen Physikspielen im App Store dar: Der Spieler muss eine Art Melone über einen Hindernisparcours befördern und in möglichst wenigen Zügen im Zielloch versenken. Anders als andere „Minigolf“-Spiele, an die das Prinzip zunächst vielleicht erinnern mag, spielt man Melon Golf jedoch nicht in der Auf- sondern in der Seitenansicht. So müssen schon einmal große Zahnräder oder sich horizontal auf und ab bewegende Böden überwunden werden.
Ein sehr interessantes Element sind Sterne, die vom Spieler eingesammelt werden können und nur in bestimmten Levels verteilt sind. Sammelt man alle ein, schaltet man am Ende einen weiteren Schwierigkeitsgrad frei, der das Ganze noch einmal würzt. Das ist auch gut so, denn Melon Golf hat nur einen großen Nachteil: Es ist zwar sehr kurzweilig, aber auch extrem schnell durchgespielt. Einzelne Level benötigen selten mehr als ein, zwei Versuche von wenigen Sekunden. Einige sind zwar auch echt harte Nüsse, die es zu knacken gilt, insgesamt liegt die Spielzeit aber recht niedrig.
Wer also lieber sehr viele verschiedene Level spielt, anstatt sich an einigen wenigen die Zähne auszubeißen, sollte besser woanders zugreifen. Alle anderen dürften die 79 Cent trotzdem gut investiert wissen, zumal die grafische Präsentation sehr eigen ist und schon alleine dadurch eine interessante Abwechslung zum bunten Einerlei im App Store darstellt.
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- Erschienen: 16.12.2009 | Ausgabe: 1/2010
- Details zum Test
ohne Endnote
„Absoluter Geheimtipp; Vorsicht: Suchtgefahr!“






