Das Wichtigste auf einen Blick:
- Erzeugen Klänge verschiedener akustischer und elektronischer Instrumente
- Typische Tastenanzahl: 49, 61, 76 oder 88 Tasten
- MIDI-Schnittstelle überträgt digitale Steuerbefehle an andere Geräte
- Höhere Preisklassen bieten mehr Sounds, Styles und Anschlussmöglichkeiten
- Digital- und E-Pianos simulieren den Klang von Klavier oder Flügel
Das Yamaha PSR-E383 bietet 61 anschlagdynamische Tasten, 650 Klangfarben und 260 Begleitstyles – ein rundes Paket für den Einstieg ins Keyboard-Spiel. (Bildquelle: amazon.de)
Der Begriff „Keyboard" umfasst grundsätzlich unterschiedliche elektronische Tasteninstrumente. Was wir im Alltag unter einem Keyboard verstehen, ist seit den frühen 1980er Jahren im Handel: Ein Keyboard bildet verschiedene akustische und elektronische Instrumente nach. Im Unterschied zu Synthesizern besitzen diese Geräte meist eine automatische Begleitfunktion. Vom einfachen Modell für Einsteiger bis hin zu komplexen Profi-Geräten ist alles vertreten. Doch was benötigen Anwender tatsächlich?
Keyboards für Anfänger
Für Einsteiger liegen geeignete Geräte meist im Preisbereich bis etwa 250 Euro. Sie verfügen über 49, 61 oder 76 Tasten, teils mit Anschlagdynamik, teils ohne, sind mit Lautsprechern ausgestattet und besitzen in der Regel einen Kopfhörerausgang. Die Basisfunktionalität umfasst unterschiedliche Orgel-, Streicher- und Blasinstrument-Sounds sowie diverse Begleitrhythmen. Wichtig ist der Anschluss für Volumen- oder Sustainpedale. Statt herkömmlicher 5-poliger MIDI-DIN-Anschlüsse sind bei modernen Einsteiger-Keyboards in der Regel USB-to-Host-Anschlüsse verbaut, über die MIDI-Daten übertragen und eine direkte Verbindung zu PC oder Tablet aufgebaut werden kann. Viele aktuelle Modelle bieten zudem Bluetooth-Anbindung, um kabellos mit Smartphones oder Tablets zu kommunizieren – ideal für Lern-Apps wie Yamahas „Smart Pianist" oder Casios „Music Space". Dabei bleiben MIDI-Daten Steuerbefehle ohne Audiosignalübertragung.Mehr Funktionen für Fortgeschrittene
Wer etwas mehr Geld investiert, erhält auch umfangreichere Features. Im Segment bis 1.000 Euro bieten Keyboards oftmals digitale Schnittstellen für USB-Sticks, mit denen Nutzer eigene Musikstücke speichern sowie das Gerät mit neuen Klängen, zusätzlichen Begleitrhythmen (Styles) und selbst erstellten MIDI-Dateien erweitern können. Mit steigendem Preis wächst auch die Vielfalt an Rhythmen und Klangfarben. Die Geräte besitzen übersichtliche, oft farbige LC- oder TFT-Displays, auf denen Texte, Noten oder Einstellungen dargestellt werden. Das Tonsignal lässt sich nicht nur über Kopfhörer, sondern über getrennte Cinch- oder Klinkenbuchsen an externe Soundsysteme weiterleiten. Außerdem ist Bluetooth Audio für kabelloses Streaming an externe Lautsprecher in dieser Klasse häufig vorhanden.
Das Korg Liano überzeugt mit 88 anschlagdynamischen Tasten bei nur 6 kg Gewicht – eines der leichtesten Digitalpianos seiner Klasse. (Bildquelle: amazon.de)


























